53-Jähriger hinterlässt hilfsbedürftige Familie
Bürgerstiftung und Kirche helfen

Lotte -

Ein tragischer Todesfall hat in Lotte bürgerschaftliches Engagement geweckt. Ende November erlag ein 53-jähriger Familienvater unerwartet einem Herzinfarkt. Er hinterlässt eine an MS erkrankte Frau und drei Töchter. Bürgerstiftung und Kirchengemeinde helfen.

Montag, 23.12.2019, 15:32 Uhr aktualisiert: 23.12.2019, 15:50 Uhr
Für die Hinterbliebenen eines 53-jährigen Lotters bitten die Bürgerstiftung Lotte und die Kirchengemeinde um Geldspenden.
Für die Hinterbliebenen eines 53-jährigen Lotters bitten die Bürgerstiftung Lotte und die Kirchengemeinde um Geldspenden. Foto: dpa

Die Bürgerstiftung sah sich veranlasst, Unterstützung zu leisten und rief gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde eine Spendenaktion ins Leben.

„Wir hatten das Gefühl, helfen zu müssen“, erzählt Dieter-Joachim Srock von der Bürgerstiftung betroffen. Eben für solche Fälle habe er die Bürgerstiftung in Lotte schließlich gegründet. Es sei nämlich wichtig, dass Bürger für Bürger in Not einstehen. Die besondere Anteilnahme Srocks am Schicksal der Familie ist nicht zuletzt auch darauf zurückzuführen, dass er mit den Kohmäschers Tür an Tür wohnt. Srock beschreibt den Tod von Familienvater Jens Kohmäscher als „Schicksalsschlag, der uns fassungslos gemacht hat“. In Lotte gebe es viele Menschen, die der Todesfall in der Familie bewege.

Die drei hinterlassenen Töchter im Alter von 14, 18 und 21 Jahren sind alle noch in der Ausbildung. Pastor Detlef Salomo von der evangelischen Kirchengemeinde kennt sie persönlich, denn alle drei Kinder hätten an seinem Konfirmandenunterricht teilgenommen – die jüngste sei kürzlich erst konfirmiert worden.

Der verstorbene Vater habe in der Familie die Rolle des Ernährers eingenommen. Es entsteht also auch in finanzieller Hinsicht eine Lücke, die von der an MS leidenden Mutter nicht geschlossen werden kann. Die Spende an die Familie „soll eine wirksame Hilfe sein“ und die Töchter darin unterstützen, ihre Ausbildung abzuschließen. Der bangenden Familie den Rücken finanziell zu stärken, das sei der „Hauptanlass“ des Spendenaufrufes gewesen, erklärt Salomo die Mission von Bürgerstiftung und Kirchengemeinde.

„Die Anteilnahme ist groß“, meint Srock und zeigt sich im Hinblick auf den Spendenaufruf optimistisch. Das Schicksal lasse die Lotter nicht unberührt, bestätigt Salomo.

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