Workshop im Marien-Kindergarten
Selbstbewusst und stark

Metelen -

Nein sagen können, Körperbewusstsein entwickeln und mutig handeln: Selbstbehauptung und Selbstbewusstsein waren Themen eines Workshops, an dem Metelener Kindergartenkinder teilnahmen.

Dienstag, 18.11.2014, 08:11 Uhr

Zusammen mit den Mitarbeitern des Kinderschutzbundes präsentierten die teilnehmenden Mädchen und Jungen nach dem Workshop voller Stolz ihre Urkunden.
Zusammen mit den Mitarbeitern des Kinderschutzbundes präsentierten die teilnehmenden Mädchen und Jungen nach dem Workshop voller Stolz ihre Urkunden. Foto: kako

Nein sagen können, Körperbewusstsein entwickeln und mutig handeln: Selbstbehauptung und Selbstbewusstsein waren am Wochenende während eines Workshops Themen der Metelener Kindergartenkinder. Alle zwei Jahre findet diese Veranstaltung des Deutschen Kinderschutzbundes unter dem Motto „Mut tut gut“ in der Vechtegemeinde statt.

25 Kinder trafen sich am Samstag und Sonntag mit ihren Eltern jeweils vier Stunden lang im St.-Marienkindergarten. Ein umfangreiches Programm wartete auf die Kleinen – doch viel Bewegung und Spiele lockern das Programm kindgerecht auf. Aufgeteilt war die Veranstaltung in vier Themenblöcke.

Beim Gefühlsmemory betrachteten die Mädchen und Jungen ein Bilderbuchkino. Es ging vor allem darum, positive und negative Emotionen kennen- und damit umgehen zu lernen. „Ziel ist es, die Kinder zu stärken und ihr Selbstbewusstsein aufzubauen“, erklärte Nina Löchte vom Kinderschutzbund.

Bei ihrer Kollegin Katja Laukemper sprachen die Eltern und Kinder über den Körper selbst und die Wirkung von Berührungen. Die Mädchen und Jungen sollten so ein Bewusstsein dafür bekommen, was angenehm ist und was eben nicht. Das führte sie gleich zum nächsten Themenblock, das „Nein sagen“. Wo ist ein „Nein“ angebracht, wo auch mal nicht? Diese und weitere Fragen versuchten die Kinder mit Unterstützung von Mattes Koormann zu beantworten. Mithilfe des Buches „Der Neinrich“ spielten sie zusammen verschiedene Situationen durch und überlegten, an welcher Stelle man mit „Nein“ antworten sollte.

Raus aus dem Kindergarten ging es für den vierten und letzten Themenblock. In der Turnhalle hatte Sascha Hönekamp vom Kinderschutzbund einen Parcours mit verschiedenen Herausforderungen aufgebaut. „Bei dem Spiel Ziegenfangen geht es darum, Heidi und Peter zu helfen, ihre Ziegen wieder zu bekommen. Dabei müssen die Kinder zum Beispiel blind über eine Brücke gehen“, erzählt sein Kollege Mattes Koormann. Dafür überlegen alle zusammen, wie man Beeinträchtigungen – wie ein Tuch vor den n Augen – am besten überwinden kann. Die Lösung ist schnell gefunden: Mütter und Väter helfen den Kleinen mit führender Hand über die Brücke.

„Auch die Eltern können hier viel lernen. Sie bekommen Input, um zu Hause damit weiterzumachen“, so Koormann. „Der Kursus lebt heute Abend weiter, wenn die Familien beim Abendbrot über ihre Erfahrungen reden können“, ergänzt Löchte.

Zum Abschluss trafen sich alle Jungen und Mädchen im Gymnastikraum des Kindergartens. „Ihr habt euch viel Mühe gegeben und Spaß gehabt. Ihr habt euch heute richtig was verdient“, resümierte Nina Löchte. Am Ende erhielt jeder Teilnehmer eine Urkunde mit einer kleinen Überraschung.

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