Metelen
„Nachthemd“ sorgt für Schmunzeln

Mittwoch, 27.01.2010, 16:01 Uhr

Metelen - „Und wie sieht das jetzt aus? Ja, sagts ruhig.“ Pfarrer Thomas Stapper blickt mit einem schelmischen Lächeln in die Runde. „Wie ein Nachthemd “, schallt es ihm entgegen. „Ja, genau.“ Stapper kennt seine „Pappenheimer“. Zu Besuch in der Oase ist ein Teil der 54 Kinder, die im Frühjahr ihre Erstkommunion erhalten. Ihnen will Stapper erklären, welche Elemente eine Heilige Messe ausmachen und was es mit ihnen auf sich hat. Neben Altar, Tabernakel und Musik gehört auch das Gewand des Pastors zur „Grundausstattung“. Und das, was der Geistliche darunter trägt, sieht nun mal aus wie ein Nachthemd.

Neugierig schauen die Kinder zu, wie Stapper sich Schultertuch und Untergewand überstreift. Ein Strick hält das Untergewand zusammen. „Die halbrunde Form des Messgewands stammt noch aus der Zeit der Senatoren. Das Gewand ist mehrere hundert Jahre alt. Also nicht dieses, sondern der Schnitt“, erklärt der Pastor. Die Messe sei schließlich wie eine Feier, „da geht Ihr ja auch nicht in ausgewaschenen Jeans und alten Pullis hin. Und das hier ist doch schick, oder?“ Stapper erklärt auf lockere Art und Weise.

Und so geht es weiter: Altar, das Ewige Licht, Liederbücher, Tabernakel - alles steht in der zur Notkirche umfunktionierten Oase bereit. Schritt für Schritt geht der Geistliche dann die einzelnen Teile einer Messe durch: Vom Gebet über die Fürbitten und Lesungen bis hin zur Gabenbereitung und Eucharistie lernen die Kinder den Ablauf des Gottesdienstes kennen. Schließlich soll am großen Tag der Kommunionkinder alles sitzen.

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