Metelen
Die Kekse werden knapp

Dienstag, 15.07.2008, 16:35 Uhr

Metelen. Gedämpftes Licht, ein wenig Musik, kühle Getränke und vor allem zwei Vorleser – das sind die Zutaten für eine spannende Märchenstunde in der Mühle. Die stand am Montagabend im Rahmen der Ferienspaßaktion auf dem Programm. Rund 50 Kinder und Eltern nehmen die Einladung an. Angelika Pier und Reinhard Brahm , die Vorleser des Abends, freuen sich über die große Resonanz. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine deutliche Steigerung.

Bis kurz vor Beginn der Veranstaltung kommen immer wieder neue Besucher durch die liebevoll mit Tüll dekorierte Tür. Als jeder einen Platz gefunden hat, eröffnet Hermann Lösing mit seinem Akordeon die Veranstaltung und erntet dafür den ersten Applaus des Abends.

Jetzt wird es Zeit für Reinhard Brahm. Um die Kinder auf das erste Märchen des Abends einzustimmen, beginnt er mit einem Quiz. Die Fragen zu den gezeigten Bildern sind schnell beantwortet, und es ist klar: „Peter und der Wolf“ steht auf dem Programm.

Zumindest die etwas älteren Kinder hören gespannt zu, wie der mutige Peter den gefährlichen Wolf fängt und ihn zusammen mit den Jägern in den Zoo bringt. Die Kleineren hingegen wechseln zwischendurch mal ihre Plätze, verschwinden auf die Toilette oder vertreiben sich auf andere Weise die Zeit.

Doch Angelika Pier und Reinhard Brahm kennen ein paar Tricks, um die Aufmerksamkeit der Kinder zu steigern. Sie verteilen nach dem Märchen von Rotkäppchen und dem bösen Wolf Kekse „von der Hexe aus dem Zauberwald“ an die Kinder. „Leider war die Hexe heute etwas geizig“, entschuldigt sich Reinhard Brahm und bittet die Kinder, nur einen Keks zu nehmen. Mit so regem Zulauf hatte wohl niemand gerechnet.

Neben den bekannten Märchen haben die Organisatoren auch einige eher unbekannte Stücke ausgesucht, darunter „Jorinde und Joringel“ oder „Der Müllerbusch und das Kätzchen“.

Als besonderen Höhepunkt der Veranstaltung stellt sich Hermann Lösings Liedermärchen „Rapunzel“ heraus. Rapunzel hat die Nase voll, das „Liebchen“ des Ritters zu sein, der sie aus ihrem Turm befreien will. Durch die unterhaltsame Wortwahl hat Lösing die Kinder sofort auf seiner Seite, und das Gelächter ist groß.

In der kurzen Pause gibt es Getränke, damit sich die Kinder für die zweite Runde stärken können. Langsam lässt die Konzentration der kleinen Zuhörer nach, doch da ist die Märchenstunde auch schon beendet. Die Mädchen und Jungen gehen müde und zufrieden nach Hause. Zurück bleiben die ebenso zufriedenen und geschafftenVorleser, die noch ein bisschen aufräumen müssen.

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