Weitere Fördermittel für „Sieben auf einen Streich“
Modellprojekt des Landes geht in die nächste Runde

Westerkappeln/Lotte/Mettingen/Kreis Steinfurt -

Das landesweite Modellprojekt „Sieben auf einen Streich“ mit den sieben Pilotkommunen Westerkappeln, Lotte, Ibbenbüren, Mettingen, Metelen, Neuenkirchen und Wettringen geht in die nächste Runde. Mit der Zusage der KfW-Bank für weitere Fördermittel in Höhe von 470 000 Euro fließen weitere Mittel in den Kreis, um die energetische Nachhaltigkeit in Wohngebieten voran zu treiben.

Donnerstag, 03.10.2019, 18:00 Uhr
Die Profiteure, Organisatoren, Sponsoren und Experten freuen sich über Mittelzusage der KfW Bank zur finanziellen Förderung des Sanierungsmanagements in sieben Pilotkommunen des Kreises Steinfurt und Start eines neuen Quartierskonzepts.
Die Profiteure, Organisatoren, Sponsoren und Experten freuen sich über Mittelzusage der KfW Bank zur finanziellen Förderung des Sanierungsmanagements in sieben Pilotkommunen des Kreises Steinfurt und Start eines neuen Quartierskonzepts. Foto: Matthias Lehmkuhl

Nach der erfolgreichen ersten Konzeptphase fällt nun der Startschuss für eine dreijährige Umsetzungsphase. Überzeugt von den bisherigen Erfolgen des Verbundprojekts schließt sich die Gemeinde Laer an und lässt ein Quartierskonzept erstellen.

Am Dienstag trafen sich die Profiteure, Organisatoren, Sponsoren und Experten in der Steinfurter Energiezentrale des Kreises, um sich über den Geldregen zu freuen, ihre Wohnquartiere vorzustellen und sich kurz untereinander auszutauschen. „Ziel ist es, in den Quartieren die Wohn- und Lebensqualität nicht nur zu erhalten, sondern auch zu verbessern“, erklärte Landrat Dr. Klaus Effing .

Silke Wesselmann , Leiterin des Amtes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, und Sara Dietrich, Projektkoordinatorin Quartiersmanagement, betonten, dass nunmehr ein Gesamtpaket für die beteiligten Kommunen angeboten werden könne. „Der Sanierungsbedarf in unserer Region ist sehr hoch“, sagte Frank Tischner, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

Westerkappeln hat das Wohngebiet „Paradieschen“ als zu sanierendes Areal ausgesucht. „Dort wohnen viele ältere Menschen und es ziehen immer mehr junge Leute dorthin“, beschrieb Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer. Das Quartier „Fangkamp“ sei ähnlich, verglich Mettingens Bürgermeisterin Christina Rählmann. „Wir hoffen, dass viele aus dem Quartier Nieland/Tie-Esch mitmachen“, so Wettringens Bürgermeister Berthold Bültgerds.

Nächste Schritte

 Anfang OktoberVergabe der Ingenieursleistung für das Quartierskonzept Laer (fast abgeschlossen) November/DezemberAuftaktworkshop und Bürgerwerkstatt in Laer + Datenerhebungen, Bestandsanalysen, Berechnungen, Potenziale….  November/DezemberAuftaktveranstaltung in den sieben Pilotkommunen (Sanierer) Februar/März 2020Veranstaltungen in den sieben Pilotkommunen (Sanierer) mit Thermografierundgängen und Vorträgen Frühjahr 2020Praxis-Workshops zum Thema Modernisierungsmaßnahmen in Eigenleistung in den sieben Pilotkommunen (Sanierer)  Frühjahr 2020Aktion Klima-Detektive, Nachbarschaftsfest usw. in Laer

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Sebastian Mecklenburg, Stellvertretender Geschäftsführer Schnittstelle Kohlekonversion der Stadt Ibbenbüren, beschrieb kurz das Quartier „Rund um die Michaelisschule“. Das Neuenkirchener Quartier sei das Gebiet Bahnhofstraße/Prozessionsweg, das von Klimamanager Marvin Dieck begleitet werde, erklärte Bürgermeister Franz Möllering. „Wir haben den Ortskern ausgesucht, weil viele Eigentümer dort nicht gleichzeitig wohnen“, bemerkte Metelens Bürgermeister Norbert Krabbe. „Büren besteht meist aus Doppelhaushälften aus den 50er Jahren“, begründete Klimaschutzmanager Marc-Philipp Nikolay die Wahl des Quartiers der Gemeinde Lotte. „Es befinden sich dort fast nur alte Häuser“, zeigte Klimaschutzmanager Matlik auf, weshalb Laers Quartier „Oll Laor“ genannt wurde.

Heinz-Bernd Buss, Vorstand der Kreissparkasse Steinfurt, erklärte, weshalb das Kreditinstitut als Sponsor auftritt: „Das passt sehr gut zu unserer Ausrichtung Nachhaltigkeit.“

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