AWO-Kita Halen: Gemeinde und Träger reagieren auf Elternbeschwerden
Lösung in Arbeit

Lotte-Halen -

Am Dienstag war Ortstermin im AWO-Kindergarten Halen: Bürgermeister Rainer Lammers, Kita-Leiterin Cornelia Stockmann und Vertreterinnen der AWO unter Federführung von Fachbereichsleiterin Kerstin Kocher vom Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen begutachteten bauliche Mängel innen und außen. Mit von der Partie waren auch Servicebetriebsleiter Hans-Georg Kunkemöller; später kamen noch Elternvertreterinnen hinzu.

Donnerstag, 17.10.2019, 18:26 Uhr aktualisiert: 17.10.2019, 18:28 Uhr
Ortstermin wegen baulicher Mängel in der Awo-Kita Halen (von links): Awo-Fachbereichsleiterin Kerstin Kocher, Kindergarten-Chefin Cornelia Stockmann und Bürgermeister Rainer Lammers machten sich ein Bild von den Schäden.
Ortstermin wegen baulicher Mängel in der Awo-Kita Halen (von links): Awo-Fachbereichsleiterin Kerstin Kocher, Kindergarten-Chefin Cornelia Stockmann und Bürgermeister Rainer Lammers machten sich ein Bild von den Schäden. Foto: Angelika Hitzke

Unerwünscht war dabei die Presse. Und zwar nicht von Seiten der Gemeinde, die Eigentümerin des Gebäudes ist und lediglich um eine etwas spätere Teilnahme gebeten hatte, sondern von der AWO . Deren Fachbereichsleiterin Kerstin Kocher jedenfalls bestand darauf, dass keine Fotos von den Mängeln gemacht werden, und wollte erst am Folgetag Informationen herausgegeben.

In ihrer E-Mail erklärte Kocher dann am Mittwochnachmittag, dass der Ortstermin aufgrund von Elternbeschwerden bezüglich Sanierungsbedarf des Gebäudes und des Außengeländes stattfand, aber schon vor dem Elternbrief mit dem Lotter Bürgermeister vereinbart worden sei. Wie berichtet, hatte auch der in Halen wohnende Vize-Bürgermeister und CDU-Ratsherr Christian Thies in der jüngsten Gemeinderatssitzung darauf hingewiesen, dass bauliche Mängel für Unruhe in der Elternschaft sorgten.

Die AWO-Fachbereichsleiterin berichtete darin weiter, dass die Beschwerdepunkte der Eltern „Seiteneingang, Haupteingang, Spielplatz“ durchgegangen und gemeinsame Lösungsansätze besprochen worden seien. Die gelte es nun zu prüfen und nach Möglichkeit umzusetzen. „Sowohl die Gemeinde als auch die AWO als Träger möchten für Kinder, Eltern und Mitarbeiter eine Umgebung, in der sich alle wohlfühlen“, unterstrich Kocher.

In einer dreieinhalbstündigen Sitzung hätten die Vorsitzende des Elternbeirates, die Leitung der Kindertagesstätte und die Trägervertreterin die Beschwerdepunkte erörtert: „Wünsche und Sorgen der Eltern wurden gehört und ernst genommen“, so Kocher weiter. „Ein wichtiger Punkt, den alle Beteiligten aus der Sitzung mitgenommen haben, ist, sich mehr Zeit für Austausch zu nehmen und an der gemeinsamen Kommunikation zu arbeiten“, betonte sie abschließend. Was jetzt wann konkret passiert, blieb offen.

Fakt ist laut Bürgermeister Rainer Lammers , dass laut der Regelungen im 1995 geschlossenen Pachtvertrag die AWO für die Instandhaltung des Gebäudes und der Außenanlagen verantwortlich ist. Seit einiger Zeit gebe es in dem alten Gebäude, das früher als Grundschule genutzt wurde, „verschiedene Kleinigkeiten“ zu beheben, wie zum Beispiel eine Tür, die nicht in Ordnung sei, oder eine Bobbycar-Strecke, die zurzeit nicht nutzbar sei, weil man sich im Zaun verheddern könnte.

Der Servicebetriebsleiter wies darauf hin, dass einige Bodenplatten im vor sieben Jahren von Träger, Eltern und Sponsoren wie dem Energieversorger RWE und der Bohnenkamp-Stiftung neu gestalteten Außenbereich vom Regen unterspült sind. Die Reparatur habe die Gemeinde beziehungsweise der Servicebetrieb unverzüglich in Auftrag gegeben. Sie werde ausgeführt, sobald die Firma Luft dafür habe.

Schon erledigt ist nach den Worten von Einrichtungsleiterin Cornelia Stockmann auch die sichere Befestigung der Schaukeln. Seit vergangenen Freitagmittag sei die zuvor sicherheitshalber gesperrte Doppelschaukel auf dem Spielplatz wieder frei gegeben,

Laut Lammers ist die Dachentwässerung ein weiteres Problem. Gedanken müssten sich Gemeinde und AWO auch über die Außentreppe an der Nordseite machen: „Das muss ein barrierefreier Zugang sein“, sagte der Bürgermeister unter Hinweis auf die Nutzung des Gebäudes auch als Wahllokal.

Die Gemeinde stehe über die nötigen Nachbesserungen „im Dialog“ mit der AWO und dem Elternbeirat, betonte er. Über mangelndes Entgegenkommen seitens der Kommune kann sich der Träger der Kita also nicht beklagen.

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