Metelen
Ein Fundgrube voller Anspielungen

Montag, 11.10.2010, 18:10 Uhr

Metelen - Wer kennt sie nicht, die liebenswert chaotischen Bewohner jenes unbeugsamen gallischen Dorfes? Die Comic-Helden Asterix und Obelix sprechen mit ihren Abenteuern eine breite Leserschaft aller Altersgruppen an. Der Autor René Goscinny (1926-77) und der Zeichner Albert Uderzo (geb. 1926) schufen mit ihren Titelfiguren eine der erfolgreichsten Comic-Serien weltweit: 34 Alben wurden veröffentlicht.

Asterix und Obelix sind Ausgangs- und Mittelpunkt eines Vortrages, den Martin Dziersk auf Einladung der Kulturinitiative Metelen (KIM) am 26. Oktober (Dienstag) um 19.30 Uhr im Saal des Gasthauses Lampen-Pieper, Schilden, hält.

Dziersk ist bekannt dafür, dass seine kunstgeschichtlichen Ausführungen alles andere als langweilig sind. Auf witzige und scharfsinnige Weise stellt er überraschende Querverbindungen her, zeigt Hintergründe auf und eröffnet so dem Publikum verblüffende neue Sichtweisen und Einsichten.

Dziersk studierte Kunst, Anglistik, Sport, Pädagogik und Philosophie, außerdem Bildhauerei und Objektkunst an der Kunstakademie Düsseldorf . Er lehrt am Westfalen-Kolleg Dortmund und ist künstlerisch tätig. Seine Bilder präsentiert er auf Ausstellungen im In- und Ausland.

Der pfiffige Asterix, von Beruf Krieger, kleingewachsen und schmächtig, und die Kontrastfigur Obelix, beleibt, sensibel und etwas einfältig, leben um das Jahr 50 v. Chr. in einem gallischen Dorf, dessen Bewohner aufgrund eines Zaubertranks über übermenschliche Kräfte verfügen. Ihnen gelingt es, mit List und Kraft als einzige der Übermacht der römischen Armee zu widerstehen und ihre Freiheit zu bewahren, obwohl die Feinde stets zu neuen Tricks und Taktiken greifen.

Die Comics mit Asterix und Obelix sind eine Fundgrube literarischer und künstlerischer Anspielungen auf große Vor-Bilder. So erinnern auftretende Figuren an Wilhelm Tell, die Beatles, Arnold Schwarzenegger und James Bond. Die Bilder und Texte enthalten wahre Schätze an Zitaten und Abwandlungen: Werke der Malerei und der Bildhauerei werden umgestaltet, parodiert oder karikiert. Brueghel, Rembrandt, Leonardo da Vinci, Courbet, Manet und vielen anderen Größen der Kunstgeschichte wird die Ehre zuteil, in den Asterix-Comics vorgeführt zu werden.

„Unter Verwendung moderner Präsentationstechnik gelingt es Dziersk auf spannende Weise, all diese Zusammenhänge auszuleuchten“, heißt es in einer Pressemitteilung der KIM.

Der Eintritt zu diesem Vortrag beträgt zwölf Euro, für KIM-Mitglieder zehn Euro und ist an der Abendkasse zu entrichten.

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