Forschertag für Kinder in Alt-Lotte
Der Nachwuchs experimentiert

Alt-Lotte -

Zum achten Mal waren in Alt-Lotte kleine Forscher unterwegs, diesmal 80. Aufgeweckte zukünftige Schulkinder und Erstklässler absolvierten in der Grundschule vier tolle Stationen zum Motto „Klein, aber oho“ und bekamen je eine Urkunde. Gelegenheit für eine Verabredung gab es auch.

Montag, 03.06.2019, 18:00 Uhr
Erstaunliche 18-mal kann Svenja (Zweite von rechts) von der Salzstange abbeißen. Konzentriert knotet Bettina Niederholtmeyer(von links) die Samenbömbchen zu für Gia und gleich für Angelica.
Erstaunliche 18-mal kann Svenja (Zweite von rechts) von der Salzstange abbeißen. Konzentriert knotet Bettina Niederholtmeyer(von links) die Samenbömbchen zu für Gia und gleich für Angelica. Foto: Ursula Holtgrewe

Die drei Lotter Kitas und die Offene Ganztagsbetreuung der Schule (OGS) beteiligten sich an dem spannenden Angebot. „Es ist ein etabliertes Gemeinschaftsprojekt der Kitas und uns und leider der erste Forschertag, der regenbedingt drinnen stattfindet“, berichtete die OGS-Leiterin Martina Blömker .Die OGS-Kinder Emily, Leyla, Joao, Iris, Lukas, Alexander und Anastacia kümmerten sich als Lotsen fürsorglich um die Jüngeren. Anastacia konnte sich noch an ihren Forschertag als Kita-Kind erinnern: „Da haben wir Kuchen gegessen und eine Piñata zum Platzen gebracht.“

Im Förderraum warteten bereits Annette Kuhl und Anastasia Reimer an der „Reisstation“. Dort griffen die Kinder in Reisschüsseln. „Eine Handvoll ist die Portion, die man zum Mittagessen für jeden von euch kochen würde“, erklärte Annette Kuhl.

Ein Experiment verblüffte den Nachwuchs dann sehr: Bis zum Rand füllten die Besucher Reis in eine Flasche und steckten einen dicken Stift hinein. Beim Anheben blieben die Flaschen von Bjarne und Oliwia am Stift hängen. Das kommt vom Druck, den die Reiskörner auf den Stift ausüben, wissen alle Kinder nun.

Konzentriert knotet Bettina Niederholtmeyer(von links) die Samenbömbchen zu für Gia und gleich für Angelica.

Konzentriert knotet Bettina Niederholtmeyer(von links) die Samenbömbchen zu für Gia und gleich für Angelica. Foto: Ursula Holtgrewe

„Wir haben gemessen, wie groß wir sind“, erklärte Hennes beim OGS-Angebot von Martina Blömker und Adelheid Schmalz, die als Gast dabei war. „Ich habe immer gern hier gearbeitet“, bekräftigte die Ruheständlerin. Und weil ihr die Forschertage immer besonders viel Spaß gemacht hätten, helfe sie gern wieder mit.

Lina streckte die Arme aus. Hennes und Emily legten ein Geschenkband von einer Mittelfingerspitze zur anderen. Ein Schnitt, nun konnte Lina ihre Körperlänge aufrollen. Weitere Eselsbrücken: Die Fußlänge entspricht der des Unterarms, und wer wissen möchte, wie lang sein Ohr ist, misst einfach den kleinen Finger.

Ums „Kauen auf Zeit“ ging es bei Saskia Krischke und Jens Buddemeier von der Kinderland-Kita. Dort gab es einen Salzstangen-Knusperwettbewerb. Einmal ging es darum, das Gebäck möglichst flott zu essen. In Runde zwei sollten die Kinder die Stange mit möglichst vielen Bissen verputzen. „18 – das ist wohl heute der Rekord“, lobte Saskia Krischke Svenja.

„Wir pflanzen Blumen“, beschrieb Angelica die Aktion der evangelischen Noah-Kita. „Selbst gemachte Samenbömbchen“ hatten sich Bettina Niederholtmeyer und Wiebke Schüring für die wissbegierigen Kinder ausgedacht. Auf einem Plakat erkannte der Forschernachwuchs Schmetterlinge, Käfer und Bienen. „Die freuen sich, wenn ihr die Samenbömbchen einpflanzt und schön gießt, sodass die Blüten sich entwickeln. Das Papier löst sich nämlich auf“, erklärte Bettina Niederholtmeyer. In ungebleichte Filterpapiertüten legten die Kinder je eine Handvoll Blumenerde. Obendrauf kamen winzige Kamillesamen, größere runde Kapuzinerkressesamen und Sonnenblumenkerne, von denen Sascha gleich einen probierte. Auch Ringelblumensamen kamen hinzu. „Die sehen lustig aus, zusammengeringelt wie kleine Würmer“, fiel einigen Kindern auf. Angelica wollte ihr Bömbchen in einen Blumentopf pflanzen, andere in den Garten.

„Ich komme euch wirklich mal besuchen“, versprach Erstklässlerin Luisa den beiden Erzieherinnen der Noah-Kita. „Ja, mach das. Wir freuen uns auf dich“, motivierte sie Bettina Niederholtmeyer. Und wenn das nicht klappt, ist Luisa vielleicht im nächsten Jahr dabei als OGS-Lotsin.

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