Wohnquartier „lotte.plus“
Erschließung startet in Kürze

Lotte -

Der Bebauungsplan für das 11 000-Quadratmeter-Areal zwischen Ringstraße, Torfkuhlenweg und Boyersweg ist längst rechtskräftig. Mit der Aufstellung des Bauschildes gaben am Montag Bürgermeister Rainer Lammers, Klimaschutzmanager Marc-Philipp Nikolay, Margarete Lersch vom Bauamt und Vertreter von Erschließungs- und Bauträger den offiziellen Startschuss für das Projekt „Wohnquartier lotte.plus – Das Mehr an Architektur und Energie“.

Montag, 21.10.2019, 17:32 Uhr aktualisiert: 22.10.2019, 16:52 Uhr
Sinnvoll für einen möglichst geringen Energieverbrauch sind neben der kubischen Hausform auch die großen Fensterflächen nach Süden und Westen, während die Öffnungen in Richtung Norden und Osten möglichst klein und schmal gehalten werden sollen.
Sinnvoll für einen möglichst geringen Energieverbrauch sind neben der kubischen Hausform auch die großen Fensterflächen nach Süden und Westen, während die Öffnungen in Richtung Norden und Osten möglichst klein und schmal gehalten werden sollen. Foto: Givos GmbH

Der Name ist Programm: Die geplante Siedlung aus 19 Einfamilienhäusern und Doppelhaushälften sowie zwei Mehrfamilienhäusern mit je fünf bis sechs Wohnungen soll das erste Wohnquartier in der Region Osnabrück werden, das rein rechnerisch über das Jahr hinweg mehr Energie produziert als es verbraucht. Zudem werden die einzelnen Häuser eine Energieeffizienzklasse aufweisen, die weit über den geforderten Maßgaben liegt.

Das neue Plusenergiequartier orientiere sich an den Klimaschutzzielen der Gemeinde Lotte, stelle sich aber vor allem den globalen Herausforderungen des Klimawandels, heißt es dazu in einer Pressemitteilung des Bauträgers und des Erschließungsträgers.

Bereits in der vergangenen Woche fand hatte eine Informationsveranstaltung zur Vorstellung des Projektes stattgefunden, zu der nach Auskunft einer Architektin 56 Interessenten für die Baugrundstücke gekommen waren. Dabei sei auch über die technischen Voraussetzungen und mögliche Förderungen informiert worden. Die Vermarktung startet nach ihren Worten aber erst mit der Immobilienmesse am kommenden Wochenende im Osnabrücker Autohaus Weller, wo unter anderem ein Vortrag über Plusenergiehäuser auf dem Programm steht.

Denn, so unterstreichen Bau- und Erschließungsträger, „allein mit moderner Architektur ist es im ‚wohnquartier lotte.plus‘ nicht getan“. Denn hinter den „reizvollen Fassaden“ steckte eine zukunftsweisende Konzeption zur nachhaltigen Energieversorgung. „Mit der Energieeffizienzklasse 40 plus werden die Häuser einen Energiestandard erreichen, der aktuell noch weit über den gesetzlich geforderten Maßgaben liegt, in Zukunft aber zum Standard erhoben werden könnte.“

Zudem seien die technischen Voraussetzungen gegeben, damit die Wohngebäude rein rechnerisch über das Jahr hinweg mehr nachhaltige Energie erzeugen als sie verbrauchen: Neben Geothermie und einer Solewasserwärmepumpe sollen Photovoltaikanlagen, kombiniert mit einem Stromspeicher, und eine kontrollierte Wohnraumlüftung zum Einsatz kommen. Dieses Konzept begrüßten Bürgermeister Lammers und Klimaschutzmanager Nikolay ausdrücklich.

In dem Wohnquartier, das als Lückenschluss ganz im Sinne des Vorrangs der Innenverdichtung inmitten von Alt-Lotte entsteht, sollen kubische und damit energetisch optimale Gebäudeformen ohne Keller entstehen. Diese werden zweigeschossig und teilweise mit Staffelgeschoss ausgebildet. Um den Anwohnern entgegen zu kommen, war die maximale Gebäudehöhe in der endgültigen Fassung des Bebauungsplans von zwölf auf acht Meter verringert worden.

Ursprünglich sollte die Erschließung bereits Mitte September beginnen. Zuvor mussten jedoch noch die zwischen 237 und 1400 Quadratmeter großen Grundstücke vermessen und zum Teil gemeinsam mit den Anliegern die Grenzsteine gesetzt beziehungsweise korrigiert werden. Mitte November soll es nun losgehen.

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