Steigende Schülerzahlen bei der Lotter OGS auch in den Ferien
Begehrte Betreuung

Lotte -

Fröhlich kreischen und planschen junge Badenixen im Mobilpool. Der steht im Garten der Bürener Regenbogenschule. In den Ferien? Die Betreuung der Offenen Ganztagsschule für alle angemeldeten Lotter Kinder hat diesmal in Büren geöffnet.

Montag, 29.07.2019, 17:18 Uhr
Badenixen beim Planschvergnügen der Lotter OGS-Ferienbetreuung im Bürener Schulgarten: Eva (von links), Livia, Kira, Laura und Felina.
Badenixen beim Planschvergnügen der Lotter OGS-Ferienbetreuung im Bürener Schulgarten: Eva (von links), Livia, Kira, Laura und Felina. Foto: Ursula Holtgrewe

„Vitaminpause?“ ruft Gisela Schrade über den Hof. Es sind weit über 30 Grand im Schatten. In den haben sich die Kinder geflüchtet, teils noch das Badehandtuch umgelegt, und spielen oder plaudern. Nun stehen sie geduldig an für Gurkensalat und Apfelmus.

„Diesmal ist das Thema Mittelalter“, berichtet Gisela Schrade über die Absprache der OGS-Leiterinnen Martina Blömker (Alt-Lotte), Brigitte Marquardt (Wersen) und Olga Kreuzer (Büren). Dazu gebe es Aktionen – Überraschungen inklusive. Knapp 70 Kinder sind in diesen ersten drei Ferienwochen angemeldet worden. „Aus jeder Einrichtung ist eine Kraft hier, damit die OGS-Ferienbesucher auch jemand Bekanntes vor Ort haben“, erklärt Gisela Schrade.

Sind ganz besondere Angebote vorgesehen, wie das Planschen im aufblasbaren Pool, dann bekommen die Kinder Informationen an die Eltern mit, sodass sie am nächsten Tag die notwendigen Utensilien dabeihaben.

Begonnen hat die Schülerbetreuung in Lotte im Jahr 1997 als Angebot „Schule von acht bis eins“. Damit wurde die Kommune geänderten Familiensituationen gerecht, weil immer mehr überwiegend Mütter in den Beruf zurückkehrten.

„Zum Schuljahr 2003/2004 richtete das Schulministerium Nordrhein-Westfalen die OGS als außerschulisches Angebot für Grundschulen und Förderschulen mit Primarbereich ein“, blickt Lottes Hauptamtsleiterin Petra Tepe zurück. Seit dem Schuljahr 2004/2005 gebe es dieses Betreuungsangebot in der Zeit von 11.15 bis 16.30 Uhr, freitags eventuell kürzer, an allen drei Lotter Grundschulen. Aktuell überlege die NRW-Regierung, Familien einen Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz einzuräumen, sagt Petra Tepe.

Ziele des Angebots seien unter anderem mehr Zeit für Bildung und Erziehung, individuelle Förderung, Spiel- und Freizeitgestaltung sowie die bessere Vereinbarung von Familie und Beruf. Zudem sei es nach wie vor möglich, das Angebot „Schule von acht bis eins“ anzunehmen, betont die Hauptamtsleiterin. Der Offene Ganztag finanziere sich aus Mitteln von Land, Schulträger und Elternbeiträgen.

Bereits kurz vor den Ferien waren die jeweiligen OGS-Mitarbeiter in ihren Räumlichkeiten mit dem Schulstart ins Jahr 2019/2020 beschäftigt. „Wir bereiten die Garderoben und Tornisterfächer vor. Auch schauen wir, welches Bastelmaterial ergänzt werden sollte“, berichtete Brigitte Marquardt, OGS-Leiterin in Wersen, vorm Ferienstart. Wie immer werden die Erstklässler in der ersten Zeit von Mitarbeitern zur OGS abgeholt, damit sie sich orientieren können.

Ein pädagogisches Konzept gilt in jeder Lotter Offenen Ganztagsschule. Die Gemeinde Lotte führt die drei OGS in Eigenregie. Auch gibt es Kooperationsverträge mit den Schulfördervereinen und der Medienkooperative Steinfurt als regionalem Träger der Jugendhilfe.

„Wir arbeiten ausschließlich mit teilzeitbeschäftigten Mitarbeitern. Neben den Lehrkräften der Schulen arbeiten in der Offenen Ganztagsschule pädagogisch qualifiziertes Personal und pädagogische Fachkräfte der OGS, die von FSJlern, Praktikanten, Übungsleitern und anderen unterstützt werden“, erklärt Petra Tepe.

Vor allem in den zurückliegenden zwei Jahren sind die Anmeldezahlen für OGS und „Schule von acht bis eins“ gestiegen und im Vergleich zu anderen Kommunen sehr hoch. Anmeldestichtag ist der 15. März des jeweiligen Jahres. Dennoch wurden bislang auch spätere Anmeldungen berücksichtigt.

„Damit ist Lotte etwas Besonderes, denn es gibt ein großes Entgegenkommen seitens der Verwaltung. Das möchten wir weiterhin ermöglichen“, betont Petra Tepe. Aber: Hinsichtlich der immer schwieriger werdenden Lage auf dem Fachkräftemarkt werde es künftig unumgänglich sein, dass Familien den Bedarf rechtzeitig anmelden. Nur dann könne die Verwaltung organisatorisch und personell rechtzeitig reagieren. „Das ermöglicht es uns, auf die Bedürfnisse der Kinder individuell besser einzugehen“, hebt Petra Tepe hervor.

Aktuell stößt die OGS in Büren räumlich an ihre Kapazitätsgrenzen. In Abstimmung mit OGS, Schulleitung und Gemeinde gibt es Überlegungen, diese Situation zu entzerren. „Denkbar ist, dass der Musikraum nachmittags von der OGS mitgenutzt werden kann. Der jetzt noch vorhandene „Tobe-Raum“ soll funktional verändert werden, sodass dieser von mehr Kindern als bisher genutzt werden kann“, beschreibt Petra Tepe vorgesehene Veränderungen.

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