SWTE Netz richtet Übergabepunkt in Büren ein
Netzentflechtung fürs Tecklenburger Land

Lotte/Tecklenburger Land -

Die SWTE Netz GmbH & Co. KG, eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Tecklenburger Land (SWTE), treibt die Übernahme des Erdgasnetzes in der Region voran. Dafür wurde nun am Wiesenweg in Büren eine Gasmessanlage errichtet.

Montag, 09.09.2019, 17:02 Uhr aktualisiert: 10.09.2019, 15:20 Uhr
Schweres Gerät war nötig, um die tonnenschweren Einzelteile der Gasmessanlage in die Baugrube zu wuchten.Der digitale Zähler ist das Herzstück der Anlage am Bürener Wiesenweg.
Schweres Gerät war nötig, um die tonnenschweren Einzelteile der Gasmessanlage in die Baugrube zu wuchten.Der digitale Zähler ist das Herzstück der Anlage am Bürener Wiesenweg. Foto: SWTE Netz

Sie markiert in Zukunft den Übergabepunkt vom Gas-Hochdrucknetz ins Verteilnetz der SWTE Netz, heißt es erklärend in einer Pressemitteilung. Ein Zähler in dem kleinen Bauwerk misst, wie viel Gas aus Richtung Osnabrück ins SWTE Netz im Tecklenburger Land strömt. „Mit dem Bau der Gasmessanlage verwirklichen wir die Netzentflechtung“, sagt Tobias Koch , Geschäftsführer der SWTE Netz. Mit dem Bau nable sich das SWTE Netzgebiet vom bisherigen Netzbetreiber in Büren und Wersen, der SWO Netz GmbH, ab.

Zum 1. Januar 2020 übernimmt die Netz-Gesellschaft der SWTE den Betrieb des Verteil-Erdgasnetzes in Hörstel, Hopsten, Ibbenbüren, Lotte, Mettingen, Recke und Westerkappeln. An der Umsetzung des Bauprojektes in Büren sind gleich drei Netzgesellschaften beteiligt. So hat die SWTE Netz als zukünftiger Netzbetreiber die Westnetz GmbH als Dienstleister mit dem Bau der Gasmessanlage beauftragt. Die SWO Netz ist noch bis Jahresende zuständiger Netzbetreiber in dem betroffenen Gebiet und nimmt wenige Meter von der Messanlage entfernt weitere Anpassungsarbeiten im Zuge der Netzentflechtung vor.

Um das garagenartige Gebäude am Wiesenweg aufzustellen, waren schwere Gerätschaften im Einsatz. Zum Abladen der Fertigbauteile war ein imposanter Mobilkran angerückt. Rund 6,4 Tonnen bringt das Fundament der Gasmessanlage auf die Waage. Per Kranwagen wurde das Betonbauwerk in die vorbereitete Baugrube befördert und an Ort und Stelle ausgerichtet. Die nötigen Anschlüsse für die Gasleitung sind im Fundament ausgespart. Nach dem Aufstellen des Fundamentes dauerte es nur einen kurzen Moment, bis auch das oberirdische Bauteil der Anlage an Ort und Stelle stand.

Auch im Inneren der Messanlage sind sämtliche Bauteile bereits vorinstalliert. Ein Geflecht aus gelben Stahlrohren zieht sich durch die Anlage. Hinzu kommen sogenannte Mengenumwerter, die das komprimierte Gas messbar machen.

Der digitale Zähler ist das Herzstück der Anlage am Bürener Wiesenweg.

Der digitale Zähler ist das Herzstück der Anlage am Bürener Wiesenweg. Foto: SWTE Netz

Herzstück der Anlage aber ist ein digitaler Zähler der die durchströmenden Gasmengen misst. Bislang wurde die Gasmenge in dem Bereich allein über die Zähler in den nachgelagerten Haushalten ermittelt. „Mit der Messanlage können wir über einen einzigen Messpunkt die bezogenen Gasmengen trennscharf ermitteln“, sagt Tobias Koch. Davon unberührt bleibt die Messung der Verbräuche in den einzelnen Haushalten.

In den nächsten Tagen werde die Messanlage an das Gasnetz angeschlossen. Dazu müsse die Gasversorgung an der Stelle unterbrochen werden, sei aber durch eine Übergangsversorgung weiter gewährleistet. Nach erfolgter eichamtlicher Prüfung könne die Messanlage schließlich ihren Betrieb aufnehmen.

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