Müllsammelaktion in Lotte
Kopfschütteln ob der vielen Fundsachen

Lotte -

Kopfschütteln – eine fast schon normale Begleitaktion der Helfer bei der Müllsammelaktion in der Gemeinde. In vielen Gruppen wurden Straßen und Wege vom Müll gereinigt – mit interessanten Fundstücken.

Montag, 08.04.2019, 13:46 Uhr
Mehrere Säcke Müll sammelten Manfred Schirmbeck, Enkel Marcel Buddemeier und dessen Vater Frank im Ortsteil Osterberg.
Mehrere Säcke Müll sammelten Manfred Schirmbeck, Enkel Marcel Buddemeier und dessen Vater Frank im Ortsteil Osterberg. Foto: Ulrich Eckseler

Weggeworfene Getränkebecher, Glasflaschen und Verpackungsmüll: Bei der Müllsammelaktion in Wersen, Osterberg und Alt-Lotte sagten jetzt die Einwohner dem Abfall den Kampf an und zogen los, die Umwelt vom Müll zu befreien. Ein ganzer Container sollte es am Ende werden.

Im Ortsteil Osterberg wurde die Aktion vom Schützenverein organisiert. Auf verschiedene Routen verteilt, machten sich rund 20 Menschen um 9.30 Uhr auf den Weg. Unter ihnen Frank Buddemeier mit Sohn Marcel und Großvater Manfred Schirmbeck. Beate Buddemeier war für das Organisatorische verantwortlich und versorgte die einzelnen Teilnehmergruppen unter anderem mit Getränken.

Entlang der Straßen Knüllweg, Looser Bergweg und Münsterstraße mussten die drei nicht lange suchen, bis sie fündig wurden. Während Vater und Sohn zu Fuß unterwegs waren, fuhr der Senior der Familie ein Quad mit Anhänger. Die drei sammelten allein fast drei Säcke Müll ein, vielfach Verpackungen. „Das kann ich nicht verstehen, warum man das einfach wegwirft“, ärgerte sich Manfred Schirmbeck über das Verhalten der Mitmenschen.

Frank Buddemeier entdeckt zwei Edelstahltöpfe, darin sind angebrannte, schwarze Überreste einer vergangenen Mahlzeit zu erkennen. Mit Müllbeuteln umschlossen liegen die Töpfe abseits der Straße im Gras.. Auch darüber, dass jemand den Auffangkorb eines Rasenmähers einfach achtlos in der Natur entsorgt, kann man sich nur wundern. Manfred Schirmbeck legt das teils schon zerfallene Stück kopfschüttelnd auf den Anhänger. Die Müllsammelaktion „ist schon Tradition“, erzählt Marcel Buddemeier, während er eine Glasflasche in einen Eimer fallen lässt. „Eine Familiensache halt, die sich bei uns mit der Zeit entwickelt hat. Ich bin jetzt 23 und mache mit, seitdem ich acht bin.“ Er steigt in den Straßengraben und hebt den nächsten Coffee-to-go-Becher auf.

„Als wir damals mit dem Sammeln angefangen haben, haben wir bewusst gleich unsere Kinder mitgenommen, um ihnen ein Umweltbewusstsein zu vermitteln. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie heute nichts achtlos wegwerfen“, betont Frank Buddemeier. Aber auch eine sportliche Komponente komme zum Tragen, schmunzelt er. Denn es könne durchaus anstrengen, mehrfach in einen tiefen Straßengraben zu steigen und wieder hochzuklettern.

„Aber nachher gibt es Würstchen“, lacht Marcel Buddemeier und spricht so einen Aspekt an, der ebenso eine wichtige Rolle spielt: die Gemeinschaft. Denn nach der Aktion treffen sich alle Teilnehmer aus Osterberg am Schützenhaus, laden ihren gesammelten Müll in einem Container ab, und es wird gegrillt. Dort zeigte sich dann auch das Ergebnis: Flaschen, Becher, ein Gartenschlauch, Töpfe, Reifen, Kleidungsstücke, Verpackungsmüll und ein Sack voll mit Videobändern.

In Wersen hatten sich rund 50 Menschen aufgemacht, das Umfeld vom Müll zu säubern. Allein an der Auffahrt zur Autobahn seien vier Säcke Unrat eingesammelt worden, berichtet Roland Enders vom Anglerverein, der die Aktion seit mehr als 40 Jahren koordiniert. Darüber hinaus fand man in der Nähe der Achmerstraße unter anderem ein Bündel Kabelreste, aus denen das Kupfer herausgeholt wurde, sowie einen Sack Zement.

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