Ausschuss berät erneut über Schulhofgestaltung
Grünes Klassenzimmer wegrationalisiert

Lotte -

Die Gemeinde Lotte will die Anliegen Jugendlicher mit dem Dialogprojekt „Jugend und Politik“ stärker in den Blick nehmen. Ein Termin steht. Das war ein weiteres Ergebnis der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Schulen, Sport, Soziales und Kultur (ASSSK). Außerdem wurde über die Flüchtlingsarbeit und die Neugestaltung eines Bewegungsparks an der Regenbogenschule Büren diskutiert.

Donnerstag, 21.03.2019, 16:32 Uhr
Noch erneuert Marco Kramer vom Servicebetrieb der Gemeinde Lotte nur das Fundament eines Spielgerätes auf dem Schulhof der Regenbogengrundschule in Büren. Bald soll ein neuer Bewegungspark errichtet werden.
Noch erneuert Marco Kramer vom Servicebetrieb der Gemeinde Lotte nur das Fundament eines Spielgerätes auf dem Schulhof der Regenbogengrundschule in Büren. Bald soll ein neuer Bewegungspark errichtet werden. Foto: Friedrich Schönhoff

Nun wird es als Konsequenz aus dem kreativen Auftritt der Lotter Jugendlichen bei der Sitzung im November 2018 unter dem Motto „let´s talk together“ eine Veranstaltung in der Aula der Gesamtschule Lotte geben.

Am Dienstag, 9. April, von 17 bis 19 Uhr wird es zu den fünf Themen, die damals von den Jugendlichen als „dringlich“ bezeichnet wurden – Müllentsorgung, Rückzugsmöglichkeiten für Jugendliche im Ort, angstfreie Räume, Mobilität und die Mitwirkung von Jugendlichen bei der Gestaltung des Gemeinwesens – thematische Tische geben, an denen im Gespräch mit den Kommunalpolitikern möglichst konkrete Projekte und Verabredungen getroffen werden sollen.

Auch von den Anmeldezahlen für die Grundschulen in Lotte wurde berichtet. In Alt-Lotte gibt es 57 Neuanmeldungen, sodass die Schule künftig 207 Schüler unterrichtet.

In Wersen waren es 39 Neuanmeldungen, sodass die Schule im nächsten Schuljahr 152 Schüler beherbergt. In Büren bleibt die Schülerzahl mit 166 bei 47 Neuanmeldungen unverändert.

„Für die Gesamtschule Lotte liegen 136 Neuanmeldungen vor,“ berichtete Schulleiter Manfred Stalz. Davon kommen 67 Schüler aus Lotte, 56 aus Westerkappeln und 13 aus anderen Nachbargemeinden.

Mit dem Thema „Schulhofgestaltung Regenbogenschule Büren“ befasste sich der ASSSK ebenfalls. Dabei ging es konkret um die Neugestaltung des Bewegungsparks. Nachdem ein erster Entwurf insbesondere aufgrund der veranschlagten Kosten in Höhe von 110 000 Euro als zu teuer abgelehnt worden war, hatte zuletzt der Finanzausschuss zugestimmt, 70 000 Euro für die Maßnahme in den Haushalt einzustellen.

Dieser Empfehlung schloss sich der ASSSK nun einstimmig an, nachdem die Planerin, Landschaftsarchitektin Mirja Müller-Dams aus Bramsche, gemeinsam mit der Schule das Model überarbeitet hatte. Dabei entfiel vor allem das „Grüne Klassenzimmer,“ was von der kommissarischen Schulleiterin Ute Thomas sehr bedauert wurde.

Trotzdem freute sie sich über das Gesamtkonzept, das mit Spielgeräten zum Balancieren und Klettern an Seilen und Stämmen, Türmen und beweglichen Hängebrücken, zu möglichst viel Bewegung animieren soll.

Als letzten Tagesordnungspunkt stellte die Verwaltung Zahlen zur Flüchtlingsbetreuung vor: Demnach leben derzeit 196 Flüchtlinge in Lotte, von denen 102 anerkannte Asylbewerber sind. Bei weiteren 32 Flüchtlingen sei der Asylantrag abgelehnt, sie hätten allerdings eine Duldung. Und schließlich liefe in 62 Fällen das Asylverfahren noch.

Bei den Kosten wurde ein Defizit von rund 180 000 Euro errechnet, was unter anderem darauf zurückzuführen ist, dass viel zu geringe Warmmieten erhoben wurden.

Nach ausführlicher Diskussion unterschiedlicher Maßnahmen zur Kostensenkung, bei der sowohl über technische Möglichkeiten des Energiesparens als auch über die Schulung der Bewohner in den Flüchtlingsunterkünften nachgedacht wurde, kam es schließlich zur Abstimmung. Die Beschlussempfehlung wurde mit der Mehrheit der Stimmen von SPD, CDU und FDP angenommen.

Dort wird empfohlen, für jedes Wohnobjekt eine kostendeckende Warmmiete zu kalkulieren, die dann zum nächst möglichen Zeitpunkt angepasst wird.

Zuschüsse, die das Land zahlt, werden in der Höhe der anfallenden Kosten für Personal und Mobiliar aufwandsmindernd berücksichtigt.

Außerdem sieht die Empfehlung vor, dass überschüssiger Wohnraum gekündigt wird und die Verwaltung bei den Vermietern darauf hinwirkt, dass Mietverträge direkt mit den Bewohnern abgeschlossen werden.

Dem konnten die Grünen nicht zustimmen. So äußerte Friedel Glüder die Sorge, dass die Empfehlung zu schnell dazu verleite, Wohnraum für Flüchtlinge zu kündigen, der dann später wieder teurer angemietet werden müsse.

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