Wasserversorgungsverband Tecklenburger Land
Wasser wird nicht teurer

Tecklenburger Land -

Der Wasserversorgungsverband Tecklenburger Land (WTL) erhöht die Gebühren für Trinkwasser 2020 nicht. Für Wasserkunden war das sicher das interessanteste Ergebnis der Verbandsversammlung im Ibbenbürener Ratssaal.

Samstag, 14.12.2019, 08:19 Uhr
Der Trinkwasserpreis soll im Tecklenburger Land bis ins Jahr 2022 stabil bleiben.
Der Trinkwasserpreis soll im Tecklenburger Land bis ins Jahr 2022 stabil bleiben. Foto: dpa

Zwar werden die Gebühren für einen Hausanschluss um 60 Euro auf 1430 Euro angehoben. Der Preis für den Kubikmeter Wasser bleibt aber mit 1,50 Euro stabil. Und zwar – nach vorgestellter Gebührenkalkulation – voraussichtlich bis 2022. Im Vergleich zu benachbarten Wasserversorgern bewegt sich der WTL mit seiner Gebührensatzung jetzt „im oberen Mittelfeld“, wie Geschäftsführer Johann Knipper darlegte.

Zweitinteressanteste Information aus der Versammlung war ein für den 1. Februar 2021 angekündeter Wechsel in der Geschäftsführung: Von Johannes Knipper (aktuell in Doppelfunktion auch Technischer Leiter) soll die Führung des Verbandes dann auf Thomas Meyer (derzeit Kaufmännischer Leiter) übergehen. Der Führungswechsel bringt ein paar weitere Veränderungen beim Führungspersonal mit sich, die der Versammlung dargelegt wurden.

Im Geschäftsbericht sowie bilanziellen Rück- und Ausblicken präsentierten der amtierende und der künftige Geschäftsführer den WTL als finanziell rundum gesunden Versorgungsverband. So wurde das Geschäftsjahr 2018 mit einer Bilanzsumme von 105,1 Millionen Euro und einem Jahresüberschuss von rund 948 000 Euro abgeschlossen.

Für die nächsten Jahre lassen die Kalkulationen auf Überschüsse von rund 1,6 Millionen Euro hoffen. Diese stünden dem Verband für künftige Investitionen zur Verfügung, so Meyer. Und investieren muss der WTL ständig. Sowohl in das Leitungsnetz als auch in den Neubau von Anlagen zur Wassergewinnung und -aufbereitung, allen voran das laufende Großprojekt Wasserwerk Dörenthe. Der Neubau soll bis 2021 abgeschlossen sein. Bereits in Betrieb genommen ist der Hochbehälter Rochus. Auch er ist ein Baustein der neuen Struktur, mit der die Wasserversorgung für die nächsten Jahrzehnte auf stabile Beine gestellt werden soll.

Neben der Wasserversorgung arbeitet der WTL an seiner Unternehmensstruktur. So beschloss die Versammlung, baldmöglichst dem KAAW (Zweckverband Kommunale ADV-Anwendergemeinschaft West) beizutreten, um die eigene Digitalisierung voranzutreiben. In Zusammenarbeit mit dem interkommunalen Dienstleister soll eine Digitalisierungsstrategie erarbeitet werden. Eine Strategie braucht der Verband auch in Sachen Personal, da aus dem Kreis der aktuell 86 Beschäftigten ab 2020 verstärkt altersbedingte Abgänge zu erwarten sind. Ein entsprechendes Personalentwicklungskonzept wird ab Frühjahr nächsten Jahres erstellt.

Und sonst? Im Rahmen des Projektes TRINX (seit 2008) wurde im laufenden Jahr bereits der 150. Trinkwasserspender aufgestellt. Außerdem wird die Zahl der Sitze ab der nächsten Verbandsversammlung (7. Dezember 2020 im Recker Rathaus) um einen auf 45 erhöht. Die zusätzliche Stimme kommt der Gemeinde Hörstel zugute.

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