Piñatas und Dahlien in der Kirchengemeinde Wersen
Ein sehr realer Sommernachtstraum

Lotte-Wersen -

Mit Shakespeare hat der Sommernachtstraum in Wersen nichts tun. Es ist ein Sommerfest, dass die evangelischen Kirchengemeinden Wersen und Wersen-Büren jedes Jahr im Wechsel veranstalten. Unter dem Motto „Mexiko“ erwartete die evangelische Kirche dieses Jahr die Besucher mit einer ausgelassen musikalischen Darbietung.

Montag, 01.07.2019, 15:04 Uhr
Ein lauschiger Sommerabend in Wersen mit Piñatas in den Bäumen, Chili con Carne auf den Tellern und Tequila im Glas bildete den Abschluss des mexikanischen Pfarrfestes.
Ein lauschiger Sommerabend in Wersen mit Piñatas in den Bäumen, Chili con Carne auf den Tellern und Tequila im Glas bildete den Abschluss des mexikanischen Pfarrfestes. Foto: Viktoria Savtchouk Torres

Der Altar war fast nicht wieder zu erkennen: bunt geschmückt mit Papageien, Palmen, Kakteen und Dahlien – der Nationalblume Mexikos. „Es war nicht leicht, sie zu bekommen, denn sie blühen im September“, sagte die Pfarrerin Jutta Kiquio , von der auch die Idee zum Thema Mexiko stammte. „Wir haben einen Gärtner beauftragt und er hat sie besorgt“. Die Küsterin Brigitte Schulte hatte das Gotteshaus geschmückt.

Auch die Musiker und Sänger waren verwandelt: Viele trugen Sombreros und sangen, wenn nicht immer mexikanische, doch trotzdem heitere und oft bekannte Lieder. So leitete der Bläserchor unter der Leitung von Silke Nagel im Altarraum den Beginn des Programms mit „La Cucaracha“ ein. „Möge die Fiesta beginnen“, sagte Kiquio und die Kantorei Wersen stimmte „Guantanamera“ an, stimmungsvoll geleitet von Katja Rothfuss. Die Brüder Lothar und Martin Gustenberg versetzten das Publikum mit „Besame mucho“ ins Träumen. Lothar spielte die berühmteste Melodie von Consuela Velázquez auf dem Saxofon zum Rhythmus von Martins Gitarre.

Gänsehaut und Ekstase im Publikum, als der professionell ausgebildete Sänger Francisco Almanza mit seiner Stimme die Decke zum Vibrieren brachte. Begleitet wurde er vom Pianisten Andreas Liebrecht. Der gebürtige Mexikaner aus Chihuahua lebt in Osnabrück und unterrichtet Gesang an der Universität. Als nächstes tritt er bei einer Open-Air Gala im schwedischen Ystad auf.

Auch die Empore ließ die Zuhörer nicht ohne Überraschung und Verblüffung, vor allem als der Kirchenchor Büren das Lied „Aserejé“ der spanischen Girlband Las Ketchup in der Chorversion vortrug - und zwar in Orgelbegleitung. Jutta Kiquio predigte nicht von der Kanzel, sondern las aus dem Buch „Die Geschichte meiner Zähne“ der mexikanischen Schriftstellerin Valeria Luiselli und das Gedicht „Eine Nacht in Mexiko“.

Das Fest endete nicht in der Kirche. Draußen erwartete die Gäste der Männergesangsverein und bunt geschmückte Tische und Bänke, Chili con Carne, Tequila und Desperados. Die Cocktailbar des Schützenvereins Büren verkaufte frische Erdbeer-Longdrinks. In den Bäumen hingen Piñatas aus Pappmaché - farbenprächtig und mit Süßigkeiten gefüllt, im Hintergrund die untergehende Sonne. Das Wetter war angenehm, nicht zu warm und nicht zu kalt. Die Stimmung passte. Sicherlich ein gelungenes Sommerfest

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6740747?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F177%2F
Nachrichten-Ticker