Asylbewerber
Probleme vor allem in einer Unterkunft

Metelen -

Über die aktuelle Situation der Asylbewerber in der Gemeinde informierte die Verwaltung im Sozialausschuss.

Donnerstag, 10.11.2016, 20:11 Uhr

30 Briefkästen gibt es für die maximal 30 jungen Männer, die in einem Klassenraum-Trakt der ehemaligen Hauptschule untergebracht sind. Obwohl derzeit nur zur Hälfte belegt, kommt es – auch wegen der langen Verfahren – immer wieder zu Spannungen.
30 Briefkästen gibt es für die maximal 30 jungen Männer, die in einem Klassenraum-Trakt der ehemaligen Hauptschule untergebracht sind. Obwohl derzeit nur zur Hälfte belegt, kommt es – auch wegen der langen Verfahren – immer wieder zu Spannungen. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Ja, es stimme, dass schon mal die Polizei da war und auch der Rettungswagen, bestätigte Simone Frahling jetzt auf eine Nachfrage aus den Reihen der SPD im Sozialausschuss. Die Fachbereichsleiterin aus dem Rathaus verdeutlichte auch die Gründe.

„In der ehemaligen Hauptschule sind ausschließlich allein stehende, junge Männer untergebracht. Aktuell sind es 15, die teils schon seit langer Zeit auf eine Entscheidung in ihren Antragsverfahren warten.“ Die Situation dieser Gruppe Flüchtlinge sei schwierig, ganz im Gegensatz zu geflüchteten Familien, die in anderen Unterkünften des Gemeindegebietes untergebracht seien. „Da gibt es wesentlich mehr Bindungen, auch an den Ort“, erläuterte die Fachbereichsleiterin

Aber auch diese Menschen litten unter den teils sehr langen Entscheidungszeiträumen. „Eine klare Linie ist dabei nicht zu erkennen“, erklärte Frahling auf Nachfrage aus dem Ausschuss. So gebe es Menschen, die im August des Vorjahres in Metelen angekommen seien und immer noch keinen Bescheid bekommen hätten. Auf der anderen Seite stünden Fälle von Asylbewerbern, die wesentlich kürzer vor Ort seien, deren Fall aber bereits vom Bundesamt entschieden sei.

Insgesamt habe sich die Flüchtlings-Situation für die Gemeinde ein wenig entspannt. Waren im Vorjahr Metelen noch 114 Menschen zugewiesen worden, so sind es im laufenden Jahr bis einschließlich Ende Oktober nur 43. Der über fünfmonatige Zuweisungsstopp vor dem Hintergrund, dass die Kommune ihrer Aufnahmequote erfüllt hatte, trug hierzu bei. Derzeit leben in Metelen 24 anerkannte Flüchtlinge, 17 sind nach Erhalt des Anerkennungsbescheides verzogen. Auch hier beobachten die Betreuer im Rathaus, dass Familien eher dazu neigen, zu bleiben.

Aktuell stehen etwa 200 Plätze für die Unerbringung von Flüchtlingen zur Verfügung, von denen 146 belegt sind. Absehbar sei, dass die Unterkunft in der ehemaligen Hauptschule zum Mai 2017 geräumt werden müsse. Es sei für anerkannte Flüchtlinge schwierig, Mietwohnungen in Metelen zu finden. 19 anerkannte Flüchtlinge wohnten daher immer noch in Einrichtungen der Gemeinde.

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