Griffig statt staubtrocken
Katechetinnen bringen Schwung in die Kommunionvorbereitung

Metelen -

Die Zeiten, in denen die Vorbereitung auf die Erstkommunion um das Auswendiglernen von Katechismusversen kreiste, sind vorbei. Das Katechetinnen-Team der Pfarrgemeinde Ss. Cornelius und Cyprianus sorgt für Schwung. Denn: staubtrocken war gestern, heute ist griffiger Kommunionunterricht angesagt.

Samstag, 04.05.2013, 11:05 Uhr

„Öffne Jesus dein Herz“ lautet das Motto der Kommunionfeiern 2013 in Metelen. Als Symbol haben die Katechetinnen mit den Kindern in der Kirche ein überdimensionales Herz aufgebaut, auf dem alle Jungen und Mädchen vorgestellt werden. Die Katechetinnen (v.l.) Anja Hollekamp, Ramona Schultejann, Judith Föcker und Anne Schulze Herdering – hier mit Pastor Thomas Stapper – präsentieren ihr fertiges Werk. Es fehlen Irmgard Konert, Britta Lehmkuhl, Kerstin Rengbers und Silvia Weßling.
„Öffne Jesus dein Herz“ lautet das Motto der Kommunionfeiern 2013 in Metelen. Als Symbol haben die Katechetinnen mit den Kindern in der Kirche ein überdimensionales Herz aufgebaut, auf dem alle Jungen und Mädchen vorgestellt werden. Die Katechetinnen (v.l.) Anja Hollekamp, Ramona Schultejann, Judith Föcker und Anne Schulze Herdering – hier mit Pastor Thomas Stapper – präsentieren ihr fertiges Werk. Es fehlen Irmgard Konert, Britta Lehmkuhl, Kerstin Rengbers und Silvia Weßling. Foto: Irmgard Tappe

Die Erstkommunion ist ein ganz besonderer Tag im Leben eines Kindes. Einer, an den sich viele auch im Erwachsenenalter noch gern erinnern. In diesem Jahr empfangen in Ss . Cornelius und Cyprianus 42 Jungen und Mädchen das Sakrament der ersten heiligen Kommunion. Und darauf sind sie dank einem achtköpfigen Katechetinnen-Team um Pastor Thomas Stapper bestens vorbereitet.

Je zwei Frauen begleiten eine Gruppe von acht bis neun Kommunionkindern. Seit September ist für die Gruppen einmal pro Woche Kommunionvorbereitung angesagt. Das Engagement als Katechet ist freiwillig. Nach Aussagen von Pastor Stapper kostet es allerdings jedes Jahr aufs Neue Überzeugungsarbeit, Eltern für diese wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe zu gewinnen. Vorbereiten können sich die Katecheten mit Arbeitsmaterialien und Begleitbüchern. Darüber hinaus treffen sie sich regelmäßig mit dem Pastor zum Erfahrungsaustausch.

Wie vermittle ich den Kindern, dass Jesus ihr Freund sein will? Dass er sie durch die heilige Kommunion an seinen Tisch einlädt? Dass er ihnen in guten und in schlechten Tagen Halt und Geborgenheit schenkt? Und vor allen Dingen: Wie begeistere ich die Jungen und Mädchen für den christlichen Glauben und für religiöse Themen aus der Bibel? So lauten die wesentlichen Fragen, denen sich die Erstkommunion-Katecheten stellen müssen. „Dabei“, betont Stapper, „geht es nicht um pure Wissensvermittlung und trockene Theorien.“

Die Zeiten, in denen die Vorbereitung auf die Erstkommunion um das Auswendiglernen von Katechismusversen kreiste, sind nämlich längst vorbei. Lediglich die wichtigsten Gebetstexte wie das Glaubensbekenntnis, das Vaterunser und „Gegrüßet seist Du, Maria“ sollte ein Kommunionkind im Kopf haben. „Mit spielerischen und emotionalen Dingen versuchen wir, den Mädchen und Jungen den christlichen Glauben näher zu bringen“, beschreiben Judith Föcker und Anne Schulze Herdering ihr Vorgehen. „Je handlungsorientierter wir arbeiten, desto besser können sich die Kinder die Dinge merken.“

Alle acht Katechetinnen haben erfahren, dass ihre Schützlinge sich gern mit Glaubensfragen auseinandersetzen. Mal näherten sie sich den biblischen Themen gemeinsam durch verschiedene Spiele. Oder sie durchleuchteten die religiösen Fragen auf kreative Art, was besonders bei den Mädchen sehr beliebt war. „Die haben mit Begeisterung gemalt, geschrieben und gebastelt“, erzählt Schulze Herdering, die gemeinsam mit Britta Lehmkuhl eine reine Mädchengruppe betreute.

Die Jungen indes ließen sich eher durch Rollen- oder Kartenspiele für Glaubensthemen begeistern. „Es war eine tolle Erfahrung, die Kinder in ihrer Verschiedenartigkeit zu erleben. Wir haben uns gewundert, was sie sich auf spielerische Art alles merken können“, so Anja Hollekamp und Ramona Schultejann, die gemeinsam eine Gruppe begleiteten, unisono.

Stapper sieht in dem Engagement auch für die Katechetinnen eine Chance: Durch die Auseinandersetzung mit der Glaubensthematik könnten sie wieder neu in ihren christlichen Glauben hineinwachsen, sagt der Geistliche.

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