Stuten- und Fohlenschau auf dem Hof Becker
Unverwechselbar: Holsteiner

Mittwoch, 24.08.2011, 18:08 Uhr

Metelen - Mal schüchtern, mal ganz keck und hin und wieder kaum zu bändigen: So präsentierte sich gestern der jüngste Pferdenachwuchs der Holsteiner Zucht aus der Region auf dem Hof von Birgit und Franz Becker. Zum vierten Mal - seit die Verantwortlichen im Jahr 2008 Zuchtschauen auch außerhalb Schleswig-Holsteins zuließen - hatten die Pferdefreunde die Bewertungskommission des Holsteiner-Verbandes zu Gast und die Züchterkollegen aus dem Umland eingeladen.

80 Fohlenbesitzer waren gekommen, viele von ihnen aus den Niederlanden . Sie alle wollten ihren vierbeinigen Nachwuchs nicht nur per Brandzeichen unverwechselbar als Holsteiner kenntlich machen, sondern am liebsten auch noch eine der Prämien oder sogar einen Championatsplatz mit nach Hause nehmen. Letzteren gab es bei den jungen Stuten und Hengsten für die jeweils besten drei unter den zuvor prämierten Tieren. Eine Schlange bildete sich vor dem Führring, wo die Richter Eva-Maria Junkelmann , Hermann Blohm und Dr. Steffi Bergmann warteten. Zuvor hatten sie sich auch einige drei- und vierjährige Stuten angesehen. „Das ist alles sehr gut organisiert hier“, lobte Junkelmann später. Die Prämienquote sei mit 25 ausgezeichneten Tieren ebenfalls gut.

Einmal im Stand, einmal im Trab machten sich die Profis ein kurzes Bild von den Tieren. Typ, Bewegung und Korrektheit des Körperbaus spielten mit ins Urteil hinein. Und wer von den jungen Vierbeinern sich recht frech aufführte, erntete nicht nur ein Schmunzeln im Publikum, sondern auch die Charakterisierung „sehr selbstbewusst“ von ARD-Reitsportexperte Carsten Sostmeier, der die Schau moderierte. Zu jedem Zuchtstamm wusste der Experte etwas zu erzählen: Hier ein Weltmeisterpferd, dort ein Goldmedaillengewinner - Holsteiner sind in der internationalen Springpferde-Elite stark vertreten.

Für die Bewertung müssen die Fohlen „auf dem Punkt“ sein, sich gemäß ihres Alters zeigen. Dass das nicht immer klappt, merkte auch Birgit Becker: „Bei zwei weiteren von unseren Pferden hatten wir uns auch eine Prämie erhofft.“ Insgesamt konnte sich die Metelenerin aber nicht beklagen: Fünf ihrer 15 vorgestellten Tiere erhielten die Prämie, ein Connor-Caretino-Stutfohlen sogar den ersten Platz im Championat. Bei den Hengsten überzeugte ein Namelus-R-Alasca-Sohn von Frank Kok aus den Niederlanden die Richter am meisten. „Wir sind ganz zufrieden“ , sagte Becker. Ohnehin begleitete die Züchterin mit leuchtenden Augen jeden ihrer Vierbeiner. „Ich finde sie sowieso alle schön.“ Einer hat es ihr allerdings besonders angetan: Die Lord Z-Cantus-Tochter war kurz nach der Geburt krank und bedurfte der besonderen Pflege. „Die ist mir irgendwie ans Herz gewachsen“, sagt Becker. Und der Kommission auch: Die Stute erhielt ebenfalls eine Prämie.

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