Stützpunkt der Verbraucherzentrale in Ibbenbüren
Erfolg überrascht selbst die Berater

Tecklenburger Land -

Gut 1000 Verbrauchern aus dem Tecklenburger Land konnte die Verbraucherzentrale in Ibbenbüren im vergangenen Jahr weiterhelfen. Diese Resonanz überrascht selbst die Berater.

Sonntag, 24.03.2019, 13:08 Uhr aktualisiert: 24.03.2019, 17:44 Uhr
Margret Esters-Gardeweg (l.), Leiterin der Verbraucherzentrale Rheine, und Beraterin Margarete Michel-Puckert freuen sich über den Erfolg des Beratungsstützpunktes in Ibbenbüren.
Margret Esters-Gardeweg (links), Leiterin der Verbraucherzentrale Rheine, und Beraterin Margarete Michel-Puckert freuen sich über den Erfolg des Beratungsstützpunktes in Ibbenbüren. Foto: Julia Kolmer

Seit dem 1. März 2018 gibt es den Beratungsstützpunkt im Ibbenbürener Rathaus. Nach einem Jahr ziehen Margret Esters-Gardeweg , Leiterin der Beratungsstelle Rheine, Margarete Michel-Puckert , Beraterin im Stützpunkt Ibbenbüren und der Ibbenbürener Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer Bilanz.

Von den gut 1000 Verbraucherkontakten besuchten 304 persönlich die Sprechstunden von Michel-Puckert. Die meisten waren auf der Suche nach einer Rechtsberatung. Die anderen 700 Kontakte konnten durch die Öffentlichkeitsarbeit der Verbraucherzentrale gewonnen werden. Michel-Puckert besuchte Wochenmärkte, Messen, Schulen und ist bei Veranstaltungen zu Gast.

Die Verbraucher, die die Dienste des Beratungsstützpunktes in Anspruch genommen haben, kamen aus allen Altersgruppen und Bevölkerungsschichten. Über zwei Drittel aller Verbraucher kamen aus Ibbenbüren, viele aus den anderen Kommunen im Altkreis.

Die meisten Besucher der Beratungsstunden suchten Hilfe bei rechtlichen Problemen. Margarete Michel-Puckert erreichten aber auch viele Fragen zum Datenschutz im Internet. Die Digitalisierung in allen Bereichen des Lebens verunsicherte viele Verbraucher.

Ob Betrug über online abgeschlossene Prepaid-Kreditkarten, dubiose Zahlungsaufforderungen für nicht geleistete Dienstleistungen aus Tschechien oder Probleme mit Ware, die direkt aus Fernost bestellt wurde – Margarete Michel-Puckert konnte allen besorgten Verbrauchern weiterhelfen. Viele kamen mit Drohungen von Inkasso-Unternehmen, in denen aus der geforderten Summe von 90 Euro auch schnell mal das Dreifache wurde.

Ein weiterer Schwerpunkt waren Mobilfunkverträge. „Viele gehen mit mehr aus dem Shop als beabsichtigt“, sagt Margret Esters-Gardeweg. Kunden unterschrieben auf einem Tablet-PC, ohne den Vertrag gesehen zu haben. Der Rücktritt aus den Verträgen gestaltet sich schwierig. „Nicht jeder Vertrag kann rückgängig gemacht werden“, weiß Esters-Gardeweg.

Die Verbraucherzentrale bietet aber nicht nur die Beratung am Stützpunkt an. Bei dem Projekt „Durchblick“ halten Mitarbeiter Vorträge vor Schulklassen, Vereinen oder anderen Gruppen. Die Themen der Vorträge reichen von Datenschutz über Versicherungen zu der ersten eigenen Wohnung. Ein Workshop für Kita-Mitarbeiter zum Thema „essen lernen“ ist schon zum zweiten Mal ausgebucht.

Auch neue Themen sollen an die Verbraucher herangetragen werden. 61 Mitteilungen hat die Beratungsstelle im vergangenen Jahr herausgegeben. Der Beratungsstützpunkt in Ibbenbüren wurde im ersten Jahr von der Stadt und dem Kreis Steinfurt getragen. Nun freuen sich die Mitarbeiter über eine zusätzliche Förderung des Landes NRW. Dank dieser hat der Stützpunkt seit Anfang März längere Öffnungszeiten. Mittwochs von 10 bis 14 Uhr und von 15 bis 18 Uhr hat Margarete Michel-Puckert ein offenes Ohr für die Verbraucher. Zum 1. April zieht der Stützpunkt um in das Kulturhaus an der Oststraße 28.

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