Metelen
Metelener lernen dazu

Mittwoch, 05.01.2011, 08:01 Uhr

Metelen - Die Gemeinde ist ausgestattet. Komplett. Zumindest, wenn Thomas Krabbes Hoffnungsfunken nicht im Schnee erloschen und die neuen Abfallentsorgungskalender trotz der Witterung allesamt zugestellt worden sind. Krabbe zeigt sich optimistisch: „Ich gehe davon aus, dass so ziemlich jeder versorgt ist.“ Schließlich habe es im Rathaus bislang kaum Rückmeldungen gegeben.

Er muss es wissen. Krabbe fungiert bei der Gemeinde als Abfallberater, zeichnet zuständig für die Entsorgung von allem, dessen sich der Metelener entledigen möchte. Wer Fragen zum Thema hat, kann ihn anrufen. Oder ihm einen Besuch abstatten. Im Büro im Fachbereich 2, wo auch Flaschenkorken sowie gebrauchte CDs und DVDs angenommen werden - und Abfallkalender abgegeben. An die, die doch leer ausgegangen sind.

Die Postwurfsendung enthält alle Abfuhrtage im neuen Jahr - die für Rest- und Biomüll, Papier und Gelbe Säcke, die für Grün, Schadstoffe und Sperrmüll. Und den Termin, an dem die Bürger der Gemeinde mal nicht Abfall, sondern Unterstützung zukommen lassen können: Am 19. März (Samstag) findet die Müllsammelaktion statt.

Ebenfalls aufgedröselt werden Infos zu Elektrogeräten, dem Schadstoffmobil, Altglas und Altmetall sowie Gelben Säcken. Bei Letzteren hat sich eine von zwei bedeutenden Entsorgungsänderungen ergeben (wir berichteten): Die Zeit der Abholkarten ist vorbei. Änderung zwei: Außen- und Innenbereich werden bei der zusammengeschlossenen Sperrmüll- und Elektrogerätesammlung an getrennten Terminen abgefahren.

Ferner gibt der Entsorgungskalender darüber Aufschluss, welche Abfallmengen Metelen in den vergangenen drei Jahren produziert hat. Insbesondere die Zahl der Restmülltonnen stieg von 2009 bis 2010 deutlich an - von rund 480 auf 548. Für Thomas Krabbe eher ein Anlass zur Freude denn zur Sorge: „Bei der Mehrheit der Bürger scheint jetzt angekommen zu sein, dass Kleinteile in den Rest- und nicht zum Sperrmüll gehören.“ Eine Vermutung, die in Zahlen Niederschlag findet: Sank die Zahl der Tonnen an Sperrmüll von 2009 auf 2010 doch um rund 40 Tonnen auf 225.

Drastisch zurückgegangen ist indes die Menge an Elek­trogeräten, die die Gemeinde aufgelesen hat. Hier vermutet Krabbe ein gesteigertes Interesse derer, die den eigentlichen Entsorgern zuvorkommen: „Früher wurden eher Wasch- und Geschirrspülmaschinen von der Straße mitgenommen - wegen dem hohen Metallanteil.“ Heute fänden auch Computer, Bildschirme und Fernseher reißenden Absatz. „Vielleicht gibts dafür ja einen neuen Markt“, spekuliert Krabbe.

Hauptsache, die Metelener sind am 19. März gleichermaßen sammelwütig. Denn dann kommts drauf an - zugunsten aller.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/144014?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F178%2F700349%2F700370%2F
Nachrichten-Ticker