Märchen in der Dankeskirche
Nussknacker wird lebendig

Metelen -

Schauspieler Frank Dukowski begeisterte bei der Aufführung des Weihnachtsmärchens in der evangelischen Kirche durch seine Wandlungsfähigkeit. Gemeinsam mit dem Pindakaas-Saxophon-Quartett erntete viel Beifall für das Stück „Nussknacker und Mausekönig“.

Montag, 01.12.2014, 23:12 Uhr

Schauspieler Frank Dukowski schlüpfte auch in die Rolle des Nussknackers.
Schauspieler Frank Dukowski schlüpfte auch in die Rolle des Nussknackers. Foto: Sabine Sitte

„Alle Feen und Kobolde hingesetzt und aufgepasst!“ Mit dem zauberhaften Wintermärchen vom „ Nussknacker und Mausekönig“ nach E. T. A. Hoffmann faszinierten am Sonntagnachmittag das Münsteraner Pindakaas-Saxophon-Quartett und der Schauspieler Frank Dukowski in der evangelischen Dankeskirche ein aufmerksames Publikum.

Untermalt mit Musik - unter anderem von Peter Tschaikowsky und Robert Schumann - erzählt Mechanikus Christian Elias Drosselmeyer die Geschichte von Clara, die am Weihnachtsabend einen Nussknacker geschenkt bekommt.

Es geht in dem Märchen um ihren erbitterten Kampf gegen den Furcht einflößenden Mausekönig und um das zauberhaften Puppenreich, in dem die Zuckerfee in einem Schloss aus Marzipan lebt. Claras Liebe befreit den verzauberten Nussknacker aus dem Bann der schwarzen Magie.

Auf kleinstem Raum vor dem Altar schlüpft Dukowski alias Drosselmeyer mit Hingabe und wenigen Gesten in jede noch so winzige Rolle: Im Stechschritt marschiert er als zum Leben erwachter Nussknacker auf und ab, stapft als Lebkuchenmann über die Kandiswiese oder dreht sich als Zuckerfee wie in einer imaginären Spieldose um sich selbst. Mit grimmigem Gesicht und gefletschten Zähnen mimt Dukowski den Mausekönig.

Die Aufführung ist ein Augen- und Ohrenschmaus, die Sinne erfassen Geräusche und beschwören Erinnerungen herauf: Das Glöckchen läutet die Bescherung ein, mit einem Tick-Tack-Tick-Tack rennt die Zeit davon und ein Rascheln und Trippeln zeugt vom Nahen der Mäusearmee hinter den Wänden. Die vier Musiker im Hintergrund entlocken Saxophon, Klarinette, Oboe und Querflöte die unglaublichsten Töne, selbst Triangel und Flexaton zaubern Illusionen. Mit dem gemeinsam gesungenen „Kling, Glöckchen, kling“ endet eine fantastische Märchenstunde.

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