Auf den Spuren Henry Dunants
Neue Jugendrotkreuzgruppe probt für ein Theaterstück, das sie auf dem Fettmarkt aufführen wird

Metelen -

Seit März dieses Jahres gibt es in Metelen eine Jugendrotkreuzgruppe. Und die Mitglieder sind schon jetzt sehr aktiv. Neben wöchentlichen Treffen, bei denen unter anderem die Erste Hilfe im Mittelpunkt steht, proben sie derzeit für ein Theaterstück über die Geschichte des Roten Kreuzes. Aufgeführt wird das Stück auf dem Fettmarkt.

Donnerstag, 03.10.2013, 09:10 Uhr

Eigentlich etwas ganz schön Großes hat sich die kleine Truppe vom Jugendrotkreuz (JRK) Metelen da vorgenommen. Die Mädchen um Gruppenleiterin Julia Thomas haben sich im März zusammengefunden und wollen beim Fettmarkt ein Theaterstück aufführen.

„Nun ja, eigentlich ist es eine Szenenfolge, die wir vor den Sommerferien zusammen geschrieben haben “, erzählt die JRK-Leiterin, denn das ist Julia Thomas auch noch und seit bald 20 Jahren beim Roten Kreuz dabei. Erst in Emsdetten und seit längerer Zeit nun auch in Metelen.

In dem Theaterstück soll es um den Initiator des Roten Kreuzes, Henry Dunant und seine humanistischen Motive zur Gründung der Hilfsorganisation gehen. Fest steht, dass Analena Libido diese Rolle übernimmt und Yvonne Althoff die einzelnen Szenen als Berichterstatterin mit Informationstexten verbinden wird. Übrigens ums Verbinden geht es auch ganz praktisch. Die verletzte Soldatin Franziska Libido wird in dem Stück von Mareike Althoff und Julia Thomas betreut und ihr wird ganz fachmännisch ein Verband angelegt. Außerdem gehört noch Doreen zur Gruppe, die stetig wächst.

Bei deren wöchentlichen Treffen geht es um Erste Hilfe oder wie man sich mit Filmschminke in eine Notfalldarstellerin verwandeln kann, wenn das DRK für Einsätze übt. Theaterspielen ist also eigentlich eher die Ausnahme. „Wir hoffen, durch unsere Aktion beim Fettmarkt auf unsere Gruppe aufmerksam machen zu können“, erläutert Thomas. Die Requisiten für den Auftritt haben sich die Mädchen selbst zusammengesucht oder basteln sie eigenhändig, wie zum Beispiel ein eigenes Banner. „Eine Fahne vom Roten Halbmond, der Schwesterorganisation des DRK, muss bis zum Fettmarkt auch noch her“, weiß Mareike Althoff. Auch wenn sie in einer Szene des Stücks einen Stahlhelm tragen wird, geht es weniger um die Schrecken des Krieges, die Dunant zur Gründung seiner Organisation bewogen haben. Grundlage für die Szenenfolge ist zwar sein Buch „Eine Erinnerung an Solferino“, doch vielmehr geht es der Gruppe darum, Dunants Prinzipien wie Menschlichkeit, Freiwilligkeit und Unparteilichkeit darzustellen. Ganz schön wichtige Anliegen und schwierige Texte hat sich die Gruppe ausgesucht. Auf dem Fettmarkt am 19. und 20. Oktober (Samstag und Sonntag) kommt das Theaterstück der Gruppe zur Aufführung. Geplant ist jeweils eine Vorstellung um 15 Uhr auf der Bühne im Bürgerhaus. „Ach, irgendwie kriegen wir das schon hin“, ist sich Franziska sicher und blättert schnell weiter in ihrem Rollentext für die nächste Szene.

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Die Jugendrotkreuzgruppe unter der Leitung von Julia Thomas trifft sich immer dienstags von 18.30 bis 19.30 Uhr im Bürgerhaus.

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