Zirkus Musicus begeistert
Wunderbare Stars in der Manege

Metelen -

Dass es nur an der zeitgleichen Übertragung eines WM-Spiels lag, wollte Dagmar Jänsch, Geschäftsführerin des Blasorchesters Metelen, nicht als Erklärung für die doch recht überschaubare Anzahl von Zuschauern gelten lassen, als ihr Blick vor Beginn des Konzerts umherschweifte. „Egal, wir würden auch für nur drei Zuschauer alles geben“, sagte sie und versprach damit wahrlich nicht zu viel.

Montag, 16.06.2014, 08:06 Uhr

Dass es nur an der zeitgleichen Übertragung eines WM-Spiels lag, wollte Dagmar Jänsch , Geschäftsführerin des Blasorchesters Metelen , nicht als Erklärung für die doch recht überschaubare Anzahl von Zuschauern gelten lassen, als ihr Blick vor Beginn des Konzerts umherschweifte. „Egal, wir würden auch für nur drei Zuschauer alles geben“, sagte sie und versprach damit wahrlich nicht zu viel. Zirkus Musicus – die Zweite: Nach über zehn Jahren gab es am Samstagabend eine Neuauflage des damals noch im Bürgerhaus Metelen gespielten Konzerts.

Ein tolles Ambiente im Zirkuszelt – vom ersten Ton an packte das Zirkusfeeling das Publikum. Rabea Wenning, Musikerin des Blasorchesters, begrüßte zunächst alle Gäste, darunter Noch-Bürgermeister Helmut Brüning und Bald-Bürgermeister Gregor Krabbe. Dann übergab sie das Wort an die Moderatoren Markus Wesseler und Hildegard Westphal, die von der ersten Minute an alle Lacher auf ihrer Seite hatten und mehr als nur moderierten. „Einen Clown, den brauchen wir hier nicht, wir haben ja schon einen“, ließ Hildegard Westphal mit einem Seitenblick auf ihren Kollegen verlauten, bevor das Konzert mit den „Zirkus Fantasien“ (Solistin Dagmar Jänsch am Alt-Saxofon) und orientalischen Klängen bei „Auf einem persischen Markt“ (Alina Bussmann, Oboe und Lena Fehlker, Piccolo) endgültig Fahrt aufnahm.

„Was ist denn das für ein Holzteil-draufhauding?“, wunderte sich Moderator Markus Wesseler, als für das nächste Lied ein Merimbaphon aufgebaut wurde. Das wohl bekannteste Zirkuslied „Erinnerungen an Zirkus Renz“ überzeugte die Zuhörer endgültig. „Wahnsinn“, kommentierte eine Stimme aus dem Publikum das Solo von Maximilian Wessels. Atemlose Stille herrschte, als das Blasorchester danach „Oh, mein Papa“ (grandios: Dieter Oskamp an der Trompete) spielte. „Bravo“, ertönten Rufe aus der Menge. Nach „Die tollkühnen Männer“ (Percussion Maximilian Wessels und Alexander Losch) hatten sich alle eine Pause redlich verdient.

Mit „Belvedere“ (Solistin Dagmar Jänsch, Alt-Saxofon) ging es schwungvoll in die zweite Runde. Das Stück „General Radetzky goes Coucou“, besser bekannt als Radetzky-Marsch, fand einen „unfreiwilligen“ Unterstützer. Thomas Wissing, Leiter der Vitus-Schule, spielte die der Kuckucksflöte und brachte alle zum Schmunzeln. Er nutzte gleich die Gelegenheit, seinen Dank auszusprechen. Denn der Erlös des Abends wird seiner Schule gespendet.

Nach „Mah Na Mah Na“ (Solist Johannes Alfert, Posaune) folgte ein grandioses Finale. Benjamin Doedt, als Solist an den Drums, und das bestens gelaunte Blasorchester spielten „Fascinating Drums“. Keine Überraschung waren nach dieser Leistung die Rufe nach einer Zugabe. Die Klänge von „Nessaja“ füllten die Manege.

Als besonderes Highlight verabschiedeten Erik Jänsch als Tabaluga und Mara Brünenborg als Lili die Gäste. Mit dem „Auszug der Gladiatoren“ schloss sich der Kreis und das dankbare Publikum machte sich auf den Heimweg.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2525925?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F178%2F2583225%2F4849662%2F
Kleiner Davensberger fordert Fernsehgrößen heraus
Paul Altenhövel hat Jan-Josef Liefers und Axel Prahl herausgefordert. Der Zehnjährige aus Davensberg behauptet, sich im Münster Tatort besser auszukennen als die beiden Hauptdarsteller. Spontan, nicht geplant und völlig überraschend: Alexander Dobrindt führte Heike, Paul, Theo und Tobias Altenhövel durch den Deutschen Bundestag.
Nachrichten-Ticker