Presbyterium wählt neuen Pfarrer
„5:0 für Iven Benck“

Alt-lotte -

Nach dem Wahlgottesdienst am Samstagabend ist die Alt-Lotter evangelische Kirchengemeinde kurz vorm Ziel, die Pfarrstelle neu zu besetzen. Alle fünf wahlberechtigten Presbyter entschieden sich für den einzigen Kandidaten Iven Benck – im nun zweiten Durchgang der Pastorenwahl.

Sonntag, 20.10.2019, 15:14 Uhr aktualisiert: 20.10.2019, 15:16 Uhr
Zufrieden mit der Wahl Iven Bencks als neuen Pfarrer für Alt-Lotte sind Jörg Oberbeckmann (von links), Uwe Mersch, Dominik Hens, Margret Roloff, André Ost, Carola Albrecht, Heinrich Arendröwer und Ulrike Wortmann-Rotthoff.
Zufrieden mit der Wahl Iven Bencks als neuen Pfarrer für Alt-Lotte sind Jörg Oberbeckmann (von links), Uwe Mersch, Dominik Hens, Margret Roloff, André Ost, Carola Albrecht, Heinrich Arendröwer und Ulrike Wortmann-Rotthoff. Foto: Ursula Holtgrewe

Es war schon ein besonderer Abend, als zeitweilig drei Pastoren in einem lebhaften Gottesdienst vorm Altar standen: Superintendent André Ost , sein Vertreter der Synodalassessor Jörg Oberbeckmann und die Scriba (Schriftführerin) Ulrike Wortmann-Rotthoff. Es sei ein wichtiger Tag für die Kirchengemeinde Alt-Lotte, denn die Wiederholung der Wahl sei erforderlich, um eine Makellosigkeit des Verfahrens zu dokumentieren, erklärte Oberbeckmann.

Hintergrund: Im ersten Bewerbungsverfahren hat es einen Verstoß gegen die Geschlechtergerechtigkeit gegeben, weshalb das Landeskirchenamt die Bestätigung der Wahl von Iven Benck , Pfarrer in Wesenberg (Mecklenburg), versagt hatte. Somit begann das gesamte Prozedere von vorn.

„Déjà-vu – schon mal gesehen, kommt mir bekannt vor“, begann Ulrike Wortmann-Rotthoff ihre Predigt. Damit bezog sie sich zugleich auf eigenes Erlebtes vor 30 Jahren. „Meine Wahl zur Pfarrerin in Lengerich geschah auch in einem zweiten Durchgang wegen eines Formfehlers“, blickte die heute in Tecklenburg tätige Pastorin zurück. Einziger Unterschied sei gewesen, dass sie auch bei der Wiederholung einen Mitbewerber hatte. Ergebnis: Das Presbyterium habe sich seinerzeit einstimmig für sie entschieden.

Gleichfalls handelten die Presbyter in Alt-Lotte: Carola Albrecht, Kirchmeister Heinrich Arendröwer, Dominik Hens, Uwe Mersch und Margret Roloff. Presbyterin Iris Pfordt, die den Gottesdienst auf der Orgel begleitete, ging nicht zur Wahlurne. Sie sei befangen, weil Iven Benck ihr Schwager sei, betonte sie. Das siebte Alt-Lotter Presbyteriumsmitglied ist der Pfarrer, dessen Stelle derzeit frei ist.

Die Wahlaufsicht am Samstagabend übernahm Superintendent André Ost. Den geheimen Wahlvorgang betreuten Ulrike Wortmann-Rotthoff und Heinrich Arendröwer. Ost erklärte das Verfahren: Die Wahl ist geheim. Müsse es nach der Auszählung zu einem zweiten Wahldurchgang kommen und sei dieser gleichfalls ergebnislos, werde die Wahl in sechs Wochen wiederholt. Einige Zeit später verkündete der Superintendent hörbar zufrieden: „5:0 für Iven Benck. Nun sind wir unserem Ziel, einer neubesetzten Pfarrstelle, ein ganzes Stück nähergekommen.“ So ein überzeugendes Wahlergebnis sei erfreulich und stärke den Rücken des Presbyteriums, sagte Ost.

Zu den weiteren Formalien gehört nun die Bekanntgabe des Ergebnisses in den nächsten zwei Gottesdiensten in der Alt-Lotter Dorfkirche. Schriftlich begründete Einsprüche sind bis Montag, 4. November, an den Superintendenten zu richten. Gibt es keine Einsprüche, wird Iven Benck zur schriftlichen Annahme der Wahl aufgefordert. Mit der Bestätigung des Westfälischen Landeskirchenamtes ist die Pfarrstellenvakanz auf dem Papier beendet. Nun muss Benck die Freistellung seines Kirchenkreises erhalten. Alle Beteiligten hoffen, dass er Anfang Februar 2020 seinen Dienst aufnehmen wird.

Sollte das Verfahren einspruchslos vonstattengehen, erhält das Alt-Lotter Presbyterium mit einem halben Jahr Verzögerung seinen Wunschkandidaten.

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