Holsteiner Pferdeschau
„Holsteiner“ ziehen Blicke auf sich

Metelen -

Zum Mekka der Pferdeliebhaber wurde am Mittwoch der Hof Becker in Naendorf: Zum sechsten Mal trafen sich dort Züchter der Holsteiner Pferderasse, um ihre Fohlen prämieren zu lassen. Kommentator war der Olympiareporter Carsten Sostmeier.

Mittwoch, 21.08.2013, 19:08 Uhr

„Willkommene Blutergänzung “, „erstklassige Abstammung“, „Vater ritt schon erfolgreich auf den Europameisterschaften“ – Worte, die aus berufenem Mund stammen, was den internationalen Pferdesport angeht. Olympiareporter Carsten Sostmeier war es, der am Donnerstag bei der Holsteiner Stuten- und Fohlenschau auf dem Hof Becker mit seinem Auftreten und vor allem mit seinem von Sachverstand strotzenden Kommentaren die Aufmerksamkeit auf sich zog. Extra aus seiner holsteinischen Heimat war der bekannte Sportreporter nach Metelen angereist, um die mittlerweile sechste Auflage der zusammen mit Viersen größten Leistungsschau außerhalb der Körbezirke Schleswig-Holsteins zu begleiten. „Darüber sind wir schon stolz“, betonte Franz Becker, der zusammen mit seiner Frau Birgit als Gastgeber fungierte. Steht doch für das „zweibeinige Zugpferd“ der Metelener Schau am heutigen Donnerstag die nächste Aufgabe beim Fernsehen an, nämlich die Kommentierung der Europameisterschaften im Dressur- und Springreiten in dänischen Herning.

Begleitet von der sonoren Stimme Sostmeiers bekamen die zahlreichen Zuschauer auf der ansprechend hergerichteten Anlage in Naendorf rund 60 Fohlen der beliebten Sportpferderasse zu sehen. Bis die edlen Tiere auf dem Führrund zusammen mit ihren Muttertieren aufliefen, mussten sich die Besucher etwas gedulden. Die Prüfungskommission mit Dr. Eva-Maria Junkelmann und Christian Thoroe verspätete sich ein wenig. Zuvor hatten die Wertungsrichter noch eine weitere Veranstaltung in Viersen zu absolvieren. Das Warten hielt sich jedoch in Grenzen und in der bestens bestückten, schattigen Cafeteria ließ es sich gut aushalten.

Für die Beckers ist die Stuten- und Fohlenschau der züchterische Höhepunkt des Jahres. Nicht zuletzt, weil das pferdebegeisterte Paar selbst einige Tiere begutachten lässt – in diesem Jahr nicht weniger als elf. Von Mal zu Mal sei die Veranstaltung ein wenig gewachsen, berichtet Birgit Becker. Die vielen Pferdetransporter auf dem Hofgelände bestätigen dies eindrucksvoll. Nicht nur aus Westfalen und Niedersachsen, sondern auch aus den Niederlanden und Belgien kommen die Züchter, um die Stuten ins Pferdestammbuch eintragen zu lassen und die Fohlen zur Prämierung vorzuführen. Mit Erfolg: Alle Stut- und Hengstfohlen erhielten von Brandmeister Arndt Ehlers das begehrte Brandzeichen, das die Verbandszugehörigkeit dokumentiert.

Ob es den Beckers gelang, auch in diesem Jahr wieder Fohlen in den sogenannten Endring zu bringen, stand erst am Abend fest. Aus dem besten Stut- und Hengstfohlen wurde der Tagessieger ermittelt, der einen Sonderpreis erhielt: Ein Decktaxen-Sponsoring. „Das ist schon ein außergewöhnlicher Preis“, erklärte Birgit Becker. Muss doch der Besitzer eines weiblichen Tieres 10 000 Euro und mehr dafür zahlen, dass es ein männliches Tier decken darf. Wie sagte doch Carsten Sostmeier: „Erstklassige Abstammung ist alles“.

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