Lotter Büchereileiterin empfiehlt Neues für Jung und Alt
Lesetipps für die Ferien

Lotte -

Freitag gibt es Zeugnisse: Dann beginnen auch für die Schüler in NRW und ihre Eltern die schönsten Wochen des Jahres. Ferien! Endlich Zeit! Zeit, auch mal zum Buch zu greifen, findet Beate Diesel, Leiterin der Lotter Gemeindebücherei mit den drei Standorten Büren, Wersen und Alt-Lotte.

Donnerstag, 11.07.2019, 18:00 Uhr
Ferienzeit – Lesezeit: Beater Diesel hat Lektüretipps für jede Altersgruppe.
Ferienzeit – Lesezeit: Beater Diesel hat Lektüretipps für jede Altersgruppe. Foto: Angelika Hitzke

In der Bücherei in Büren war am Dienstag Hochbetrieb. Trotzdem verriet sie ihre persönlichen Tipps für spannende, aber auch entspannenden Sommerlektüre.

Zu den ersten Besuchern am Berliner Platz gleich nach Öffnung der Bürener Bücherei gehörten Luan und Timm. Die beiden Neunjährigen stehen auf Computerspiele wie „Fortnite“ und „Minecraft“; ihnen haben es die dazu in Buchform erschienen Geschichten wie zu Beispiel „Das Dorf“ und „Der Fremde“ angetan. Und Timm interessiert sich offensichtlich auch für das Guinness-Buch der Rekorde, den er hat sich „Guinness World Records 2008“ herausgesucht.

Claudia Ginster bevorzugt als erwachsene Leserin nach eigener Aussage Krimis, Psychothriller und historische Romane. Sebastian Fitzek ist einer der Autoren, den da auch Beate Diesel empfiehlt. „Richtig gut“ und dauernd verliehen seien auch die drei Exemplare von Nele Neuhaus’ neuestem Krimi „Muttertag“. Auch „Sündengräber“ von Kristina Olsson kann sie empfehlen.Spannende „Pageturner“

Richtig spannend und „echte Pageturner“ seien die Krimireihen des Österreichers Andreas Gruber („Todesfrist“, „Todesurteil“, „Todesmärchen“; „Rachesommer“, „Racheherbst“. „Rachewinter“) und des schwedischen Autors Stefan Ahnhem („Minus 18°“, „Herzsammler“, Motiv X“). Klaus-Peter Wolfs Ostfriesenkrimis böten sich für die Ferien ebenso an wie der neueste Band seiner Dr.-Sommerfeld-Reihe, „Totentanz am Strand“.

Wer es entspannter mag, ist laut Diesel mit „Mittagsstunde“ von Dörthe Hansen oder „Eine Familie in Deutschland“ von Peter Prange gut beraten. Hansen erzählt, wie sich das Leben im Dorf von den 60er-Jahren bis heute verändert hat, Prange eine Familiensaga rund um das VW-Werk von den 30er-Jahren bis heute.

Als Neuerscheinung unter den historischen Romanen rage „Triumph und Fall“ von Jeffrey Archer hervor, das im 19. Jahrhundert in London spielt. Bereits sehnsüchtig erwartet werde der sechste Band von Lucinda Rileys Schwesternsaga. Stark nachgefragt würden aber auch Biografien wie die des Unternehmers und Drogeriemarkt-Gründers Dirk Roßmann oder von Michelle Obama.

Jugendliche lesen nach Beate Diesels Erfahrung gerne Fantasy-Romane. Da gebe es einen neuen von Cornelia Funke, „Das Labyrinth des Fauns“.

Grundschulkinder wie Lucie leihen sich gerne die Bücher aus der Reihe „Beast Quest“ aus. In dem Band „Sting – Wächter der Festung“, den sie gerade zurückgebracht hat, „geht es um einen Jungen, der hatte viele Pfeile in sich“, erzählte sie: „Dann kamen ein anderer Junge und ein Mädchen, die haben die Pfeile rausgezogen. Als alle Pfeile draußen waren, hat sich der erste Junge in eine Skorpion verwandelt und ist furchtbar wütend geworden und wollte sie töten.“ Aber zu Glück seien alle gerettet worden.Bücher für Erstleser

Bei den jüngsten Büchereikunden ist die Reihe Bibi & Tina mit Titeln wie „Die große Pony-Party“ beliebt: „Es kommen immer mehr Bücher für Erstleser heraus“, berichtete die Bibliothekarin. Dauerbrenner seien auch nach wie vor „Die drei ???“ Für Erstleser wie zum Vorlesen eigne sich etwa „Mama Muh fährt Boot“. Für die Altersgruppe acht bis 14 Jahre nannte Beate Diesel den aktuellen Band Von „Gregs Tagebuch“, für Jugendliche ab 14 Jahre Florian Buschendorfs „Ich werde You-Tube-Star“ oder Rachel Harris’ Roman „Und ich hab dich doch vermisst“, in dem es um eine „danebengegangene“ Liebesbeziehung gehe, die die jetzt 18-jährigen Protagonisten drei Jahre zuvor als Schüler hatten.

Neuer Lesestoff für Erwachsene, die Teil eins der „Oxen“-Trilogie von Jens Henrik Jensen kennen, sei der jetzt erschienene zweite Teil „Der dunkle Mann“. Eine Familiengeschichte, die mal nicht über mehrere Bände angelegt ist, sondern für sich allein von 1920 bis heute spielt, sei Micaela Jarys Roman „Der Gutshof im Alten Land“. 1000-Seiten-Romane wie die von Ken Follett schreckten heute viele Leser ab, so die Lotter Büchereileiterin: „Der Trend geht nicht mehr zu so ganz dicken Wälzern.“ Aber auch der E-Book-Trend flaue schon wieder ab. „Ich nehmen den E-Book-Reader nur für den Urlaub. Sonst hole ich mir lieber richtige Bücher“, verriet Leserin Christine Reitemeier. Auch sie gehört nach eigenem Bekunden zu den Krimi-Fans.

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