Berufe
Traumnote für kreative Bisquit-Kamera

Metelen -

Am liebsten gestaltet sie Hochzeitstorten: Mareike Althoff hat Konditorin gelernt und bestand jetzt die Gesellenprüfung als Jahrgangsbeste. Die eigene Kreativität einfließen lassen in die leckeren Kreationen, das ist es, was die 19-Jährige an ihrem Beruf begeistert.

Dienstag, 25.07.2017, 06:07 Uhr

Hochzeitstorten und die Umsetzung eigener, kreativer Ideen sind besonders reizvolle Aspekte im Konditorenberuf. Mareike Althoff bestand die Prüfung als Jahrgangsbeste.
Hochzeitstorten und die Umsetzung eigener, kreativer Ideen sind besonders reizvolle Aspekte im Konditorenberuf. Mareike Althoff bestand die Prüfung als Jahrgangsbeste. Foto: Irmgard Tappe

Mareike Althoff hat eine Vorliebe für Torten, und das nicht nur als Gaumenfreude. Köstliche Tortengebilde eigenhändig anfertigen und dekorieren sind für die frisch gebackene Konditorin Beruf und Leidenschaft zugleich. „Eigentlich macht mir alles Spaß an diesem Job, zu dem auch die Herstellung von Pralinen und Schokolade gehört. Aber an Hochzeitstorten arbeite ich besonders gern. Weil ich mich da so gut kreativ auslassen kann“, bemerkt die 19-Jährige lachend, während sie ein dreistöckiges Kuchenkunstwerk gestaltet.

Die Metelenerin hat das Konditorhandwerk von der Pike auf erlernt. In der Gronauer Conditorei Dieter Roth absolvierte sie nach dem Realschulabschluss eine dreijährige Ausbildung. „Das ist ein familiär geführter Handwerksbetrieb mit viel Erfahrung. Die haben in den vergangenen 50 Jahren mehr als 100 Lehrlinge ausgebildet. Ich war froh, dass ich diese Lehrstelle bekommen hatte“, blickt Althoff ein paar Jahre zurück.

Jetzt hat sie es geschafft. Und nicht nur das. Mit der Traumnote „Eins“ legte sie ihre Abschlussprüfung als Jahrgangsbeste vor der Konditoren-Innung Steinfurt ab.

„Ich bin glücklich, dass ich bestanden habe. Dass es eine so gute Note geworden ist, freut mich natürlich besonders“, sagt Althoff und zeigt ein Foto von ihrem Gesellenstück.

Die Aufgabe der Absolventen bestand darin, neben Pralinen, Konfekt, Kleingebäck und dekorativen Gourmethäppchen eine Motivtorte zum Thema „Hobby“ anzufertigen. „Weil ich gern fotografiere, habe ich aus Bisquit eine Kamera gestaltet – gefüllt mit Himbeeren und Buttercreme sowie mit Fondant eingedeckt“, beschreibt sie die Leckerei, die mittlerweile genussvoll vertilgt wurde.

Die 19-Jährige erinnert sich, dass sie schon im Kindesalter gern ihrer Mutter beim Kuchen backen zur Seite stand. Später habe sie dann eigene Backwerke kreiert, die ihr meistens gelungen seien. „Das hat mir immer sehr viel Freude gemacht“, sagt Mareike Althoff.

Ihre Mutter war es schließlich, die sie auf die Idee brachte, sich um eine Lehrstelle als Konditorin zu bewerben. Die Metelenerin hat ihre Wahl nicht bereut. Während der dreijährigen Ausbildung habe sie neben den praktischen Finessen des Konditorberufes auch viel über die Anforderungen an dieses Handwerk gelernt.

Jetzt warten weitere Herausforderungen auf sie. Als Jahrgangsbeste hat sie die Möglichkeit, auf Kammerebene an einem praktischen Leistungswettbewerb teilzunehmen und mit den Landesbesten des Konditorhandwerks anzutreten. „Die Teilnahme ist freiwillig. Aber wenn es sich mit meiner Arbeit vereinbaren lässt, würde es mich schon reizen, dabei mitzumachen“, sagt die 19jährige. Den Teilnehmern winkt obendrein die Chance, sich für den Wettkampf auf Bundesebene zu qualifizieren. „Vor allen Dingen aber könnte ich im Falle einer Teilnahme Erfahrungen sammeln und Anregungen für meinen Beruf bekommen“, bemerkt Mareike Althoff.

Am heutigen Dienstag wird sie bei der feierlichen Lossprechung in Ibbenbüren erst einmal ihr Abschlusszeugnis entgegennehmen.

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