Kreatives Bauernstübchen
Anziehungspunkt am Vitustor

Metelen -

20 Jahre lang gibt es nun schon das Kreative Bauernstübchen im Hause Kirsch am Vitustor. Was aus der Not heraus entstand – in Metelen gab es seinerzeit kein Café – hat sich längst zu einer Institution entwickelt, die weit über die Ortsgrenze hinweg bekannt ist.

Sonntag, 12.06.2016, 12:06 Uhr

Das Team des Bauernstübchens mit (v.l.) Irmgard Herdering, Maria Stauvermann, Käthe Schründer, Hanna Polz, Anni Focke, Anneliese Nauschütte, Maria Hinkert und Teamleiterin Maria Dittrich hatte allen Grund zum Feiern.
Das Team des Bauernstübchens mit (v.l.) Irmgard Herdering, Maria Stauvermann, Käthe Schründer, Hanna Polz, Anni Focke, Anneliese Nauschütte, Maria Hinkert und Teamleiterin Maria Dittrich hatte allen Grund zum Feiern. Foto: Dorothee Zimmer

In den 20 Jahren, in denen es das Bauernstübchen jetzt gibt, hat es sich einen guten Ruf auch über Metelens Grenzen hinweg erworben. Am Samstag feierte das in dieser Sache engagierte Frauenteam unter der Leitung von Maria Dittrich den runden Geburtstag mit geladenen Gästen.

Reinhard Brüning wusste exemplarisch von der Attraktivität der Einrichtung zu berichten: Vor einigen Wochen, so erzählte der stellvertretende Bürgermeister in seinem Grußwort, sei er zufällig mit einer Männer-Radfahrergruppe ins Gespräch gekommen. „Zum Schluss habe ich gefragt, wohin sie denn fahren wollten. Und sie sagten: ‚Ins Bauernstübchen, das machen wir öfter. Da kann man gut Kaffee trinken und leckeren Kuchen essen.’“ Ergo lautete Brünings Fazit: „Das Bauernstübchen hat schon vielen Besuchern große Freude bereitet.“

Gelegentlich kommen auch Elfriede und Willibald Puls aus Neuenkirchen zum Kaffeetrinken vorbei. Die Mutter des 84-Jährigen war eine geborene Kirsch. Sie erbte das Haus am Vitustor, in dem das Bauernstübchen seit zwei Jahrzehnten seinen Platz hat, und später der Sohn.

Das Ehepaar, das am Samstag ebenfalls zu den Gratulanten zählte, hob besonders das „große Glück mit den Mietern“ hervor. „Wir sind froh, dass das Haus von den Frauen und ihren Männern so gut in Schuss gehalten wird“, erklärte Willibald Puls. Das Mietverhältnis sei von einem harmonischen Miteinander geprägt. Und dass er und seine Frau öfter mal hereinschauen, hat laut Elfriede Puls auch ein bisschen mit Sentimentalität zu tun: „Mein Mann hängt sehr an diesem Haus.“

Die Anfänge des Bauernstübchens resultierten seinerzeit vor allem aus dem Wunsch heraus, Bürgern und Besuchern einen Platz zum Treffen bei Kaffee und Kuchen anzubieten. Dass es dafür durchaus Bedarf gab, stellte Maria Dittrich in ihrer damaligen Eigenschaft als Fremdenführerin häufiger fest: „Leute haben mich oft gefragt, wo sie denn zum Kaffeetrinken hingehen könnten“, blickte sie in ihrer Begrüßung auf die Anfänge zurück, die zu-           nächst im Bürgerhaus und später über die Kontakte von Gemeindearchivar Reinhard Brahm und des damaligen Vorsitzenden des Heimatvereins, Heinz Tewes, zum Ehepaar Puls ihren Lauf nahmen.

Heute hat sich laut Dittrich das Bauernstübchen längst zu dem entwickelt, was es nach den Vorstellungen des ehrenamtlich arbeitenden, achtköpfigen Frauenteams mit der im Hintergrund aktiv unterstützenden Männerriege immer werden sollte: „Wir wollten Metelen um einen Anziehungspunkt reicher machen.“

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