Evangelische Jugendhilfe nimmt Kletteranlage in Betrieb
Hoch hinaus und sich selbst ganz neu erfahren

Sonntag, 22.05.2011, 21:05 Uhr

Metelen - Mit der neuesten Einrichtung der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland geht es hoch hinaus. Auf dem Gelände ihrer Intensivwohngruppe in Metelen hat die gemeinnützige Organisation in den vergangenen Wochen eine mobile Kletteranlage installiert. Am Samstag kamen Mitarbeiter und Sponsoren zusammen, um sie einzuweihen.

„Mit dieser Anlage ermöglichen wir Kindern und Jugendlichen einen neuen Weg der Selbsterfahrung und des Erlebens in der Gruppe“, erklärt Wolfgang Puhe, Projektleiter der Wohngruppe. „Die Jugendlichen lernen ihre eigenen Grenzen besser einzuschätzen und sich auf andere zu verlassen.“

Nach Monaten der Planung habe das Projekt langsam aber sicher Gestalt angenommen, verrät Gregor Krabbe , Verwaltungsleiter der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland. Gemeinsam mit den Sponsoren, den RWE und dem Lionsclub Steinfurt, sei es nun möglich gewesen, es zu realisieren. „Ich freue mich, dass wir durch die Förderung unserer Partner dieses zusätzliche Angebot in der Jugendhilfe bereitstellen können“, sagt Krabbe.

Doch bevor die Arbeit mit den Jugendlichen beginnen kann, müssen die Mitarbeiter an der Kletteranlage geschult werden. Dafür ist am Samstag Lukas Dartmann von der Evangelischen Jugendhilfe in Bochholt zuständig. Der diplomierte Sozialarbeiter und Erlebnispädagoge ist dafür verantwortlich, die Mitarbeiter in den Umgang mit dem Parcours einzuweisen. „Viele der Kollegen klettern heute das erste Mal“, erklärt Dartmann, „auch sie müssen ihre Erfahrungen machen, die Tücken der Anlage sowie die eigenen Grenzen kennen.“

Im Sicherheitsgeschirr geht es schließlich nach oben. Die Übungen an den Holzbalken und Seilen sehen anstrengend aus - kein Wunder, ist es für die meisten Kletterer doch die Premiere an einer solchen Anlage.

Sollte sich diese etablieren, überlegt die Einrichtung, den Parcours auch externen Gruppen zur Verfügung zu stellen. „Wir wollen aber erst abwarten, wie das System angenommen wird“, betont Krabbe.

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