Denkmalschutz
Glücksspieler unterstützen Bahnhof

Metelen -

Die letzte große Tranche für die Finanzierung der Bahnhofs-Sanierung in Metelen-Land ist jetzt auch ganz offiziell überreicht worden. Sigrid Karliczek von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz übergab einen Scheck über 50 000 Euro an die Gemeinde und die EIG.

Donnerstag, 29.09.2016, 06:09 Uhr

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz  übergab jetzt, vertreten durch Sigrid Karliczek (vorne r.), einen Förderbetrag über 50 000 Euro an Metelens Bürgermeister Gregor Krabbe (2.v.r.) und Vertreter der Eisenbahn-Interessengemeinschaft (EIG) Metelen, die für diesen Zweck ihre historischen Uniformen angezogen hatten.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz  übergab jetzt, vertreten durch Sigrid Karliczek (vorne r.), einen Förderbetrag über 50 000 Euro an Metelens Bürgermeister Gregor Krabbe (2.v.r.) und Vertreter der Eisenbahn-Interessengemeinschaft (EIG) Metelen, die für diesen Zweck ihre historischen Uniformen angezogen hatten. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Natürlich wussten die Freizeit-Eisenbahner und auch Metelens Erster Bürger, was da auf sie zukommen würde. Dennoch freuten sich die Vertreter der Gemeinde und die Betreiber des Museumsbahnhofes über den symbolischen Scheck , den Sigrid Karliczek jetzt im Gepäck hatte.

Die Diplom-Ingenieurin ist ehrenamtliche Mitarbeiterin bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und aktiv in der Leitung des Ortskuratoriums Münster . Dieses arbeitet der bundesweit agierenden Stiftung zu, die sich um die Bewahrung kulturhistorisch wertvoller Gebäude und technischer Denkmäler kümmert.

„Da hätte ich ja besser von Münster aus den Zug nehmen können“, konnte sich Karliczek ein Lachen nicht verkneifen angesichts vieler Baustellen auf den Straßen. Der Bahnhof ist eines von 380 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mitteln von West-Lotto aus der Lotterie „Glücksspirale“ allein in Nordrhein-Westfalen gefördert hat, informierte die Ortskuratorin.

Sie stellte aber auch klar, dass neben diesen wichtigen Einnahmen aus dem Glücksspiel, die letztlich den Denkmal-Objekten zu Gute kommen, die Spenden der Menschen aus der Region einfließen in die Auswahl der Förderobjekte. „Nach der Wende haben wir vor allem in Ostdeutschland einen Förderschwerpunkt gehabt“, erläuterte Karliczek, die selber Leipziger Wurzeln hat. Mittlerweile sei der Nachholbedarf dort nicht mehr so groß und die Stiftung versuche, die Mittel auch dort einzusetzen, wo das Spendenaufkommen entsprechend hoch sei.

„Der Bahnhof ist von besonderer Bedeutung für die regionale Wirtschafts- und Verkehrsgeschichte“, erläutert die Stiftung ihre Förderentscheidung. Der an der 1975 an der Bahnstrecke Münster-Gronau errichtete Bahnhof habe es der Gemeinde Metelen ermöglicht, mit ihrer Textilindustrie und ihren landwirtschaftlichen Produkten weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben.

Metelens Gemeinderat hatte am Montag endgültig Grünes Licht für die Sanierung gegeben, indem er die Finanzierungslücke schloss, die trotz der Mittel aus der Denkmalstiftung, der NRW-Stiftung sowie aus weiteren Fördergeldern und Eigenanteilen der EIG und der Gemeinde, noch geblieben war. Mit dem Beginn der Sanierungsarbeiten rechnet die Verantwortlichen im Rathaus für das Frühjahr 2017.

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