Metelener Heide
Licht schaffen für die Heide

Metelen -

Ohne regelmäßige Pflege wird es nichts mit der Wiederansiedlung der namensgebenden Heide auf einer eigens geschaffenen Waldlichtung nahe des Heidehotels. Also machten sich Naturschützer erneut auf, um die Fläche von Brombeer-Aufschlag zu befreien.

Montag, 04.07.2016, 17:07 Uhr

Fest verwurzelt in der Erde: Auch Wilfried Opitz legte sich mächtig ins Zeug, um die Heidefläche vom Aufschlag der Brombeersträucher zu befreien.
Fest verwurzelt in der Erde: Auch Wilfried Opitz legte sich mächtig ins Zeug, um die Heidefläche vom Aufschlag der Brombeersträucher zu befreien. Foto: Dorothee Zimmer

Wenn Karl Hollekamp könnte, wie er wollte, er würde liebend gern mit anpacken, sich unter die 15 Männer und Frauen mischen, die sich auf der zweieinhalbtausend Quadratmeter großen Fläche in der Nähe des Heidehotels mit krummem Rücken in kleinen Schritten fortbewegen und die Brombeeraufschläge, von denen es hier reichlich gibt, aus dem Boden ziehen.

Weil das die Beine aber nicht mehr mitmachen wollen, schaut Hollekamp auf dem Rollator sitzend interessiert zu und ist voll des Lobes über die Beteiligung so vieler Leute und des Bürgermeisters, „der auch immer dabei ist“. Auf dem Fleckchen Erde, das ist der Wunsch der Gruppe, die mit Dr. Peter Schwartze von der Biologischen Station des Kreises Steinfurt einen Fachmann an ihrer Seite hat, soll sich wieder Heide ansiedeln. Sie hat dort schon mal geblüht, vor Jahrzehnten, Claudia Wehrmann sagt, sie könne sich daran noch schwach erinnern. „Ich fände es wirklich schön, wenn es sie hier wieder geben würde“, begründet die 54-Jährige ihr Mittun an dem Arbeitseinsatz des Initiativkreises.

Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. „Im Boden gibt es noch Samenbänke“, erklärt Altbürgermeister Helmut Brüning. Solange sie aber keine ordentlichen Bedingungen zur Entwicklung haben, können sie sich nicht entfalten. „Die Heide braucht Licht, was die Brombeeren ihr nehmen.“

Nach einer guten Stunde Arbeit ist die Fläche am Freitag wieder heidefreundlich hergerichtet. Mitglieder des Hegerings hatten zwei Wochen zuvor ebenfalls schon einen Teil bearbeitet.

Hollekamp, auf dessen Idee die Rekultivierung zurückgeht, weil er meinte, dass den Bezeichnungen wie etwa „Metelener Heide“ oder „Heidehotel“ die Berechtigung fehle, hofft auf den gewünschten Erfolg der gemeinsamen Bemühungen: „Aber bis die Heide hier wieder flächendeckend wächst, wird es wohl noch einige Jahre dauern.“

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