Gesamtschüler bauen Liegen für den Pausenhof bei Poppensieker-Derix
Mit Kopf, Herz und Hand

Lotte/Westerkappeln -

Natürlich wäre es schöner gewesen, die beiden Relaxliegen bei Sonnenschein in der Schule willkommen zu heißen. Aber das kann man Ende November leider nicht erwarten. Trotzdem fanden die Neulinge sofort Anklang.

Mittwoch, 04.12.2019, 18:44 Uhr
Belastungstest: Im strömenden Regen präsentierten die Schüler der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln das Ergebnis ihrer Arbeit im Rahmen der Generationenwerkstatt bei Poppensieker & Derix.
Belastungstest: Im strömenden Regen präsentierten die Schüler der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln das Ergebnis ihrer Arbeit im Rahmen der Generationenwerkstatt bei Poppensieker & Derix. Foto: Babette Rüscher-Ufermann

In der Pause nahm ein Mitschüler Platz – der Regen störte ihn offensichtlich nicht. Über mehrere Wochen hatten drei Schüler und eine Schülerin der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln die beiden Relaxliegen im Rahmen einer Generationenwerkstatt im Unternehmen Poppensieker & Derix in Westerkappeln-Velpe gebaut. Angeleitet hatte sie der erfahrene Unruheständler Heinrich Wilhelm .

Schulleiter Manfred Stalz freute sich über das Ergebnis auf dem Schulgelände. „Dieses Projekt ist ein absoluter Glücksfall für uns“, so Stalz. Es gibt wenig Projekte, wo man mit Kopf, Herz und Hand gleichzeitig arbeiten kann. Ihr werdet Euch später eher daran erinnern, als an eine Mathestunde.“ Betreuer Heinrich Wilhelm konnte bestätigen, dass seine Schützlinge „immer freudig bei der Arbeit waren. Das ist die wichtigste Motivation“, findet der Rentner.

Die beiden Liegen sind aus sibirischer Lerche gebaut, ein sehr stabiles Holz. Wenn es getrocknet ist, sei es schwer einen Nagel in die Teile zu schlagen, erläutert Wilhelm. Der Vorteil ist, die Projektergebnisse können draußen stehen und halten über Jahre jeder Witterung Stand.

„Das war jetzt etwas ganz anderes als der Technikunterricht“, meinte Shake zu der Projektzeit der Generationenwerkstatt im Unternehmen Poppensieker-Derix. Abwechslungsreich sei es gewesen und sie habe einen guten Einblick in die Arbeit mit Holz bekommen. Für Tygo hat das Fußballspiel Priorität in seinem Leben, aber parallel dazu könne er sich eine Arbeit in diesem Unternehmen gut vorstellen.

Zum Abschluss dieser Generationenwerkstatt nahmen Shake Dinaj, Tygo Bul und Mika Vollbort (Felix Trienen war leider erkrankt) das Zertifikat und die Glückwünsche von Schulleiter Manfred Stalz, Berufskoordinator Thorsten Freese, Markus Brößkamp, Geschäftsführer von Poppensieker-Derix und Melanie Jaretzki von der Gemeinde Westerkappeln entgegen.

Die Generationenwerkstatt ist ein Projekt der Ursachenstiftung Osnabrück und bietet Schülern und Unternehmen eine Win-Win-Situation. Jugendliche können ein Handwerk ausprobieren und eventuell für sich entdecken.

Unternehmen lernen früh mögliche Mitarbeiter kennen und können sie für die Arbeit in ihrem Unternehmen begeistern. Die erfahrenen Betreuer haben Spaß daran, ihr Wissen weiterzugeben.

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