Jahreshauptversammlung der Sportfreunde Lotte
Es fehlen die Pokal-Einnahmen

Lotte -

Den Rechenschaftsbericht der Sportfreunde Lotte wollten sich knapp 70 Mitglieder und Aktive nicht entgehen lassen. Dabei sparte die Vereinsführung bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend im „Club Orange“ nicht mit durchaus selbstkritischen Tönen.

Dienstag, 26.03.2019, 10:34 Uhr
Die geehrten Jubilare mit dem Vorstand der Sportfreunde Lotte: Jens Friedrich (25 Jahre), Sven Westerhus (3. Vorsitzender), Sabine Bajorath (25 Jahre), Hans-Ulrich Saatkamp (1. Vorsitzender), Manfred Scholz (50 Jahre), Andre Roloff (25 Jahre), Heinz-Georg Westermann (60 Jahre) und Florian Heinrichs (2. Vorsitzender). Die Jahreshauptversammlung war gut besucht (kleines Foto).
Die geehrten Jubilare mit dem Vorstand der Sportfreunde Lotte: Jens Friedrich (25 Jahre), Sven Westerhus (3. Vorsitzender), Sabine Bajorath (25 Jahre), Hans-Ulrich Saatkamp (1. Vorsitzender), Manfred Scholz (50 Jahre), Andre Roloff (25 Jahre), Heinz-Georg Westermann (60 Jahre) und Florian Heinrichs (2. Vorsitzender). Die Jahreshauptversammlung war gut besucht (kleines Foto). Foto: Manfred Mrugalla

Zu Beginn begrüßte der 1. Vorsitzende Hans-Ulrich Saatkamp alle Anwesenden, und der Vorsitzende des Ältestenrates, Horst Petersson , gedachte unter anderen des verstorbenen Ehrenmitglieds Werner Faste.

Zunächst berichteten die Abteilungsleiter von den Aktivitäten in den Bereichen Fußball, Handball, Breitensport und den vielfältigen Jugend- und Kinderaktivitäten. Fußballobmann Gerrit Budke-Gieseking musste sich nach seinen Ausführungen schnell umziehen, da er beim Derby der Sportfreunde Lotte III gegen Tabellenführer Westfalia Westerkappeln dringend in der Verteidigung gebraucht wurde; die spielte nämlich parallel auf dem Kunstrasen des Frimo-Stadions.

Drinnen stand der Kassenbericht auf der Tagesordnung. Thomas Mauer konnte kein ausgeglichenes Betriebsergebnis im Geschäftsjahr 2018 vorlegen. Hauptgrund dafür waren die fehlenden Einnahmen aus dem DFB-Pokal 2018 – im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr Mindereinnahmen um einen mehrstelligen Millionenbetrag. Unterm Strich blieb ein Verlust von 631 000 Euro. Die Entlastung des Vorstandes durch die Kassenprüfer konnte im Anschluss auch nur deshalb ausgesprochen werden, da diese sich von einem für die Sportfreunde arbeitenden Steuerbüro haben beraten lassen. Man könne diese Aufgabe nicht mehr ohne fremde Hilfe gewährleisten, so Kassenprüfer Georg Holtgrewe. Turnusgemäß macht Holtgrewe Platz für Rolf Mikoleit, Hartmut Gausmann rückt als neuer Kassenprüfer nach, als Ersatzkassenprüfer ist noch am Abend Michael Baumann gewählt worden.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Günter Bayer machte deutlich, dass die Sportfreunde sehr „betreuungsintensiv“ und an der wirtschaftlichen Belastbarkeitsgrenze angelangt seien. Noch könne man froh sein, dass trotz verhältnismäßig geringer Mitglieder- und Zuschauerzahlen das Geschäftsjahr zwar mit einem Minus beendet wurde, aber trotzdem eine gute wirtschaftliche Grundlage gegeben ist. Bayer rief dazu auf, alles dafür zu tun, um den Fortbestand in der 3. Liga zu gewährleisten. Ein wichtiger Bestandteil dafür sei die Ausgliederung der Profifußballabteilung als Kapitalgesellschaft. Der Aufsichtsrat wurde einstimmig entlastet.

Unter dem nächsten Tagesordnungspunkt „Änderung des Geschäftsjahres“ konnte sich kaum jemand etwas vorstellen, hier brachte Mauer Klarheit. Man ist bestrebt, das Geschäftsjahr an die Saison anzupassen und es vom 1. Juli bis 30. Juni laufen zu lassen, analog zu den DFB-Richtlinien. Dieser Vorschlag wurde angenommen und ist Bestandteil des Lizenzierungsverfahrens.

Der ungeliebte Punkt „Anpassung der Mitgliedsbeiträge“ wurde vom 2. Vorsitzenden Florian Heinrichs vorgetragen. Anpassung heißt meist Erhöhung, und diese begründete er mit den steigenden Kosten im Breitensport und mit dem erforderlichen Mehraufwand für Lizenzen und Qualifikationen der Übungsleiter im Hinblick auf die Professionalisierung des Vereins. Erwachsene zahlen nun 13 statt 11 Euro, Jugendliche sechs statt fünf Euro und Familien 21 statt 18 Euro. Die letzte Erhöhung erfolgte 2012.

Am Ende der Versammlung stand noch die Wahl des Ältestenrates an, dessen Vorsitz Horst Petersson hat. Der Ältestenrat wurde en bloc wiedergewählt. Zum Abschluss galt es, zahlreiche Mitglieder zu ehren. Für 50 Jahre Einsatz als Schiedsrichter wurde zudem Horst Petersson ausgezeichnet.

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