16. Lotter Musiknacht
Rock‘n‘ Roll gegen Regen

Lotte -

Um 20 Uhr sollte es losgehen, und nur wenige Minuten zuvor hat der Regen den Veranstaltern um Armin Lienemann und Armin Sünnewie den Start der 16. Lotter Musiknacht fast verhagelt. Nur ein paar Handvoll Gäste hatten dann erlebt, wie Hermann Otte und Thomas Blömker als „hotte&bassmass“ zum dritten Mal in der Geschichte der Musiknacht die Besucher mit wenigen Takten in Stimmung brachten.

Montag, 19.08.2019, 16:44 Uhr aktualisiert: 20.08.2019, 15:38 Uhr
Je später der Abend … , desto voller wurde die Tanzfläche.
Je später der Abend … , desto voller wurde die Tanzfläche. Foto: Andreas Wenk

Das Wetter zeigte sich zwar wenig kalifornisch, dafür hatte das Duo jede Menge bekannte Musik zum Mitsingen und California Surfing Sound mitgebracht. Als erstes zog es Natalie Beck gegen 20.15 Uhr auf die Tanzfläche zwischen Bühnenzelt, Bierbänken und Truckauflieger. Rund eine Stunde später war das Eis gebrochen, der Regen hatte aufgehört und zahlreiche Paare wie auch Einzelpersonen bewegten sich rhythmisch zu Hits von Grönemeyer, Simon and Garfunkel, Creedence Clearwater Revival oder Scott McKenzie und anderen.

An den verschiedenen Theken standen die Lotteraner in kleinen Gruppen zusammen oder setzten sich an Biertische. Genau darauf hatte die Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe hingearbeitet. „Etwas für den Ort machen, sich treffen, gemeinsam ein Bier trinken und sich unterhalten“, gab Armin Lienemann als Ziel der Neuauflage der Musiknacht nach 2015 aus. Mehrfach betonte Lienemann, wie dankbar er Sparkasse und VR-Bank ist, die als Haupt-Sponsoren auftraten. Denn, so Lieneman weiter, Geld sei damit nicht zu verdienen, selbst bei optimalen Witterungsverhältnissen.

Und davon war man am Samstagabend weit entfernt. Trotzdem rechnet die Interessengemeinschaft damit, einigermaßen mit einem blauen Auge davongekommen zu sein. Über den Abend verteilt seien es mehrere hundert Besucher gewesen und selbst als die Musik gegen 1 Uhr abgedreht werden musste, hielten noch einige Gäste weiter aus, bis zwei Uhr. Dann, so berichtete Armin Lienemann später, habe auch der Regen wieder eingesetzt.

Auffallend im bunten Treiben auf dem Lys-Lez-Lannoy-Platz: eine liebevoll kostümierte Damengruppe rund um Sabine Horstmann, Martina Sünnewie und Klara Haarhues. Sie waren dem Aufruf folgend in Petticoats gekleidet erschienen und ließen diese tanzend über den Platz wehen. Eine Augenweide, doch neben dem Tanzen, Sehen und Gesehen werden ging es vielen Besuchern auch einfach nur um Gespräche, nicht nur im engsten Freundeskreis.

Regina Weinitschke gefiel die Atmosphäre so gut, dass sie sich zu einer Liebeserklärung für ihren Heimatort hinreißen ließ. Schon früh habe sie als Jugendliche Lotte verlassen und sei nach vielen Jahren und Stationen von Hessen aus wieder zurückgekehrt. Ein wenig habe es gedauert, aber dann wusste sie, „hier gehöre ich hin.“ Hier habe sie alles, was sie brauche. Schließlich lebe man in einer „tollen Region.“ Über die Jahre habe sich bei ihr ein starkes „Heimatgefühl“ herausgebildet. Dazu gehöre auch der selbstverständliche Umgang mit Freunden und Nachbarn, sagt sie als eine Freundin auf sie zukommt, sie in den Arm nimmt und dann mit ihr in der Menge verschwindet.

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