Angelverein holt am Donnerstag vor dem Fettmarkt Delikatesse nach Metelen
Forellen aus Quellwasser

Metelen -

Champignons kann man direkt anbieten. Bei der fischigen Angebotsvariante ist wesentlich mehr Vorarbeit nötig. „Die Forelle liebt sauerstoffreiches, am besten Quellwasser“, weiß Ingo Kottig – und noch viel mehr.

Dienstag, 30.09.2014, 15:09 Uhr

Die Montur der Angeler wird wohl auch am 18. und 19. Oktober am Haken hängen, wenn die Mitglieder auf dem Fettmarkt geräucherte Forellen anbieten.
Die Montur der Angeler wird wohl auch am 18. und 19. Oktober am Haken hängen, wenn die Mitglieder auf dem Fettmarkt geräucherte Forellen anbieten. Foto: Martin Fahlbusch

„Ich habe schon oft gehört, dass Leute beispielsweise über geräucherte Forellen auf den Fischgeschmack gekommen sind.“ In dem schmucken, noch recht neuen Vereinsheim des ASV Metelen , das sich die Angler mit den Judokas und dem Blasorchester teilen, erzählt ASV-Geschäftsführer Ingo Kottig , wie man auf die Idee gekommen ist – die Idee nämlich, beim Fettmarkt auf den ASV mit Räucherfisch aufmerksam zu machen. Mittlerweile bieten die Mitglieder dort – anno 2014 am 18. und 19. Oktober – auch gebratene Champignons an. Kottig freut sich, dass von den Einnahmen am Ende etwas für die Vereinskasse übrig bleibt.

Champignons kann man direkt anbieten. Bei der fischigen Angebotsvariante ist indes wesentlich mehr Vorarbeit nötig. „Die Forelle liebt sauerstoffreiches Wasser, am besten Quellwasser “, erläutert der leidenschaftliche Angler. In den ASV-Gewässern würde man vergebens auf diese Fischart warten. So hat man sich bei den Nachbarn in Schöppingen, mit denen der Verein auch sonst gute Kontakte pflegt, umgehört. Die Angler fanden dort einen Forellenzüchter, der seine Setzlinge aus dem Sauerland bezieht. „Da weiß man, was man kriegt“, schmunzelt der ASV-Mann. Der Kollege dort nutzt wohl das Wasser aus der Vechtequelle. So stimmt die Verbindung mit Metelen.

„Wir wollen natürlich frische Ware auf dem Fettmarkt anbieten und holen am Donnerstag vorher um die 200 Forellen aus Schöppingen ab“, beschreibt Kottig die ersten Schritte. Danach herrscht ordentlich Vorbereitungstrubel im Vereinshaus am Heuershof. Erst müssen die Fische mit einer selbst gebauten Bürstmaschine gesäubert werden. Wenn die Innereien ausgenommen werden, schaut auch schon mal der Nach-wuchs den erfahrenen Mitgliedern zu. Fischkopf und Haut sollen möglichst unversehrt bleiben, bevor es weitergeht. „Die einen legen die Fische anschließend nur in Salz, andere wieder in angebotene Würzmischungen ein, wieder andere haben und nutzen ihr eigenes Rezept. Dann wird der Räucherofen des Vereins angeheizt: natürlich mit Buchenholz, besser gesagt mit Buchenmehl, das auf einem Blech im unteren Teil des Schrankes angezündet wird. Wenn die Temperatur stimmt, hängen die vorgewürzten Fische gut 90 Minuten im zarten Rauch. „Und dann werden sie für den Verkauf auf dem Fettmarkt, nachdem sie abgekühlt sind, verpackt.“ Wer mit Ingo Kottig gesprochen hat, der freut sich jetzt schon auf das ASV-Angebot beim Fettmarkt.

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