Picknickkonzert an Mühle Bohle
Schöne Melodien mit gutem Essen

Lotte-Wersen -

Die beliebtesten Melodien aus den schönsten Operetten umrahmten nun wieder das beliebte Picknickkonzert an der Mühle Bohle. Mehr Menschen als je zuvor wollten das einzigartige Erlebnis an Wersens Kleinod in diesem Jahr erleben.

Sonntag, 18.08.2019, 16:58 Uhr aktualisiert: 18.08.2019, 17:00 Uhr
Helen Katja sowie Bryan Rothfus und Jeanette Oswald (von links) gaben zusammen mit dem Salon-Orchester Meiniger Mèlange beim Picknickkonzert an der Mühle Bohle beliebte Operettenmelodien zum Besten.
Helen Katja sowie Bryan Rothfus und Jeanette Oswald (von links) gaben zusammen mit dem Salon-Orchester Meiniger Mèlange beim Picknickkonzert an der Mühle Bohle beliebte Operettenmelodien zum Besten. Foto: Ullrich Schellhaas

420 Karten hat der Mühlenverein in diesem Jahr an die Gäste gebracht. Der gute Ruf eilt dem Ereignis offensichtlich voraus. Dabei waren es in diesem Jahr erstmals die dräuenden dunklen Wolken, die den Veranstaltern Sorgenfalten auf die Stirn trieben: Kurzfristig hatten sie noch einige Sonnensegel aufgespannt, um für die Besucher das Schlimmste zu verhindern. „Und am Vortag haben wir noch kurzfristig eine Bühne aufgebaut, damit wenigstens die Künstler im Trocknen auftreten können“, sagte Werner Schmetker, Vorsitzender des Mühlenvereins.

Trotzdem war es feinster Osnabrücker Landregen, der in der letzten Stunde vor dem Konzert niederging und manchen Helfer trübsinnig werden ließ. „Da macht man und arbeitet man wochenlang, und dann sowas“, sagte etwa Bianca Kunze. Dabei hatte Petrus alsbald nach Beginn des Konzertabends unter dem Motto „Wien, Du Stadt meiner Träume“ ein Einsehen und stoppte den Regen bis zur Zugabe. Vielleicht mag der himmlische Wettermacher ja ebenfalls Operetten.

Denn verdient hatten es die formidablen Künstler Jeanette Oswald und Helen Katja sowie ihr Bruder Bryan Rothfuss allemal. Mit wunderbaren Stimmen und vor allem bei Bryan Rothfuss und Jeanette Oswald auch viel beruflicher Erfahrung - das Ehepaar gehört zu den Solisten der Dresdener Staatsoperette - verzauberten sie die trocknenden Besucher. Nicht nur Operettenmelodien hatten sie im Gepäck, auch klassische Lieder, Opernarien oder Filmmusiken zeigten stets das Können der drei Sänger.

Auch Helen Katja Rothfuss konnte mit ihrem starken lyrischen Sopran in dem der leichten Muse zugeordneten Genre überzeugen. Vielleicht wünscht sich aber einer der Gäste für das kommende Jahr, so das Konzert dann wieder stattfinden sollte, was noch nicht entschieden ist, von ihr auch eine Arie einer Senta oder einer Chio-Chio-San. Passen würde das zu ihrer schönen Stimme auf jeden Fall. Und sie würde damit eine an der Mühle Bohle noch unbekannte Seite von sich zeigen können.

Formidabel agierte ebenfalls die Meininger Mélange. Das sechsköpfige Salon-Orchester bewies bei einmaligen Arrangements, dass auch ein Sextett eine tolle Klangkulisse erzeugen kann. „An der schönen blauen Donau“, die „Tritsch-trastsch-Polka“ oder den „Radetzky-Marsch“ hatten wohl die wenigsten Zuhörer in einer solchen Besetzung jemals gehört, werden sie aber sicherlich in guter Erinnerung behalten.

Ob der Abend allerdings für Marion Niebel und Johanna Wartemeyer in guter Erinnerung bleibt, wird die Zeit zeigen. Die Leiterinnen des Stadtmarketings Steinfurt und der Wirtschaftsförderung Lotte hatten die Aufgabe, den am schönsten dekorierten Tisch der Besucher zu prämieren. „Wir können uns nicht entscheiden“, erklärten sie aber bei der Preisverleihung, „und deshalb haben wir drei Tische prämiert.“ Für die zweit- und drittplatzierten steuerten sie kurzerhand selbst die Preise bei.

„Das muss ein Stück vom Himmel sein: Wien und der Wein“ sangen die Künstler in einem ihrer Lieder. Für die Besucher bestand der Himmel an diesem Abend wohl eher aus Picknick und Melodien. Standhaft forderte das Publikum eine um die andere Zugabe. „Aber da wir Euch kennen, sind wir in diesem Jahr darauf vorbereitet“, lachte Bryan Rothfuss in einer seiner letzten Moderationen.

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