Metelen
"Strauhspier" verbinden Mundart mit Musik

Freitag, 07.01.2011, 00:01 Uhr

Metelen - Mit dem Kulturpreisträger des Kreises Steinfurt 2010 beginnt das Programm der Kulturinitiative Metelen (KIM) in diesem Jahr. Am 23. Januar (Sonntag) tritt um 17 und um 20 Uhr die Gruppe „Strauhspier“ im alten Stiftsgebäude auf. „Strauhspier“, was auf Hochdeutsch Strohhalm heißt, hat sich der plattdeutschen Sprache verschrieben. „Die Gruppe selbst versteht sich ,als der Strohhalm, an dem sich alle festhalten, die die plattdeutsche Sprache nicht sterben lassen wollen“, schreibt die KIM.

„Strauhspier“ wurde 1981 gegründet, nahm später andere Musiker hinzu und spielt inzwischen wieder in der ursprünglichen Besetzung. Nikolaus Evers (Gitarre und Gesang), Helmut Schnieders (Gitarre und Gesang) und Hermi Sürken (Mundharmonika und Gesang) beweisen, dass es auch heute möglich ist, das Plattdeutsche, eine Mundart , die heute immer wenige Menschen verstehen, geschweige denn beherrschen, mit musikalischer Kreativität neu zu beleben. Sie verstehen es, plattdeutsche Texte, die von zwischenmenschlichen Problemen wie dem Generationenkonflikt, von aktuellen politischen Fragen wie der Umweltzerstörung oder von der manchmal banalen Tragikomik unseres Alltags handeln, mit modernen Formen des musikalischen Ausdrucks wie Rock und Blues, mit eingängigen Melodien und fetzigen Rhythmen zu verbinden. Die drei Musiker haben es fertiggebracht, mit ihren mal humorvollen, mal kritisch-nachdenklichen Liedern „im wahrsten Sinne neue Töne in die alte Sprache zu bringen. Sie kopieren nicht, sie setzen Neues in die plattdeutsche Welt“, so hieß es in der Laudatio anlässlich der Preisverleihung im Kloster Gravenhorst. „Diese zeitgemäße und mutige Art, das Plattdeutsche zu präsentieren, hat ,Strauhspier weit über das Münsterland hinaus bekannt gemacht“, schreibt die KIM abschließend.

» Karten zum Preis von 15 Euro (KIM-Mitglieder zahlen zwölf Euro) sind ab sofort bei Buch und Schreibwaren Ewering in Metelen, Schilden 1, Telefon 02556/323, erhältlich.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/261044?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F178%2F700349%2F700370%2F
Ex-Verwaltungschef verliert alle Ansprüche auf eine Abfindung
Die fristlose Kündigung des früheren Verwaltungsleiters des NRW-Landgestüts in Warendorf ist rechtmäßig. Der Ex-Verwaltungschef verliert alle Ansprüche auf eine Abfindung.
Nachrichten-Ticker