Schatzsuche
Ein Blick über den Tellerrand

Metelen -

Im Jahr 2009 startete der regionalgeschichtliche Arbeitskreis „Kulturraum Scopingau“ seine historische Entdeckungsreise, um regionale Kulturräume neu zu erkunden. Unter historischen Gesichtspunkten durchleuchtete die Gruppe die Region, in der wir leben und arbeiten – und die deshalb auch uns selbst und unsere Familien betrifft.

Donnerstag, 09.05.2013, 11:05 Uhr

Schätze aus vielen Jahrhunderten ruhen im „Scopingau“ – unter anderem dieses Liturgiebuch aus der Bibliothek der Metelener Stiftskammer. Joachim Fontaine (kl. Bild) führt Interessierte am Mittwoch (15. Mai) in die Geschichte des Stifts ein.
Schätze aus vielen Jahrhunderten ruhen im „Scopingau“ – unter anderem dieses Liturgiebuch aus der Bibliothek der Metelener Stiftskammer. Joachim Fontaine (kl. Bild) führt Interessierte am Mittwoch (15. Mai) in die Geschichte des Stifts ein. Foto: Fiegl/Tappe

„Wir wollten über den Tellerrand unserer Heimatgemeinde hinausschauen und die Geschichte dieser Region kritisch analysieren“, beschreibt Dr. Jürgen Schmitter das Ziel des Arbeitskreises . Er fungiert als Ansprechpartner dieses historisch interessierten Teams mit Vertretern aus Wettringen, Horstmar und Schöppingen – sowie mit Dr. Ulrich Klisa aus Metelen . Der Begriff „Scopingau“ ist übrigens die lateinische Bezeichnung für das Gebiet um Schöppingen.

Die Geschichte dieses Raumes hat der Arbeitskreis in kritischer Distanz und mit Leidenschaft erarbeitet. Die Projektmitarbeiter durchleuchteten unter anderem die Zeit der Sachsen oder die der Klöster und Äbtissinnen, welche auch in Metelens Vergangenheit eine wichtige Rolle spielte. Begeistert erzählt Schmitter von einem Kleinod aus dieser Zeit, das heute seinen Platz in der Bibliothek der Stiftskammer hat: ein Graduale aus dem 13. Jahrhundert: „Es ist das einzige erhaltene Liturgiebuch aus der Diözese und stammt aus der Bibliothek der Äbtissinnen.“

Um die Bevölkerung für die historischen Begebenheiten ihrer Region zu sensibilisieren, organisierte der Arbeitskreis eine Vortragsreihe mit entsprechenden Themenbereichen. Bei der Auswahl der Referenten, so Schmitter, habe man Wert darauf gelegt, dass die Historiker ihr Wissen plastisch und anschaulich vermitteln und so ihre Zuhörer fesseln. „Es war nicht immer einfach, die entsprechenden Referenten zu finden“, erinnert er sich.

Offensichtlich aber ist es den Aktiven des Arbeitskreises gelungen, die Bürger von heute zu erreichen. Zum ersten Vortrag in Schöppingen seien über 100 Leute gekommen, erzählt Schmitter. „Das war eine großartige Resonanz. Wir waren freudig überrascht, dass sich so viele Leute für die Geschichte ihrer Region interessieren.“

Ähnlich starkes Interesse wünscht sich der Metelener auch, wenn die Hauptgeschäftsführerin des Westfälischen Heimatbundes, Dr. Edeltraud Klueting, am Mittwoch (15. Mai) ab 19.30 Uhr im Pfarrzentrum Oase zum Thema „Chronistik und Geschichtsschreibung in Frauenklöstern und Damenstiften – insbesondere im westlichen Münsterland“ referiert. Joachim Fontaine, Vorsitzender der Kulturinitiative Metelen, wird das Publikum mit einer kurzen Einführung in die Geschichte des Klosters und Stifts Metelen auf den Vortrag einstimmen. Der Eintritt ist frei.

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