Wohngebäude
Lohnt der große Wurf bei der Haussanierung?

Metelen -

Modernisierungsstau durch unzureichende Wärmedämmung und veraltete Haustechnik prägen viele Altbauten im Ort. Ein neues Förderprogramm der KfW lockt jetzt mit Zuschüssen. Die gleichzeitige Sanierung der Gebäudehülle und der Einbau von energiesparender Heiztechnik, rückt deshalb in den Blick der Hausbesitzer. 

Montag, 05.10.2015, 10:10 Uhr

Einblasdämmung in die Hohlschicht ist eine Komponente im Katalog von Maßnahmen, um schlecht isolierte Häuser energetisch zu verbessern.
Einblasdämmung in die Hohlschicht ist eine Komponente im Katalog von Maßnahmen, um schlecht isolierte Häuser energetisch zu verbessern. Foto: isa

Wenn die eigenen vier Wände in die Jahre gekommen sind, denken viele über eine Sanierung ihres Häuschens nach. Die Schwachstellen sind vielfach bekannt – nicht zuletzt durch die Thermografie-Aktionen, für die die öffentliche Hand Zuschüsse gibt. Die Konsequenzen zu ziehen aus derartigen Analysen, fällt vielen jedoch nicht leicht. Vor allem aus finanziellen Gründen. Denn eine Komplettsanierung – sprich eine energetisch sinnvolle Dämmung des Hauses plus Austausch von veralteter Haustechnik – geht ins Geld.

Mit dem Thema haben sich schon viele Metelener beschäftigt, stammt doch das Gros des Altgebäudebestandes im Ort aus den 1960-er bis 80-er Jahren. Die Rechnungen der Energielieferanten – für Strom, Gas oder Öl – kletterten in den vergangenen Jahren fast immer nach oben. Der Winter steht vor der Tür – und viele überlegen, ob und wie sie ihre Immobilie optimieren können.

Hoffnung machte noch zur Jahreswende die Bundesregierung , die über ein Bonus-Paket beriet, mit dem bis zu 25 Prozent der Sanierungskosten absetzbar sein sollten. Dieses Vorhaben kam allerdings nicht zum Zuge. Doch der Regierung sitzen die selbst gesteckten Ziele zur CO-Reduzierung im Nacken. Eine aktuelle Fördermöglichkeit eröffnet nun die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau , kurz KfW. „Sanierung zum KfW-Effizienzhaus“ ist das Programm untertitelt, das mit niedrigen Zinsen und überdies mit einem Bonus in Form eines Tilgungszuschusses lockt.

Örtliche Handwerker haben den Reiz des Programms erkannt und entwickelten ein Konzept, mit dem die KfW-Fördermöglichkeit genutzt wird, um eine Komplettsanierung zu stemmen. Günther Bauksties von der Firma „Solar Direkt“ etwa sieht die größten Chancen für die energetische Verbesserung im Altbau, welche die Nebenkosten drastisch reduzieren hilft, in einer solchen Sanierung aus einem Guss. Dabei wird die Gebäudehülle mit all ihren Schwachstellen wie alten Fenstern, ungenügend gedämmtem Dach und Kellerdecke sowie einer schlechten Fassadendämmung ebenso angegangen wie beispielsweise der Ölkessel, der längst nicht mehr up to date ist.

„Sinn macht so etwas, weil eine Gebäudehülle, die nach der Sanierung dem Neubaustandard entspricht, auch den Einbau von Niedertemperatur-Heizsystemen erlaubt.“ Wärmepumpen holen die Energie aus der Außenluft oder aus der Erde, brauchen aber Strom.

Dennoch, so ist sich Bauksties sicher: „Wenn das Gebäude energieeffizient saniert ist, möglicherweise sogar noch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach einen großen Teil des Stroms liefert, dann rechnet sich der Aufwand.“ Außerdem, und das werde immer wichtiger, mache man sich unabhängig von den in der Regel steigenden Energiepreisen, da man Strom und Wärme ja selber erzeuge.

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