„Dan Barrett And His Blue Angels“ spielen im Metelener Bürgerhaus
Musikalische Zeitreise

Metelen -

Er hat die Welt bereist – und beendete nun mit seinen „blauen Engeln“ in Metelen seine Deutschlandtournee: der in Kalifornien geborene Posaunist Dan Barrett.

Sonntag, 16.09.2012, 15:09 Uhr

„Dan Barrett And His Blue Angels“ spielen im Metelener Bürgerhaus : Musikalische Zeitreise
Der in Kalifornien geborene Posaunist Dan Barrett wollte am Freitagabend keine Zeit verlieren – und legte mit seiner Combo nach wenigen einleitenden Worten sofort los. Mit dem Auftritt in Metelen fand die Deutschlandtournee von „Dan Barrett And His Blue Angels“ ihr Ende. Foto: nikl

Auf eine musikalische Zeitreise gingen am Freitagabend etliche Metelener im Bürgerhaus . Die Reiseführer: „ Dan Barrett And His Blue Angels“. Sie entführten das Publikum in die Jazz- und Swingmusik der 20er- und 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

„Wow, das ist toll hier, eine schöne intime Atmosphäre. Aber was rede ich so lange? Lasst uns Musik machen!“, zeigt sich Dan Barrett schon in seiner auf Englisch vorgetragenen Begrüßung spielfreudig – und zählt direkt ein. Mit dem „Royal Garden Blues“ gewinnt die deutsch-amerikanische Combo um den Posaunisten aus Los Angeles dann auch direkt das Publikum für sich.

Nach und nach stellt der Bandleader seine „blauen Engel“ vor: Randy Reinhart stammt wie Barrett aus den USA und entlockt der Trompete wunderbare Töne, während Engelbert Wrobel virtuos zwischen der Klarinette, dem Sopran- und Tenorsaxophon wechselt. Nico Gastreich spielt den Kontrabass, sein Sohn Moritz sitzt am Schlagzeug. Komplettiert wird das Ensemble durch Chris Hopkins am Piano.

Qualität und Können der Musiker zeigen sich über den ganzen Abend an unzähligen Stellen. Mal beeindruckt die Vielseitigkeit der unterschiedlichen Stücke, mal reißen die Soloeinlagen von Barrett und Co. mit. „Weiter, weiter, weiter“, ruft Barrett zwischenzeitlich Hopkins zu, der sich das Ganze nicht zweimal sagen lässt und swingend in die Tasten haut. Ein weiterer kurzer Blick vom Bandleader zu seinen Bläserkollegen, verständliches Nicken als Antwort und schon unterstützen die Bläser das Solo mit kurzen, melodischen Einlagen, die den Klangteppich perfekt erweitern.

Mit dem Publikum tauen auch langsam die Musiker immer weiter auf, erzählen kleine Anekdoten aus der Jazzwelt oder Hintergründe zu den Liedern und haben sichtlich Spaß an ihrem letzten Gastspiel der Tournee.

„Normalerweise erfüllen wir keine Wünsche, es sei denn jemand wünscht sich was“, scherzt Engelbert Wrobel. So bekommen die Zuhörer spezielle Versionen von „If Only I Had Known“ oder „Do You Ever Think Of Me?“ geboten – und bedanken sich mit reichlich Applaus und stehenden Ovationen.

„Ein wunderbarer Abend, ganz, ganz toll“, fasst eine der Zuschauerinnen nach der letzten Zugabe zusammen. Beeindruckt ist das Publikum auch von der Tatsache, dass die Musiker in dieser Besetzung lediglich diese eine Tournee absolvieren. Umso bemerkenswerter, wie „Dan Barrett And His Blue Angels“ am Freitagabend harmonierten.

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