Zirkus Merlin gibt drei Vorstellungen
Manege frei für Familie Spindler

Metelen -

Familie Spindler möchte die Metelener zum Lachen und Staunen bringen. Drei Vorstellungen im Zirkus Merlin stehen an diesem Wochenende auf dem Programm – ohne Tiere, dafür aber mit ganz viel Akrobatik, Artistik und Clownerie.

Samstag, 15.08.2015, 09:08 Uhr

Freuen sich auf zahlreiche Zuschauer aus Metelen und Umgebung (v.l.): Stefano mit seinem Diabolo, Seiltänzerin Nadine und Clown Jeff gastieren mit ihrem Familienzirkus auf der Wiese neben der Feuerwache.
Freuen sich auf zahlreiche Zuschauer aus Metelen und Umgebung (v.l.): Stefano mit seinem Diabolo, Seiltänzerin Nadine und Clown Jeff gastieren mit ihrem Familienzirkus auf der Wiese neben der Feuerwache. Foto: Heidrun Riese

Die meisten Metelener werden es bereits gesichtet haben, das rot-blaue Zelt auf der Wiese neben der Feuerwache. Der Zirkus Merlin hat es aufgeschlagen, um an diesem Wochenende drei Vorstellungen in der Vechtegemeinde zu geben. Am Samstag (15. August) um 11 Uhr sowie am Sonntag (16. August) um 11 und 14 Uhr heißt es: Manege frei!

Seit bald 25 Jahren betreibt Liane Spindler zusammen mit ihrem Mann Josef den kleinen Zirkus, der in den warmen Monaten durch ganz Deutschland , vor allem aber durch die den Großraum rund um Spelle tourt. Dort, im Emsland, ist die Familie zu Hause. Zusammen ist sie aber überall. Denn die beiden Söhne haben sich ebenfalls dem Zirkus verschrieben: Jeff und seine Frau Nadine haben einen festen Platz in der Manege. Genau wie Sascha, dessen Frau Silvana allerdings zu Hause bleibt, während der Rest der Familie mit dem Zirkus unterwegs ist – damit Jessie (12) und Justin (15) zur Schule gehen können. Die beiden Jungs mischen nur während der Ferien mit. „Unsere Kinder sind während der Saison früher immer dort zur Schule gegangen, wo wir gerade mit unserem Zirkus waren“, erinnert sich Liane Spindler zurück und ist froh, dass ihre Söhne sowie Neffe Stefano, der ebenfalls im Zirkus mitwirkt, dem Schulalter längst entwachsen sind. „Heute gibt es da wesentlich strengere Auflagen.“

Und dann stellt die Zirkuschefin noch das kleinste Familienmitglied vor: „Das ist Gizmo Spindler, unser einizges Raubtier.“ Wie der schwarz-braune Mini-Hund mit dem Schwanz wedelt, wirkt alles andere als bedrohlich. Wenn er andere Hunde sieht, wird aber erstmal gebellt. „Gizmo passt auf“, sagt das stolze Frauchen. Das ist auch seine einzige Aufgabe.

Denn Tiere in der Manege, das gibt es bei Spindlers nicht – nicht mehr. „Anfangs hatten wir Kamele, Lamas, Ponys, Mulis, Affen und einen Streichelzoo mit Gänsen, Ziegen und kleinen Hunden“, verrät Liane Spindler. „Ohne Tiere ist es leichter, auch aus Kostengründen.“

Ihr ist bewusst: „Zirkus hatte früher einen ganz anderen Stellenwert als heute, ist aber immer noch ein Stück Kultur.“ Schul- und Ferienprojekte sind eine wichtige Geldquelle. „Ohne die Einnahmen aus den öffentlichen Vorstellungen könnten wir uns aber auch nicht über Wasser halten“, sagt die Zirkuschefin und hofft, dass sie an diesem Wochenende zahlreiche kleine und große Zuschauer begrüßen kann. „Für uns ist das Wetter gerade ideal“, freut sich Liane Spindler, als sie in den bewölkten Himmel hinauf blickt. Wenn die Sonne brennt, kann es im Zirkuszelt nämlich ganz schön heiß werden.

Und was erwartet die Besucher dort? Eine Stunde voller Darbietungen zum Lachen und Staunen. Trotz des kleinen Teams lernt das Publikum viele verschiedene Persönlichkeiten kennen, verspricht die Zirkuschefin. Zwischen Wild-West-Show und Hula-Hoop-Nummer gehen die Akteure auch auf Tuchfühlung mit den Gästen. Kinder dürfen auf einem speziellen Drahtseil balancieren oder mit Tellern jonglieren. Ein besonderer Höhepunkt sei immer der Auftritt des Feuerspuckers, und der des Clown-Mädchens Lollipop. „Sie geht herum und malt den kleinen Besuchern die Nasen rot an. Viele Kinder schrecken zuerst etwas zurück. Aber wenn die Farbe erstmal auf der Haut ist, strahlen sie übers ganze Gesicht.“ Liane Spindler sprudelt vor Begeisterung, als sie von diesen Momenten erzählt.

Nur eines, das gefällt ihr ganz und gar nicht: „Wenn ein Zirkus in der Stadt ist, wird oft bei Leuten geklingelt und um Geld für den Zirkus gebeten“, warnt Liane Spindler vor Betrügern. „Deshalb weisen wir auf unseren Flyern extra darauf hin, dass wir auf Spenden an der Haustür nicht angewiesen sind.“ Scheine und Münzen nimmt Familie Spindler also nur an der Zirkuskasse entgegen. Und dann heißt es: Manege frei! Liane Spindler freut sich schon. „Wir waren zuletzt 2011 in Metelen . Es ist toll, wieder hier zu sein.“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3444224?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F178%2F4849643%2F4849648%2F
Nachrichten-Ticker