Kulturetage
Kunst mit allen Sinnen entdecken

Metlen -

„Mit-Sinnen“ lautet der Titel einer neuen Vortragsreihe in der Kulturetage, welche Ausstellungsprojekte begleitet. Den Auftakt macht dabei am Samstag die Betrachtung und Interpretation des Gemäldes „Koyaanisqatsi“ von Kurt Kargel. Der Künstler ist bei der Premiere anwesend.

Mittwoch, 17.01.2018, 06:01 Uhr

Kurt Kargels Bilder bieten nicht nur eine Fülle von Motiven, sondern auch viel Spielraum für Interpretationen. Am Samstag wird der Künstler selber im Rahmen der Reihe „Mit-Sinnen“ eines seiner Werke vorstellen.
Kurt Kargels Bilder bieten nicht nur eine Fülle von Motiven, sondern auch viel Spielraum für Interpretationen. Am Samstag wird der Künstler selber im Rahmen der Reihe „Mit-Sinnen“ eines seiner Werke vorstellen. Foto: Kulturetage Metelen

Nachdem die KIM Anfang Januar in der Kulturetage ihre Ausstellungsreihe „Zeitgenössische Kunst aus dem Münsterland“ eröffnet hat, erweitert die Kulturetage mit einem ausstellungsbegleitendem Format ihr Angebot. „Mit-Sinnen“ heißt diese Vortragsreihe, die einmal im Monat die wechselnden Ausstellungen der Künstlergemeinschaft Wettringen ergänzen und Kunstinteressierte, Kenner sowie Neulinge ansprechen soll.

Konzept dieser Veranstaltung ist es, ein ausgewähltes Bild der jeweiligen Ausstellung für eine Abendveranstaltung in den Mittelpunkt der Betrachtung zu stellen. Der mehrdeutige Titel „Mit-Sinnen“ spielt auf die Grundidee an, dass es sich bei den Veranstaltungen nicht um trockene Vorträge handeln soll, sondern dass das jeweilige Bild gemeinsam und in gemütlicher Atmosphäre erschlossen wird.

Je nach Bild werden dafür auch andere Kunstformen, wie Lyrik, Musik oder Tanz benutzt, um einen neuen Blickwinkel auf das Bild zu bekommen. „Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, immer neue Perspektiven und Betrachtungsweisen zu entdecken und auf diese Weise zum buchstäblichen Kunstgenuss zu kommen, der erst entstehen kann, wenn man sich längere Zeit mit einem Werk beschäftigt“, erläutert Samuel Beutler von der Kulturetage Metelen das Konzept.

Beutler, der den ersten „Mit-Sinnen“-Abend konzipiert hat, erlernte das „Erschließen und Genießen“ von Musik und bildender Kunst während seines Musikstudiums. Auch studierte er aus persönlichem Interesse über mehrere Jahre die Malerei Rembrandts, las dazugehörige Literatur und besuchte dafür Museen in verschiedenen Ländern.

„Wenn ein Kunstwerk, sei es Musik, Literatur oder Malerei, gut ist, kann man unzählige spannende Details und Aspekte daran entdecken. Das kann sehr viel Spaß machen und einem auch die Augen und Ohren für den Alltag neu öffnen. Wenn ich in einer guten Ausstellung gewesen bin, kann ich manchmal das Gewohnte und Alltägliche wieder mit neuen Augen sehen - Kunst kann frischen Wind in unser Leben bringen“, fasst Beutler seine Erfahrung mit dem Erleben von hochwertiger Kunst zusammen.

Die Reihe „Mit-Sinnen“ solle aber kein Kursus im akademischen Interpretieren von Kunst sein. Sie sollte eher unterschiedlichste Anregungen geben, die es ermöglichen solle, auch eigene Zugänge und Betrachtungsweisen zu einem Werk zu bekommen.

Beutler möchte mit dem ausstellungsbegleitenden Format auch Berührungsängste mit zeitgenössischer Kunst abbauen und auch Menschen ansprechen, die sonst eher nicht in Ausstellungen gehen.

„Man muss kein Experte sein, um Kunst genießen zu können, die Bereitschaft etwas entdecken zu wollen, ist das Einzige was man braucht – und natürlich ein gutes Bild.“

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