„Bei uns noch nicht angekommen“
Bundesfreiwilligendienst: St.-Ida-Haus sucht Kandidaten

Metelen -

Er soll die Lücke schließen, die das Ende des Zivildienstes reißt: der Bundesfreiwilligendienst (BFD). Zum 1. Juli dieses Jahres gestartet, ist er bereits zu einem Erfolgsmodell geworden – wenn man den Worten von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) Glauben schenkt. Fast 27 000 BFD-Verträge sind nach Auskunft des Ministeriums aktuell bereits abgeschlossen worden (wir berichteten).

Donnerstag, 29.12.2011, 19:12 Uhr

Petra Brauckmann , Leiterin des St.-Ida-Hauses, kann die bisherige Erfolgsgeschichte des BFD für die Metelener Altenpflegeeinrichtung allerdings nicht bestätigen. „Bei uns hat sich lediglich ein Kandidat vorgestellt, der sich jedoch für den Aufgabenbereich als nicht geeignet erwies“, so Brauckmann im Gespräch mit dem Tageblatt. Dabei zeigt man sich beim Träger Domus Caritas durchaus flexibel: Männlein oder Weiblein, Voll- oder Teilzeit, jung oder alt, Auftakt heute oder morgen – Hauptsache, die Freiwilligen können mit Menschen umgehen und hinterlassen beim ersten gegenseitigen Beschnuppern einen guten Eindruck. Bei dem – auswärtigen – Kandidaten, der sich in Metelen vorstellte, sei eine Anstellung schon daran gescheitert, dass er keinen Führerschein besaß.

Mit Thomas Woltering hat Ende September der letzte Zivildienstleistende das St.- Ida-Haus verlassen. Bis Ende Juli gab es sogar noch zwei „Zivis“ in der Altenpflegeeinrichtung. Zum 1. September sei eine junge Frau aus Ochtrup gekommen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Ida-Haus absolviert, berichtet Petra Brauckmann. Die Lücke, die das Auslaufen des Zivildienstes hinterlassen habe, könne die FSJ-Kraft verständlicherweise nicht vollständig schließen. Brauckmann: „Wir müssen derzeit viele Kompromisse vor allem in der persönlichen Betreuung unserer Bewohner eingehen.“ Auch die Tatsache, dass es viele sehr engagierte ehrenamtliche Helfer gebe, könne daran nur wenig ändern.

Die Einrichtungsleiterin hofft daher, dass das Erfolgsmodell BFD mittelfristig auch in der Altenpflege und im St.-Ida-Haus ankommt. Man gehe aktiv an die Lösung des Problems heran: So sei der Kontakt zum Träger und auch anderen Häusern intensiv. Stellen sich dort Kandidaten vor, werde auch immer die Metelener Einrichtung berücksichtigt. Bislang erwuchs dieser Kooperation jedoch noch kein zählbarer Erfolg. „Wir bleiben aber am Ball – notgedrungen“, hofft Brauckmann, dass sich die Situation bald ändert.

Wer sich für den Bundesfreiwilligendienst im St.-Ida-Haus interessiert, erhält nähere Infos unter Telefon 0 25 56 / 9 85 90.

| www.bundesfreiwilligendienst.de

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