Alkoholpräventionsprojekt „Tanzen ist schöner als Torkeln“
Sensibilisierung ist das A und O

Metelen -

„Betrunkene Jugendliche sind ein Zeichen dafür, dass Erwachsene sich nicht an die Bestimmungen des Jugendschutzes halten.“ Mit dieser etwas provokant formulierten These leitete am Donnerstagabend Iris Wibbeler vom Kreisjugendamt ihre Vorstellung der kreisweiten Alkoholpräventionskampagne „Tanzen ist schöner als torkeln“ vor dem Ausschuss für Soziales und Jugend ein.

Freitag, 29.06.2012, 19:06 Uhr

Alkoholpräventionsprojekt „Tanzen ist schöner als Torkeln“ : Sensibilisierung ist das A und O
Den steigenden Alkoholkonsum Jugendlicher eindämmen und insbesondere Exzesse wie das „Komasaufen“ zu verhindern, ist Ziel der kreisweiten Anti-Alkoholkampagne „Tanzen ist schöner als Torkeln“. Foto: bub

„Betrunkene Jugendliche sind ein Zeichen dafür, dass Erwachsene sich nicht an die Bestimmungen des Jugendschutzes halten.“ Mit dieser etwas provokant formulierten These leitete am Donnerstagabend Iris Wibbeler vom Kreisjugendamt ihre Vorstellung der kreisweiten Alkoholpräventionskampagne „Tanzen ist schöner als torkeln“ vor dem Ausschuss für Soziales und Jugend ein. Mit dem Projekt, das in Rheine schon seit 2009 praktiziert wird und nun verstärkt im gesamten Kreisgebiet etabliert werden soll, begegnen Kreisjugendamt sowie viele weitere Institutionen wie Polizei, Ordnungsbehörden, Schulen und auch Kirchengemeinden dem steigenden Alkoholkonsum junger Menschen.

Für die Folgen übermäßigen Konsums von alkoholischen Getränken sollen, so machte Wibbeler deutlich, nicht nur die Jugendlichen selbst, sondern vor allem auch die Erwachsenen sensibilisiert werden – als Eltern, aber auch als Verkäufer oder Veranstalter von Festen. Die Kreisjugendamtsmitarbeiterin stellte dazu eine Infomappe vor, die in Bezug auf Alkoholprävention Empfehlungen und Checklisten für die Planung von Veranstaltungen bereithält.

Die Umsetzung des Projekts „Tanzen ist schöner als Torkeln“ setzt sich aus zwei Bausteinen zusammen. Ein proaktives Element mit dem Ziel der konsequenten Beachtung des Jugendschutzgesetzes in der Öffentlichkeit und ein reaktives Element mit niedrigschwelligen Angeboten für die Jugendlichen selbst. Letzteres sei in Metelen teils schon erfolgt, wie Iris Wibbeler mit Verweis auf den Anti-Alkohol-Aktionstag in der DHS oder die Etablierung einer Cocktailbar mit nichtalkoholischen Getränken bei Teeniediscos deutlich machte. Wibbeler warb für eine möglichst umfassende Vernetzung aller beteiligten Akteure. Nur so könne zusammen mit einem stützenden Umfeld für die Jugendlichen der Erfolg eintreten. Sie zeigte sich überzeugt davon, dass dies gelingen kann: „Die Anti-Raucher-Kampagnen haben inzwischen ja auch gewirkt.“ | www.tanzen-ist-

schöner-als-torkeln.de

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