Mensa in Lotte und offener Ganztag in Büren brauchen mehr Platz
Große Raumnot

Lotte -

Im Grundsatz erfreulich, aber für die Gemeinde Lotte als Schulträger eben auch kostenträchtig: Immer mehr Kinder besuchen die Grundschulen. Die Einrichtung in Alt-Lotte und dort insbesondere die Mensa sowie die Offene Ganztagsschule (OGS) an der Regenbogenschule Büren platzen aus allen Nähten. Nun soll gehandelt werden.

Donnerstag, 28.11.2019, 16:48 Uhr
Die Grundschule Alt-Lotte muss erweitert werden. Das gilt auch für den Mensa im Erdgeschoss, für deren Vergrößerung eine Außenwand nach hinten Richtung Schulhof versetzt werden muss.
Die Grundschule Alt-Lotte muss erweitert werden. Das gilt auch für den Mensa im Erdgeschoss, für deren Vergrößerung eine Außenwand nach hinten Richtung Schulhof versetzt werden muss. Foto: Christina Halbach

Der dringende Raumbedarf beider Einrichtungen war in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Schulen, Sport, Soziales und Kultur (ASSSK) ebenso unstrittig wie das vorsorgliche Einstellen von Haushaltsmitteln für die notwendige Erweiterung. Klar war auch, dass die Gemeinde der Empfehlung der überörtlichen Prüfer folgen wird, die Elternbeiträge für OGS und „Schule von acht bis eins“ im Primar-Bereich anzuheben.

Die seit 2008 unveränderten monatlichen Pauschalbeiträge pro Kind von 50 Euro beziehungsweise 25 Euro für Wohngeldempfänger und zehn Euro für Sozialhilfeempfänger werden ab 1. Februar 2020 auf 60 beziehungsweise 30 Euro erhöht. Für Sozialhilfeempfänger und Eltern mit Einkommen unter 24 000 Euro im Jahr ändert sich nichts. Diese vorläufige Satzung ist aber nur eine Übergangslösung, denn alle Fraktionen möchten ab 1. August 2020, dass die Elternbeiträge nach Einkommen gestaffelt werden. Die Beratung über die entsprechende Satzung, die den zweiten Teil der Beschlussvorlage bildete, wurde allerdings aufs kommende Jahr verschoben.

Für die Erweiterung der Grundschule Alt-Lotte, hier speziell den Mensa- und Schulküchenbereich, stellte ein Architekt das mit der kommissarischen Schulleiterin Magdalena Dassau abgestimmte Raumprogramm vor. Da die Zahl der im Bestandsgebäude darstellbaren Sitzplätze trotz Drei-Schicht-Betriebs der Mensa ebensowenig ausreiche wie die zur Verfügung stehende Fläche für einen funktionalen Küchenbetrieb mit den erforderlichen Nebenräumen, sei eine Erweiterung des Gebäudes erforderlich.

Die Mehrkosten für die Erweiterung der Schulküche und Mensa belaufen sich laut Schätzung auf brutto 73 000 Euro für die Baukonstruktion und brutto 67 000 Euro für die Gebäudetechnik. Eine genau Kostenrechnung soll am 10. Dezember im Bau- und Planungsausschuss vorgelegt werden. Dem Beschlussvorschlag stimmten alle Fraktionen zu.

„Absoluten Handlungsbedarf“, so unterstrich Hauptamtsleiterin Petra Tepe , gebe es bei der OGS in Büren. Bisher habe die Gemeinde alle Bedarfe für die Ganztagsbetreuung abdecken können. Aber mit 125 Kindern seien bereits jetzt die Kapazitätsgrenzen erreicht; im kommenden Jahr würden weitere 20 Kinder hinzukommen. Dass die Situation sogar noch dramatischer ist, verdeutlichten Schulleiterin Ute Thomas und OGS-Leiterin Olga Kreuzer. Thomas berichtete schon von 40 Anmeldungen (die Frist läuft noch bis Mitte März) zum offenen Ganztag für das Schuljahr 2020/21 und betonte: „Die Kinder sollen nicht nur betreut werden, sondern auch am pädagogischen Konzept teilnehmen.“ Bereits jetzt, so schilderte Kreuzer den OGS-Alltag, komme es wegen der räumlichen Enge zu Streitigkeiten unter den Kindern. Denn die Erst- und Zweitklässler, die schon nach der vierten Stunde Unterrichtsschluss haben, nähmen den Älteren den Platz weg.

Thomas erläuterte, dass es dem pädagogischen Konzept und den unterschiedlichen Interessen entsprechen würde, die älteren Jahrgänge in den VR-Bank-Räumen unterzubringen. Für die Verwaltung erklärte Tepe, dass dann zusätzliche Personalkosten für eine 25- und eine 15-Stunden-Stelle entstünden. Hinzu kämen für die 220 Quadratmeter Mietkosten von rund 2000 Euro im Monat einschließlich Nebenkosten und einmalige Umbaukosten von 40 000 Euro. Die Alternative seien Container, die aber für die gleiche Miete weniger Platz böten. Alternativ könne man nicht mehr alle angemeldeten Kinder aufnehmen.

Der ASSSK sprach sich einstimmig dafür aus, 90 000 Euro für die OGS-Erweiterung in den Haushalt einzustellen.

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