Grenzgänger-Fahrt zwischen Lotte und Hasbergen
Erstes gemeinsames Schnat-Radeln

Hasbergen/Lotte -

eine Premiere gab es an der Landesgrenze zwischen Hasbergen und Lotte: eine Schnat-Radeltour. Die Kontaktaufnahme diente gleichsam als Vorbereitung für den noch ausstehenden Schnatgang.

Freitag, 05.07.2019, 20:00 Uhr
Bei sommerlicher Abendstimmung nach dem Schnat-Radeln kamen sich vor der Feuerwache Vertreter von Hasberger und Lotter Verwaltung und Kommunalpolitik näher.
Bei sommerlicher Abendstimmung nach dem Schnat-Radeln kamen sich vor der Feuerwache Vertreter von Hasberger und Lotter Verwaltung und Kommunalpolitik näher. Foto: Ursula Holtgrewe

Mit fröhlichem Klingeln begrüßten die Hasberger auf rund 70 Fahrrädern vor der Schutzhütte am Goldbach eine Lotter Delegation von Verwaltung und Kommunalpolitik. Sie waren die kurze Strecke vom Lotter Hof Ebbeler aus zur Straße An der Feldriede entlang des Goldbachs geradelt.

Geringfügig später gab es dort ein herzliches Wiedersehen zwischen den Bürgermeistern Holger Elixmann aus Hasbergen und seinem Amtskollegen Rainer Lam­mers aus Lotte.

„Wir haben immer mal wieder darüber gesprochen, dass wir uns zum Schnatgang treffen sollten. Als sich unsere Radtour abzeichnete, habe ich Rainer Lammers angerufen und zur Schnat-Fahrt eingeladen – sozusagen als Vorbereitung zum Schnatgang, den diesmal die Lotter organisieren“, beschrieb Elixmann den Hintergrund des Treffens. „Ja, wir sind dran und machen das auch. Das Problem ist, einen Termin zu finden, der allen passt“, sagte Lammers umgehend zu, dass die Wanderung der Ratsmitglieder entlang der gemeinsamen Gemeindegrenze erneut stattfinden werde.

Lottes allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, Petra Tepe, traf Bekannte. „Wenn man mehr als 30 Jahre in Kommunen des Osnabrücker Landes tätig war, kennt man so manche“, erklärte die Hollagerin gut gelaunt.

Im Tross radelte auch Katja Mittelberg, erste stellvertretende Bürgermeisterin in Hasbergen. „Wir sind vom Rathaus aus gestartet“, berichtete sie zur rund 14 Kilometer langen Strecke der Tour rund um Hasbergen, die teils einen gleichen Verlauf wie die Hufeisenroute aufzeige. Ab und an führe die Hasberger Tour, ausgeschildert mit gelbem H und einem Rad, auch durch NRW, zum Beispiel durch den Ortsteil Osterberg.

Die eigentliche Eröffnung der Hufeisenroute liegt einige Wochen zurück. Auf etwa 105 Kilometern gibt es Geschichten und Geschichte auch in Teilstücken zu erfahren in Bissendorf, Wallenhorst, Belm, Bissendorf, Georgsmarienhütte, Hagen und Hasbergen.

Beim Schnat-Radeln trug auch Verwaltungsmitarbeiterin und Tour-Mitorganisatorin Mareike Mons eine Warnweste und stoppte den Verkehr, wenn die Gruppe Straßen überquerte. Dass die Strecke weitgehend abseits von Hauptverkehrsstraßen verlief, war für sie selbstverständlich.

Bei stimmungsvollem Sonnenuntergang stellten die Radfahrer ihre Stahlrösser vor der Feuerwache ab. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Hasbergen versorgten die Radler mit Flüssigkeit – ganz ohne Schlauch. Herzhafter Grillgeruch vom lokalen DRK verlockte die Radfahrgemeinschaft, einen Imbiss einzunehmen.

Holger Elixmann stieg schwungvoll auf eine Sitzbank. Er dankte „seinen“ Hasbergern für die großartige Beteiligung, die Verbundenheit mit der Gemeinde bekunde. Außerdem beschrieb Hasbergens erster Bürger zwei glimpflich verlaufene Stürze und lobte die gute Organisation sowie die Unterstützung von Feuerwehr und DRK.

„Wir müssen die interkommunale Partnerschaft mit Lotte noch mehr pflegen“, betonte Elixmann. Lammers pflichtete bei – und warb für die Radstrecken in seiner Gemeinde: „Die Hufeisenroute ist jedenfalls interessant und erfahrenswert. Man kann sich von dort und der Tour um Hasbergen aber auch ganz leicht in eine der Strecken der ,Lotter 8‘ einklinken und unsere schöne Gemeinde kennenlernen.

Thema waren auch die zu erwartenden zweijährigen Bauarbeiten in der Rheiner Landstraße und damit verbundene Beeinträchtigungen in Hasbergen. Denkbar sei, dass auch Lotter Bürger versuchten, der schnelleren Erreichbarkeit der Osnabrücker City wegen durch Hasbergen zu fahren. „Der Weg nach Osnabrück von der Rheiner Landstraße aus ist in der Weststadt meines Erachtens sehr sinnvoll geregelt“, meint Elixmann zur teilweisen Einbahnstraßenregelung. Es bleibe abzuwarten, inwieweit die Auspendler beispielsweise nach Lotte durch Hasbergen fahren werden. Engpässe könne es dann geben, wenn Hasbergens Neue Mitte an der Tecklenburger Straße im Bau sei, vermutete Holger Elixmann.

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