Bürgerstiftung Lotte erinnert an Kriegsbeginn vor 80 Jahren
September wird ein Friedensmonat

Lotte -

Am 1. September 1939 überfiel die Deutsche Wehrmacht Polen. Drei Tage später erklärten Frankreich und England Deutschland den Krieg. 80 Jahre später erklärt die Bürgerstiftung Lotte den September zum Friedensmonat - mit zahlreichen Veranstaltungen.

Mittwoch, 21.08.2019, 17:30 Uhr aktualisiert: 21.08.2019, 17:50 Uhr
Ulrich Harhues und Dieter-Joachim Srock (rechts) vom Vorstand der Bürgerstiftung Lotte präsentieren ein Plakat zum literarisch-musikalischen Abend, der in diesem JahrTeil der Veranstaltungsreihe „Friedensmonat“ ist.
Ulrich Harhues und Dieter-Joachim Srock (rechts) vom Vorstand der Bürgerstiftung Lotte präsentieren ein Plakat zum literarisch-musikalischen Abend, der in diesem JahrTeil der Veranstaltungsreihe „Friedensmonat“ ist. Foto: Friedrich Schönhoff

Mit der Veranstaltungsreihe möchte die Bürgerstiftung auf Gefahren für den Frieden hinweisen. Gleichzeitig aber sollen die Veranstaltungen nach Auffassung von Ulrich Harhues und Dieter-Joachim Srock vom Vorstand der Bürgerstiftung die Menschen für dieses Thema sensibilisieren. Besonders habe sie gefreut, dass die Bürgerstiftung so viel Unterstützung bei der Vorbereitung der Veranstaltungen erhielt.

So beteiligen sich Schüler des Krüger Internats mit einer Wandzeitung, die derzeit in einem Projekt unter Mitarbeit des Lotter Heimatkundlers Wolfgang Johanniemann nach Dokumenten aus der Zeit im September 1939 forschen. Auch die Grundschule in Lotte wird sich mit einem Beitrag zum Thema „Frieden“ beteiligen, wie auch der Lotter Kunstkreis, der ein Friedensbild gestaltet.

Die Veranstaltungsreihe beginnt am 3. September um 19 Uhr im Gemeindehaus „Arche“ der evangelischen Kirche in Alt-Lotte. Dort werden die Wandzeitung und das Friedensbild den Lotter Bürgern erstmals vorgestellt und danach auch alle weiteren Veranstaltungen begleiten.

Anschließend blickt der Geschichtspädagoge Matthias Pfordt auf die Schrecken des Krieges zurück. Der Titel seines Vortrags: „Niemand starb als Held.“

Fortgesetzt wird die Reihe des Lotter Friedensmonats bereits tags darauf, am 4. September um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses in Wersen. Zeitzeugen erzählen dann von den Ereignissen des Septembers 1939.

„Die Begegnung mit diesen Menschen hat mich im Vorbereitungsgespräch besonders beeindruckt,“ erzählte Ulrich Harhues und berichtete ohne zu viel vorweg nehmen zu wollen von einem jungen Radiotechniker, der das gleichgeschaltete heimische Radiogerät überlistete, und so vom Ausbruch des Zweiten Weltkriegs erfuhr, noch bevor dieser offiziell verkündet wurde.

Am 13. September um 20 Uhr stellen sich unter anderem der stellvertretende Vorsitzende der Osnabrücker Friedensgespräche, Roland Czada, die Vorsitzende der Europa-Union im Kreis Steinfurt, Angelika Kordfelder, und der ehemalige Bundestagsabgeordnete und Sicherheitspolitiker der Grünen, Winfried Nachtwei aus Münster, in einer Podiumsdiskussion die Frage, ob künftig Europa, die USA oder ein ganz neues Bündnis der Friedensgarant sein wird.

Die Abende werden jeweils mit einem kleinen Imbiss enden und damit auch Möglichkeit zur persönlichen Begegnung schaffen.

Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet der schon seit Jahren stattfindende Literarisch-musikalische Abend in der Arche in Alt-Lotte. Vorlesen, erzählen und musizieren werden Beate Diesel (Literatur), Inge Loske (Plattdeutsches), Detlev Salomo (Es gibt keine Kriege mehr) sowie Christian Pfordt und Familie (Musik) am 20. September ab 19 Uhr in der Arche. Nur für für diese Veranstaltung ist eine Voranmeldung bei Dieter-Joachim Srock notwendig unter ✆ 05404/71477 oder Email: srock@t-online.de.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Spenden werden gern entgegengenommen.

Sie sollen nach Willen der Bürgerstiftung für das im kommenden Jahr geplante Friedenscamp verwendet werden, das der Deutsch-Französische Förderverein Lotte zusammen mit dem Gemeindejugendring und Gästen aus Frankreich und Litauen in Lotte veranstalten wird.

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