Die Milch macht’s: Alt-Lotter Noah-Kita-Kinder sind Experten
Petersson und die kleinen Forscher

Alt-Lotte -

„Strip, strap, stroll. Ist der Eimer noch nicht voll ?“, riefen und gestikulierten zukünftige Erstklässler in der Alt-Lotter evangelischen Noah-Kita. Sie lernten begeistert viel rund um die Milch – auch, dass Kühe die weiße Flüssigkeit in den Eutern herstellen. Große Faszination entstand bei einem Experiment.

Sonntag, 26.05.2019, 14:28 Uhr aktualisiert: 26.05.2019, 16:00 Uhr
Fasziniert betrachten die Nachwuchsforscher die bunte Oberfläche der Milch. „Lecker Milch“, freuen sich die Kinder und Horst Petersson auf das weiße Schlückchen, das Kühe herstellen.
Fasziniert betrachten die Nachwuchsforscher die bunte Oberfläche der Milch. „Lecker Milch“, freuen sich die Kinder und Horst Petersson auf das weiße Schlückchen, das Kühe herstellen. Foto: Ursula Holtgrewe

„Wir sind dabei, uns zum vierten Mal rezertifizieren zu lassen als , Haus der kleinen Forscher ‘“, erklärte Erzieherin Bettina Niederholtmeyer . „Beim Frühstücken ist uns aufgefallen, dass manche Kinder nicht wissen, woher die Milch wirklich kommt und was alles daraus hergestellt wird“, erklärt sie, wie die Idee für diesen Forschertag entstand.

Als der langjährige Lesepate Horst Petersson hörte, dass jemand gesucht wird, der den Kindern das Thema Milch vermittelt, war er begeistert bei der Sache. „Ich habe Lebensmittel-Einzelhandelskaufmann gelernt und die große Milchprüfung abgelegt. Das Thema vermittele ich den Kindern gern“, freute er sich.

Zehn Schulanfänger saßen nun um Petersson herum und beantworteten Fragen. Mia, Henry und Hannah wussten, dass die Milch aus den Eutern von Kühen kommt. „An den Eutern sind Zitzen“, erklärte Petersson. „Da kommt die Milch raus“, sagten einige Noah-Kinder im Chor. „Genau, und damit die Milch ins Euter gelangt, gibt es dort Milchdrüsen. Die produzierte Milch vergrößert das Euter; so ähnlich, wie es beim Luftballon geschieht, wenn ihr ihn aufpustet“, verdeutlichte der Lesepate. Mit dem Vers und Gesten spürten sie der Handarbeit beim Melken nach.

Die Kinder wissen nun, dass eine Kuh erst dann anfängt Milch zu produzieren, wenn sie ein Kälbchen bekommt. Die Zitzen sind dafür da, dass Kälber ihre Kuh-Muttermilch trinken können. Beim Bauern fließt die Milch nach dem Melken in einen Tank, von wo sie in einen Lkw-Kühltank gepumpt und zur Molkerei gebracht wird. Dort wird die Milch unterschiedlich lange haltbar gemacht. In Kartons oder Flaschen verpackt, steht die Milch dann in Supermärkten. „Ich mag Frischmilch und H-Milch“, sagte Jannik.

„Lecker Milch“, freuen sich die Kinder und Horst Petersson auf das weiße Schlückchen, das Kühe herstellen.

„Lecker Milch“, freuen sich die Kinder und Horst Petersson auf das weiße Schlückchen, das Kühe herstellen. Foto: Ursula Holtgrewe

Dass Milch wegen des Kalziums, das gut für die Knochen ist, eine „kuhle“ Sache sei und auch andere gesunde Stoffe enthält, vermittelte Horst Petersson gleichfalls. Auch Milchprodukte kannten die zukünftigen Schulkinder. „Käse“, sagte Noel. „Butter“, wusste Hannah. „Joghurt“, fiel Myles ein.

Mit besonderem Pulver „zauberte“ Erzieherin Bettina Niederholtmeyer weiße Milch in braune Flüssigkeit. „Kakao“, wusste der aufgeweckte Nachwuchs. Nun lüftete Bettina Niederholtmeyer das Tuch über einem Experiment. In einen Teller goss sie Milch. Vorsichtig und konzentriert tropften die Kita-Kinder mit Pipetten Lebensmittelfarbe darauf. Hübsch bunt sah die Schicht aus. Nun kam ein kleiner Tropfen Spülmittel hinzu. Schwupps - die Farbe wich an den Tellerrand zurück. Erstaunt standen die Nachwuchsforscher davor.

„Die Farbe hat sich mit der Fettschicht verbunden, die wie eine Haut auf der Milch liegt“, erklärte Petersson. Dann habe das Spülmittel die Haut zerstört, sodass sich die Farbe an den Rand zurückgezogen habe.

Und weil Horst Petersson in seine Stunden gern Musik einbaut, spielte er nun den Party-Hit „Die bunte Kuh“ von Markus Becker. Der Nachwuchs tanzte fröhlich eine Abschiedsrunde. Ob die Power wohl an dem Schlückchen Milch lag, das die Kinder zuvor getrunken hatten?

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6640217?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F177%2F
Die alte Leier: Preußen Münster spielt in Meppen wie ein Absteiger
Münsters Ole Kittner (rechts) blockt in dieser Szene Meppens Torschützen Deniz Undav ab.
Nachrichten-Ticker