Verwaltung erarbeitet Satzung / Sturmtief beschädigt alte Bäume
Alter Friedhof: Schnitt für Schnitt

Metelen -

Der Alte Friedhof an der Ochtruper Straße soll künftig für neue Bestattungsformen genutzt werden. Darüber verständigte sich der Gemeinderat bereits grundsätzlich. Die Umsetzung des Konzeptes dauert aber – unter anderem, weil die Kommune mit möglichst viel Eigenleistung die Kosten klein halten will. Und dann war da auch noch Sturmtief „Friederike“...

Mittwoch, 14.03.2018, 06:03 Uhr

Ein markanter Punkt der neuen Friedhofskonzeption ist das Rasengräberfeld, welches strahlenförmig um die vorhandene Grabstätte für die Priester der Gemeinde angelegt werden soll. Sturm „Friederike“ hinterließ auch auf dem Gottesacker Schäden.
Ein markanter Punkt der neuen Friedhofskonzeption ist das Rasengräberfeld, welches strahlenförmig um die vorhandene Grabstätte für die Priester der Gemeinde angelegt werden soll. Sturm „Friederike“ hinterließ auch auf dem Gottesacker Schäden. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Das Grundkonzept steht bereits seit längerem, der Detailschliff – hier vor allem an der Satzung – beschäftigt aktuell die Gemeindeverwaltung und auch die Politik entwickelt Vorschläge über die künftige Gestaltung des Alten Friedhofs. Und dann machte auch noch Sturmtief „Friederike“ seine nicht gerade willkommene Aufwartung auf dem Gottesacker im Ortskern.

Mitte des vergangenen Jahres hatte die münstersche Landschaftsarchitektin Ulrike Liebig ihre Planung für den alten Friedhof vorgestellt, der künftig neben Möglichkeiten zu Baum- und Waldbestattungen auch die Beerdigung in Form von Rasengräbern für Urnenbestattungen vorsieht. Liebig definierte erhaltenswerte Bäume, schlug vor, wo ausgelichtet werden solle, machte Vorschläge auch für einen zentralen Bereich, an dem persönliche Erinnerungsstücke aufgestellt werden können.

Pech nur für die Kommune, dass Friederike just die Bäume verschonte, die eh der Säge zum Opfer fallen sollten und sich auf diejenigen konzentrierte, die eigentlich stehen bleiben sollten. „Da haben die Kollegen vom Bauhof viel zu tun gehabt“, erklärte Ordnungsamtsleiterin Simone Frahling, die in der Verwaltung das Verfahren federführend betreut.

Dies seien nur erste, vorbereitende Arbeiten für die Neuausrichtung des Friedhofs gewesen. „Wir wollen die Anlage möglichst kostengünstig ausführen und setzen daher auf die eigenen Mitarbeiter“, erläuterte Frahling auf Anfrage dieser Zeitung auch, dass die Kapazitäten des Bauhofs – auch bedingt durch das Sturmtief – begrenzt seien. Dennoch zeigte sie sich zuversichtlich, dass die Urnenbestattungsstätte auf einem Rasenfeld rings um die Priestergräber und auch die Option der Baumbestattung noch in diesem Jahr realisiert werden können.

Bevor die ersten Bestattungen auf dem umgewandelten Gottesacker erfolgen, muss allerdings die Friedhofssatzung der Kommune entsprechend geändert werden. Hier geht es um exakte Festlegungen hinsichtlich der Bestattungsformen, die möglich sind.

Mit exakt diesem Thema hatte sich auch die CDU Metelens beschäftigt und im Rahmen einer Informationsveranstaltung die Landschaftsarchitektin erneut nach Metelen geholt.

Dabei sei aus der Mitte der Bürgerschaft mehrfach der Wunsch geäußert worden, sich eine bestimmte Beisetzungsstelle auswählen zu können. Dies machte die Unionsfraktion im Gemeinderat jetzt zum Antrag. Sowohl für die Rasen- als auch für die Baumgräber solle eine entsprechende Regelung getroffen werden.

Darüber hinaus regte die Union an, auf dem Friedhof am Nordring eine Möglichkeit zu schaffen, um totgeborene Kinder, unabhängig von ihrem Geburtsgewicht – sogenannte „Sternenkinder“ – bestatten zu können.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5589269?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F178%2F
NRW auf dem Weg zum Wolfsland
Wölfe könnten wieder heimisch werden: NRW auf dem Weg zum Wolfsland
Nachrichten-Ticker