Lotter Lokalpolitiker besichtigen neue Spielhalle
Zocken in gepflegtem Ambiente

Lotte -

Ohne großes Tamtam und von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt wurde bereits am 6. Juni, gut anderthalb Jahre nach der Vorstellung und Absegnung der Pläne im Fachausschuss des Rates, die Spielhalle der Merkur Casino GmbH in Wersen eröffnet. jetzt überzeugten sich Lotter Lokalpolitiker, wie das Zocken in gepflegtem Ambiente läuft.

Mittwoch, 03.07.2019, 07:00 Uhr
Zur Besichtigung der Anfang Juni eröffnete Merkur-Spielhalle hatte Lottes Bürgermeister Rainer Lammers (links) Blumen für Filialleiterin Aliyna Salim (rechts) mitgebracht. Mit von der Partie waren (von links) Heidi Geiken,Oliver Oekenpöhler, Margarete Lersch, Mandy Wolters, Helga Strübbe sowie (nicht im Bild) Merkur-Mitarbeiterin Carina Garuba.
Zur Besichtigung der Anfang Juni eröffnete Merkur-Spielhalle hatte Lottes Bürgermeister Rainer Lammers (links) Blumen für Filialleiterin Aliyna Salim (rechts) mitgebracht. Mit von der Partie waren (von links) Heidi Geiken,Oliver Oekenpöhler, Margarete Lersch, Mandy Wolters, Helga Strübbe sowie (nicht im Bild) Merkur-Mitarbeiterin Carina Garuba. Foto: Angelika Hitzke

Ohne großes Tamtam und von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt wurde bereits am 6. Juni, gut anderthalb Jahre nach der Vorstellung und Absegnung der Pläne im Fachausschuss des Rates, die Spielhalle der Merkur Casino GmbH in Wersen eröffnet. Bürgermeister Rainer Lammers, Vize-Bürgermeisterin Helga Strübbe sowie Margarete Lersch und Mandy Wolters vom Bauamt der Gemeinde überzeugten sich jetzt selbst, dass die Mitarbeiter Oliver Oekenpöhler und Heidi Geiken im Hinblick auf dezentes Erscheinungsbild außen und hochwertige Ausstattung innen seinerzeit nicht zu viel versprochen hatten.

Das auf Produktion und Vertrieb von Unterhaltungsspielgeräten spezialisierte Unternehmen hatte die Vertreter von Verwaltung und Politik zur Besichtigung der in den bis zum Merkur-Einzug leerstehenden Räume am Teichweg 5 zwischen Adler und Hagebaumarkt eingeladen. Auf 144 Quadratmetern stehen hier auf hochwertigem, mit fröhlich-farbigen. aber dezenten Kreisen gemustertem dunklen Teppichboden insgesamt zwölf sogenannte B-Boxen, die in Zweiergruppen angeordnet sind.

Es gibt eine Sitzgruppe, gedimmtes Licht, eine Geräusche absorbierende dunkle Decke und eine Kaffeebar, an der auch Softdrinks, aber keinerlei alkoholische Getränke erhältlich sind. 2600 Euro pro Quadratmeter habe Merkur in die Ausstattung investiert, so Oekenpöhler.

In einem Nebenraum befindet sich ein Geldwechsler, in einem weiteren Nebenraum die (barrierefreien) Sanitäranlagen. Die Glücksspielgeräte selber haben nichts mehr gemein mit den blinkenden, nervtötend dudelnden Spielautomaten, wie man sie aus Kneipen oder älteren Spielhallen kennt: Man sitzt auf einem bequemen Armlehnsessel an einer Bedienkonsole vor zwei großen Displays und hat die Auswahl aus 200 verschiedenen Spielen.

Das Angebot ist an allen Geräten gleich; jeder Spieler kann jeweils nur an einem Gerät sein Glück versuchen. Damit wolle man verhindern, dass Besucher an zwei oder mehr Geräten gleichzeitig „daddeln“, erklärten Oliver Oekenpöhler und Fililalleiterin Aliyna Salim. Hektik und Unruhe, das macht schon die optische Gestaltung des Raumes wie der Geräte deutlich, sind hier unerwünscht. Auch die Lautstärke der Geräte ist selbst bei Signalisierung eines Gewinns gedämpft.

Laut der Wersener Spielhallen-Mitarbeiterin Carina Garuba legt Merkur großen Wert auf Jugend- und Spielerschutz. Sie berichtet ebenso wie Aliyna Salim, dass sie wie alle Mitarbeiter vom Unternehmen in Jugendschutzbestimmungen, Erster Hilfe, Brandschutz und im Erkennen von problematischem Spielverhalten geschult wurden. Und: Jedes Gerät beschert dem Benutzer nach einer Stunde fünf Minuten Zwangspause, damit dieser überlegen kann, ob er das Glücksspiel fortsetzen will.

Gibt es Hinweise auf Spielsucht, sind die Mitarbeiter gehalten, den Besucher darauf anzusprechen, ihm Flyer und Kontaktdaten zu Beratungsstellen anzubieten und ihm im Extremfall auch Hausverbot zu erteilen. Zutritt ist selbstverständlich erst ab 18 Jahren, beim Einlass muss der Ausweis vorgelegt werden.

Die Rats- und Verwaltungsvertreter zeigten sich angenehm überrascht von der Atmosphäre der Spielhalle, die in der Tat nichts von einer „Spielhölle“ habe. Helga Strübbe stellte fest: „Der Standort ist ideal.“ Da die Gemeinde die Ansiedlung eines solchen Betriebs rechtlich nicht grundsätzlich verhindern könne, habe Merkur hier einen guten Platz mitten im Gewerbegebiet Heuers Moor zwischen gut frequentierten Fachmärkten und weit entfernt von Schulen und Jugendeinrichtungen gefunden: „Hier stört es niemanden.“

Die Spielhalle, in der derzeit vier, demnächst fünf Kräfte im Schichtdienst arbeiten, ist von montags bis samstags von 6 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts und sonntags von 11 bis 1 Uhr geöffnet.

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